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Kart Rennbericht Rotax Max Challenge Schweiz 2009 - Final, 10. Oktober Wohlen
Wasserschlacht zum Saisonfinale (doidolino) Eine Woche nach dem grossartigen SM-Finale stellt die Kartbahn Wohlen erneut den Schauplatz f├╝r ein weiteres Highlight der Schweizer Kartsaison ┬ľ das Finalrennen der Rotax Challenge. Zwar stehen die Champions 2009 in f├╝nf von sechs Kategorien bereits vorzeitig fest, dennoch verlaufen die Rennen einmal mehr hochspannend und auf h├Âchstem Niveau. Die gr├Âsste Aufmerksamkeit zieht die Kategorie Junior auf sich, wo PCR-Pilot Jonas Rodrigues mit seiner wohl besten Saisonleistung in einem dramatischen Finale dem favorisierten Melville McKee den Titel abringt und damit den totalen Birel-Triumph in der diesj├Ąhrigen Rotax Challenge knapp verhindert. Nicht ganz meisterw├╝rdig zeigt sich f├╝r einmal Petrus, der die Strecke mit teils intensivem Regen unter Wasser setzt. Doch Dario Santoro (Challenge), Alain Chatton (Master), Roger Heiniger (Club), Tobias Widmer (DD2) und Lucas Ayrton Mauron lassen sich auch davon nicht beirren und klettern zum Saisonende zuoberst aufs Siegertreppchen.

Rotax Max Challenge: Glanzvoller Saisonabschluss f├╝r Santoro Auch wenn der prestigetr├Ąchtige Meistertitel in der Rotax Max Challenge bereits beim vorletzten Saisonrennen in Vesoul zugunsten von Birel-Pilot Joel Burgermeister entschieden wurde darf das Finale in Wohlen dennoch mit Spannung erwartet werden. Insbesondere Vorjahres-Champion Dario Santoro liess in der zweiten Saisonh├Ąlfte seine Klasse nochmals aufblitzen und und d├╝rfte in Wohlen ┬ľ insbesondere auf regennasser Piste ┬ľ zu den Favoriten z├Ąhlen. Schon im Zeitfahren stellt der Oberglatter seine Regenf├Ąhigkeiten unter Beweis und powert sich mit ├╝berlegener Bestzeit auf die Pole. Einzig Robin G├╝del vermag ├Ąhnlich schnelle Zeiten zu fahren, die ├╝brigen Piloten verlieren bereits ├╝ber 7 Zehntel auf die beiden Regenspezialisten. Weit hinten rangiert auch Tabellenf├╝hrer Burgermeister, der im Regen nicht auf seine gewohnte Leistung kommt und nur Platz 18 einnimmt. Santoro gibt denn auch in den Vorl├Ąufen sogleich den Ton an und gibt auf der rutschigen Piste keinen F├╝hrungsmeter preis, zwei ├╝berlegene Start/Ziel-Siege sind die logische Folge. Dahinter wird jedoch erbittert um jeden Zentimeter gek├Ąmpft, wobei sich insbesondere Robin G├╝del, Martin Aregger, Gino Tengg, Dario De Simoi und im zweiten Vorlauf auch Joel Burgermeister zu profilieren wissen. Im ersten Rennen erreichen De Simoi und Martin Aregger das Ziel als erste Verfolger Santoro┬ĺs, im zweiten Rennen behalten G├╝del und abermals Aregger die Oberhand. Der neue Champion Joel Burgermeister steigert sich nach verhaltenem Rennbeginn und wird im zweiten Vorlauf hinter Dario De Simoi immerhin noch F├╝nfter. Zum Finallauf hat Petrus endlich ein Einsehen und schickt sogar ein paar Sonnenstrahlen ├╝ber die Piste. Auf nun weitgehend abgetrockneter Bahn werden erstmals Slicks aufgezogen, entsprechend rasant geht es nun zur Sache. Doch auch auf trockenem Asphalt l├Ąsst Dominator Santoro nichts anbrennen, im Gegenteil, schon in der ersten Runde reisst der Maranello-Pilot eine grosse L├╝cke auf seine Verfolger auf. ├ťberlegen umrundet Dario in der Folge allein fahrend den Kurs und siegt am Ende mit neun Sekunden Vorsprung. Um Platz zwei entbrennt nun aber ein erbitterter Kampf. Nach einem Blitzstart liegt zuerst ├╝berraschend Joel Spycher auf P2, doch G├╝del und Martin Aregger machen sich sogleich ├╝ber den MS-Fahrer her. Mit einem Doppelschlag ringen sie Joel im Infield nieder, dasselbe tun ihnen kurz darauf auch De Simoi und Burgermeister gleich, die im weiteren Rennverlauf zum Duo G├╝del/Aregger aufschliessen und die Schlussphase des Rennens zu einem Spektakel werden lassen. Der Kampf um die Podestpl├Ątze wird intensiv gef├╝hrt, insbesondere De Simoi und Aregger zeigen sich dabei besonders hartn├Ąckig. Mehrmals wechselt die Reihenfolge, am Ende klettern De Simoi und Aregger zum strahlenden Dario Santoro aufs Treppchen. G├╝del und Burgermeister, der auf trockener Piste nun auch die schnellsten Rennrunden dreht, verpassen das Podium um wenige Meter. Die nationale Rotax-Saison ist damit zu Ende, doch noch steht das ganz grosse Saison-Highlight bevor. Burgermeister wird als Champion 2009 an den World Finals in Sharm el Sheik teilnehmen. Und im Wissen darum, dass es in ├ägypten auch im Winter kaum regnet, darf man gespannt sein, wie sich Joel gegen die weltweit besten Rotax-Piloten zu behaupten weiss. Wir dr├╝cken jetzt schon die Daumen und w├╝nschen Joel f├╝r die World Finals im Dezember viel Gl├╝ck! Rotax Max Mini: Regenk├Ânig Lucas Ayrton Mauron Auch in der Kategorie Rotax Mini ist die Titel-Entscheidung bereits vor dem Finalrennen in Wohlen gefallen. Prinz Max zur Schaumburg Lippe liess sich bereits in Vesoul als neuer Champion feiern. In Wohlen h├Ąlt sich der Meister f├╝r einmal vornehm zur├╝ck und ├╝berl├Ąsst die Lorbeeren seinen Gegnern, zumal sich Max auf regennasser Fahrbahn nicht wie gewohnt zu entfalten weiss. Nach dem Zeitfahren pr├Ąsentiert sich denn auch eine ├╝berraschende Frontreihe mit Polesetter Giuliano Cucciolillo und Boris Kaech auf P2. Dahinter reihen sich mit Lucas Ayrton Mauron und Felix Hirsiger zwei weitere Regenspezialisten ein, w├Ąhrend Prinz Max das erste Rennen als Champion aus Position acht in Angriff nehmen wird. Die Rennl├Ąufe haben es in sich ┬ľ die Mini-Piloten d├╝rfen trotz nasser Strecke ja nicht auf Regenreifen zur├╝ck greifen, auf Slicks ist die Aufgabe entsprechend schwierig. Doch die Kids schlagen sich auf bei den schwierigen Bedingungen pr├Ąchtig, allen voran Lucas Ayrton Mauron. Lucas prescht in beiden Vorl├Ąufen vom Start weg in F├╝hrung und dominiert die Regenrennen wie weiland sein grosser und unvergessener Namensvetter. Im Ziel betr├Ągt Lucas┬Ĺ Vorsprung stolze neun beziehungsweise im zweiten Rennen gar 17 Sekunden, Mauron f├Ąhrt heute schlicht in einer eigenen Kategorie und kennt keine Gegner. Umk├Ąmpft verlaufen die Rennen daf├╝r auf den Verfolgerpositionen. Im ersten Lauf setzt sich Felix Hirsiger knapp gegen Giuliano Cucciolillo durch, im zweiten Rennen beh├Ąlt Boris Kaech gegen Hirsiger die Oberhand. Platz vier geht in beiden Vorl├Ąufen an Alain Carigiet. Im Finale ist die Piste zwar noch feucht, der grosse Regen hat aber nun aufgeh├Ârt. Doch auch bei etwas mehr Grip als in den Vorl├Ąufen vermag keiner dem grossartig fahrenden Mauron das Wasser zu reichen. Lucas legt vom Start weg erneut eine horrende Pace vor und steuert einem weiteren ungef├Ąhrdeten Start/Ziel-Sieg entgegen. Spannender verl├Ąuft das Finale hingegen im Kampf um die restlichen Podestpl├Ątze. Zuerst balgen sich Felix Hirsiger und Alain Carigiet um P2, wobei sich Carigiet nach mehreren Positionswechseln schliesslich durchzusetzen weiss und in der zweiten Rennh├Ąlfte als allein fahrender Verfolger Maurons unterwegs ist. Hirsiger sieht sich seinerseits bald von den aufr├╝ckenden Boris Kaech und Prinz Max bedr├Ąngt, wobei Max in Runde f├╝nf das Szepter ├╝bernimmt und auf Position drei vorst├Âsst. Hirsiger sieht sich zusammen mit Kaech nun auch noch von den aufr├╝ckenden Yanick J├Ąger, Simona Lekaj und Alessandro Felber bedr├Ąngt. Das Quintett zeigt in der zweiten Rennh├Ąlfte eine tolle Show, am Ende setzt sich dabei J├Ąger vor Kaech und Hirsiger durch. Rotax Max Junior: Showdown zwischen Rodrigues und McKee Mit besonderer Spannung wird die Entscheidung in der Kategorie Rotax Junior erwartet. Nicht weniger als vier Fahrer / -innen rechnen sich Chancen auf den Titel aus. Das Zwischenklassement liest sich wie ein Krimi: Melville McKee 497 Punkte, Jonas Rodrigues 490, Thierry M├Ąder 486, Isabelle von Lerber 484. Selbst Mike Z├╝rcher auf Platz f├╝nf hat mit 472 Punkten rein rechnerisch noch leise Chancen auf die Meisterkrone. Wer wird am Ende des Tages wohl jubeln? Das Zeitfahren deutet schon an, dass sich die Entscheidung auf ein Duell zwischen McKee und Rodrigues zuzuspitzen d├╝rfte. Mel powert sich knapp vor Jonas auf Pole und bucht schon mal die zwei Extrapunkte f├╝r den Sieg im Qualifying, w├Ąhrend Von Lerber, Z├╝rcher und M├Ąder nur in der zweiten Feldh├Ąlfte Platz finden. Der erste Vorlauf best├Ątigt die Vermutung ┬ľ McKee und Rodrigues ├╝bernehmen das Szepter, wobei sich Rodrigues mit einem tollen Start gleich vor Mel setzen kann. McKee beisst sich an Rodrigues┬Ĺ Heck fest, findet aber ├╝ber die gesamte Renndistanz keinen Weg am PCR-Piloten vorbei. Einzig bei einem ├ťberrundungsman├Âver kurz vor Schluss schiebt Mel seinen Spoiler kurz in Front, Rodrigues vermag aber umgehend zu kontern. Jonas ├╝berquert die Ziellinie schliesslich mit einem Mini-Vorsprung von gerade mal 0.11 Sekunden. Das zweite Rennen sieht somit erneut die beiden Hauptrivalen in der Frontreihe. Rodrigues gelingt abermals ein blendender Start, dahinter wird McKee beim Ausgang der ersten Kurve nach aussen gedr├Ąngt und h├Ąngt an der Streckenbegrenzung an. Mel kann mit wenig Zeitverlust weiterfahren und reiht sich auf P8 wieder ins Feld ein. Doch Rodrigues nutzt nun die Gunst der Stunde und powert allein fahrend an der Spitze davon, w├Ąhrend sich McKee schwer tut, Pl├Ątze gut zu machen. J├ęr├┤me Schwab, Alain Baeriswyl, Pascal Carigiet, Thierry M├Ąder und auch Isa von Lerber sind ein schwer zu ├╝berwindendes Bollwerk auf Mel┬ĺs Weg nach vorn. Schliesslich beendet McKee das Rennen lediglich auf P6 und b├╝sst in der Vorlaufwertung wichtige Punkte auf Rodrigues ein, der sich das Punktemaximum sichert. Ein Blick auf das aktuelle Meisterschafts-Zwischenklassement zeigt die Dramatik auf, Rodrigues r├╝ckt nun bis auf zwei Punkte zum nach wie vor f├╝hrenden McKee auf. Das Finale muss nun die definitive Entscheidung bringen. Bei einem Sieg von Rodrigues ist er wohl der neue Junior-Champion, dasselbe gilt f├╝r McKee. Ausschlaggebend k├Ânnten aber auch die Bonuspunkte f├╝r die schnellste Rennrunde sein. Die Ampel schaltet auf gr├╝n, Rodrigues beh├Ąlt auch beim vielleicht wichtigsten Rennen seiner Karriere die Nerven und legt erneut einen blitzsauberen Start hin. McKee reiht sich aus P4 startend vorerst hinter Baeriswyl, Schwab und Carigiet ein, nachdem er in Kurve 1 auf der Aussenbahn erneut in leichte Schwierigkeiten geraten ist. Rodrigues holt das letzte Quentchen Leistung aus seinem Kart und legt abermals eine horrende Pace auf die Bahn. Bald schon klafft eine beruhigende L├╝cke auf die Verfolgergruppe, die inzwischen von Schwab angef├╝hrt wird. McKee k├Ąmpft erbittert um jeden Zentimeter und presst sich schliesslich an Carigiet, Baeriswyl und Schwab vorbei. Rodrigues ist inzwischen aber schon weit enteilt, nichts desto trotz nimmt Mel die Verfolgung auf, die n├Ąchsten Verfolger Baeriswyl, Schwab und Z├╝rcher sind rasch aus McKee┬ĺs Windschatten gesch├╝ttelt. Aber Jonas zeigt als F├╝hrender keine Schw├Ąche und h├Ąlt die Rundenzeiten weiterhin hoch, McKee vermag rund 10 Sekunden hinter Rodrigues kaum Boden auf den entfesselt fahrenden Leader gut zu machen. Eine einzige Titelchance bleibt noch f├╝r Mel, indem er sich die 3 Bonuspunkte f├╝r die schnellste Rennrunde zu sichern vermag. Doch auch dies gelingt ihm nicht, Rodrigues bucht auch diese Extrapunkte auf sein Konto und ├╝berquert die Ziellinie nach einem wahren Finalkrimi als Sieger und neuer Junioren-Champion. Strahlend l├Ąsst sich Jonas von seinem Team feiern, w├Ąhrend sich Mel als fairer Verlierer zeigt und Jonas zum Titel gratuliert. Rodrigues sichert sich zus├Ątzlich zum Titel damit auch das Ticket zum Weltfinale in Sharm el Sheik. Der junge PCR-Pilot hat beim heutigen Final-Krimi starke Nerven bewiesen, eine Eigenschaft, die sich insbesondere im hart umk├Ąmpften internationalen Umfeld auszahlen d├╝rfte. Wir sind gespannt auf Jonas┬Ĺ Rennen in ├ägypten und dr├╝cken ihm bereits jetzt die Daumen! Rotax DD2: Widmer nochmals zuoberst auf dem Treppchen Nach einer ├Ąusserst erfolgreichen Saison reist DD2-Tabellenf├╝hrer Tobias Widmer als frisch gebackener Champion zum Finale nach Wohlen. Der schnelle Birel-Pilot vermochte mit Siegen in Wohlen, Mir├ęcourt und Mulhouse den bereits 2008 erzielten DD2-Titel zu verteidigen. Einzig in Vesoul stand Tobias nach einem kapitalen Motorschaden nicht zuoberst auf dem Podium, der letzte Sieg ging damals an Damian Frizzi, der Widmer auch zum Saisonfinale nochmals m├Ąchtig einheizen m├Âchte. Widmer und Frizzi fahren denn im Qualifying auch mit Abstand die schnellsten Zeiten, doch Frizzi muss sich in der Startaufstellung dennoch ganz hinten einreihen, da sein Kart bei der technischen Kontrolle nach dem Zeitfahren beanstandet wird. Doch wer nun denkt, dass sich Widmer nun im ersten Vorlauf gleich ohne Gegner aus dem Staub machen d├╝rfe irrt sich. Sacha Kriech und auch Markus M├╝hlemann pressen sich in der ersten Kurve an Widmer vorbei. Kriech und M├╝hlemann bestimmen gleich das Tempo, doch f├╝r den erstmals in einem DD2-Rennen f├╝hrenden Kriech kommt bald der Hammer ┬ľ sein Kart rollt in der zweiten Runde nach technischem Defekt neben der Strecke aus. Nun verbleiben nur noch M├╝hlemann und Widmer an der Spitze, die zwei geben sich m├Ąchtig Zunder. Mal liegt Widmer vorn, dann wieder M├╝hlemann. Der ausgeglichene Kampf geht aber bald nur noch scheinbar weiter, denn in der Hitze des Gefechts hat M├╝hlemann ein ├ťberholman├Âver unter gelber Flagge realisiert, die Rennleitung kommt nicht umhin, ihm eine 10sec-Strafe aufzubrummen. M├╝hlemann ├╝berquert die Ziellinie zwar als Erster, doch nach Abzug der Zeitstrafe rangiert der schnelle CRG-Pilot hinter Widmer und dem weit aufger├╝ckten Frizzi nur noch auf Rang drei. Vor dem zweiten Vorlauf hat sich das Wetter gebessert, die Strecke ist teilweise abgetrocknet. Das Feld steht mit Slicks am Vorstart. Doch wenige Sekunden vor dem Start ├Âffnen sich die Schleusen erneut, der Regen prasselt auf die Piste nieder. Die Rennleitung reagiert vern├╝nftig und verschiebt den Start um f├╝nf Minuten, damit die Karts wieder mit Profilreifen versehen werden k├Ânnen. Mit etwas Versp├Ątung geht das Feld dann doch auf die Strecke. Diesmal l├Ąsst sich Widmer am Start nicht erwischen und katapultiert sich als F├╝hrender aus der ersten Kurve, dicht gefolgt von M├╝hlemann und Frizzi, die sich an Widmers Heck festkrallen. In Runde drei presst sich M├╝hlemann in der Zielkurve gar an Widmer vorbei in Front. Tobias sieht sich nun auch von Frizzi bedr├Ąngt, der auf der regennassen Piste die schnellsten Rundenzeiten zu fahren vermag. Das intensive Duell der beiden erlaubt M├╝hlemann, sich leicht abzusetzen, der Sieg scheint in Griffweite. Doch in der zehnten Runde ist M├╝hlemanns Gl├╝ck vorbei, ein Dreher im Infield kostet ihn die F├╝hrung, Widmer und Frizzi huschen vorbei, bis sich M├╝hlemann wieder in Fahrt setzt. Und auch f├╝r Widmer hat das Rennen noch eine unliebsame ├ťberraschung bereit, nach einem Fahrfehler bohrt sich sein Kart neben der Strecke in den Sand. Frizzi hat nun leichtes Spiel und f├Ąhrt mit ├╝berlegener F├╝hrung als Sieger ins Ziel, w├Ąhrend sich M├╝hlemann auf P2 gegen den gef├Ąhrlich aufr├╝ckenden Sacha Kriech verteidigen muss. Widmer wird in diesem ereignisreichen Rennen immerhin noch Vierter und muss sich in der Vorlauf-Gesamtwertung lediglich Damian Frizzi beugen. Zum abschliessenden Finale ist nun die Strecke definitiv abgetrocknet, ja sogar die Sonne scheint zum Saisonabschluss durch die Wolken. Die leistungsstarken Karts k├Ânnen somit zum Schluss nochmals geh├Ârig um die Strecke gepr├╝gelt werden. Frizzi startet aus Pole und behauptet die Spitze, dahinter presst sich M├╝hlemann erneut am m├Ąssig startenden Widmer vorbei. Dahinter kollidieren Ramona Bodmer und Sacha Kriech, der damit erneut s├Ąmtlicher Chancen auf ein Spitzenergebnis beraubt wird. M├╝hlemann und Widmer zeigen an der Spitze nun ein spektakul├Ąres Duell, wobei sich Widmer nach k├Ąmpferischer Leistung schliesslich durchzusetzen vermag. Doch Tobias will sich nicht mit P2 zufrieden geben, sondern standesgem├Ąss zuoberst aufs Podium klettern. Bald ist Frizzi eingeholt, doch dieser denkt nicht daran, sich kampflos ├╝berholen zu lassen. Das Duell der beiden wogt hin und her, Widmer vermag in der Zielkurve in F├╝hrung zu gehen, doch wenig sp├Ąter schiebt sich Frizzi auf der Gegengeraden wieder in Front. Eine heisse Schlussphase bahnt sich an, doch dann schl├Ągt bei Frizzi die Defekthexe zu. Mit Schaltdefekt biegt Damian sichtlich entt├Ąuscht in die Box ab, w├Ąhrend Widmer nun ungef├Ąhrdet dem Sieg entgegenf├Ąhrt. M├╝hlemann klettert als Zweiter ebenfalls strahlend aufs Podium, wie auch der Drittplatzierte David Freiburghaus. Rotax Club / Master: Dramatisches Finale Auch wenn sowohl die Club- wie auch die Master-Meisterschaft bereits in Vesoul zugunsten von Patrick Wolf und Alain Chatton entschieden wurde d├╝rfen beim Saisonfinale nochmals spannende Rennen erwartet werden. Insbesondere die Wetterverh├Ąltnisse lassen die Ambitionen der Regenspezialisten im Feld auflodern. Auf der schwierig zu fahrenden Strecke sind die Routiniers im Vorteil, was sich auch in der Startaufstellung deutlich macht. Die Zeitenliste nach dem Qualifying f├╝hrt die praktisch gleichauf liegenden Master-Piloten Alain Chatton und J├Ârg Schumacher auf der Frontreihe auf, dahinter lauern mit Elio Hahn und Patrick Wolf die beiden schnellsten Club-Fahrer. Chatton und Schumacher kommen wie im Zeitfahren denn auch im ersten Vorlauf am besten mit den schwierigen Bedingungen klar, die zwei setzen sich bald von den Verfolgern ab. Das Feld zieht sich rasch in die L├Ąnge. Chatton und Schumacher umrunden den Kurs mit riesigem Vorsprung, dahinter erreichen Hahn, Wolf und nach k├Ąmpferischer Fahrt auch Laurenz Reifferscheid das Ziel auf den n├Ąchsten Pl├Ątzen. Das zweite Rennen zeigt ein ├Ąhnliches Bild, Chatton und Schumacher setzen sich gleich vorne ab. Hahn f├╝hrt ein dicht gedr├Ąngtes Verfolgerfeld mit Reifferscheid, Andreas Peter und Beat M├╝hlemann an. Doch die Aufmerksamkeit des Publikums wird durch ein packendes Duell zwischen Chatton und Schumacher gefesselt. Schumacher r├╝ckt dem zwischenzeitlich enteilten Chatton gegen Rennende immer n├Ąher und vermag diesen kurz vor Schluss sogar zu passieren. Doch der vermeintliche Sieger wird auf den Ranglisten als Letzter gef├╝hrt, nachdem bei der technischen Kontrolle ein reglementswidriger Auspuff festgestellt wird. Chatton wird nachtr├Ąglich zum Sieger erkl├Ąrt, Reifferscheid, Peter und Hahn r├╝cken auf die Pl├Ątze zwei bis vier vor. Zum abschliessenden Finale stehen die Piloten vor einer schwierigen Entscheidung. Der Regen hat inzwischen aufgeh├Ârt, die Strecke ist auf einem Teil der Ideallinie abgetrocknet. Regenreifen oder doch schon Slicks, was ist wohl die bessere Wahl? Das Gros des Feldes nimmt das Rennen auf Regenreifen in Angriff, einige wenige riskieren den Start mit profillosen Slicks, wie z.B. die auf P2, 3 und 6 startenden Elio Hahn, Laurenz Reifferscheid und Patrick Wolf. Auch J├Ârg Schumacher entscheidet sich im Gegensatz zu Pole-Setter Alain Chatton f├╝r die Trockenreifen, startet aber nach seiner Relegation lediglich von Startplatz 13 und d├╝rfte f├╝r das Finale ohnehin schlechte Karten haben. Auch auf Slicks geht Master-Fahrer Lino Coppola ins Rennen. Die Ampel schaltet auf gr├╝n und das Feld reiht sich bald nach Reifenbest├╝ckung getrennt ein. Vorne zieht die Regenreifen-Fraktion angef├╝hrt von Alain Chatton ihre Bahn, w├Ąhrend die slick-bereiften Fahrer zu Beginn sehr viel Zeit verlieren. In Runde vier liegt beispielsweise Reifferscheid als Schnellster Slick-Fahrer schon satte 23 Sekunden hinter der Spitze. Doch das Finalrennen dauert 26 Runden, die Strecke trocknet mit jeder Runde weiter ab. Noch sind die Regenreifen schneller, doch bis zu Rennh├Ąlfte haben sich die Rundenzeiten angeglichen, erst jetzt geht das Rennen f├╝r Reifferscheid und Co. richtig los. Chatton liegt zusammen mit dem schnellsten Club-Fahrer Roger Heiniger an der Spitze, mit geh├Ârigem Vorsprung auf Marius Papiernik und Andreas Peter. Doch jetzt drehen die Slicks-Piloten m├Ąchtig auf. W├Ąhrend Chatton auf abbauenden Regenreifen weiterhin tapfer 48er-Rundenzeiten dreht, purzeln diese bei Reifferscheid, Hahn, Wolf und auch Lino Coppola Runde f├╝r Runde tiefer. Mit 44er-Zeiten rollt die Slicks-Brigade das Feld von hinten auf. Doch die Rundenanzeige zeigt schon die Schlussphase des Rennens an, der Vormarsch der mutigen Trockenreifen-Piloten wird um zwei bis drei Runden zu fr├╝h gestoppt, f├╝r Reifferscheid und Coppola reicht es immerhin f├╝rs Podest. Die Club-Wertung sieht Roger Heiniger vor Severin Schraner und Reifferscheid auf dem Podium, w├Ąhrend sich Beat M├╝hlemann und Lino Coppola zu Sieger Chatton aufs Master-Podest gesellen - lauter strahlende Gesichter nach einem insgesamt packenden und hochdramatischen Finalrennen! Genau so machen die Kartrennen doch einfach Spass! So, das war┬ĺs nun von der nationalen Saison 2009. Herzlichen Dank an alle Fahrer / Fahrerinnen f├╝r die packenden Rennen, vielen Dank auch an die Organisatoren und Helfer am Pistenrand, ohne die dieser sch├Âne Sport nicht m├Âglich w├Ąre. Und ganz besonders bedanke ich mich bei jenen Lesern/Leserinnen, die mich mit Feedback jeder Art, sei sie positiv oder auch mal korrigierend, begleitet haben. Ich w├╝nsche euch allen eine kurzweilige Zeit, bis im Fr├╝hling 2010 die sch├Ânste Nebensache der Welt mit der kommenden Saison neu gestartet werden kann. Euer Doidolino Ranglisten Mini - Junior - Challenge - DD2 - Club/Master/Team