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Rennbericht und Ranglisten Rotax Max Challenge 2 - Mir├ęcourt
Gestern Sonntag fand in Mir├ęcourt (F) der 2. Lauf der Rotax Max Challenge Schweiz 2009 statt. ├╝ber 80 Piloten fanden sich auf der optimal gelegenen Piste in Frankreich ein.

Rennbericht. 2. Lauf Rotax Max Schweizermeisterschaft in Mirecourt (F) vom 17.05.2009 ksenti) F├╝r den zweiten Rotax Max Schweizermeisterschaftslauf reisten die 81 Kartpiloten in die Vogesen bei Mirecourt. Schon am Samstag war ein reger Testbetrieb zu beobachten. Am Rennsonntag herrschten nahezu perfekte ├Ąussere Verh├Ąltnisse. Piste, Wetter und Piloten gut. Also kann das Fest beginnen. Prinz Max(imum) Keine Ueberraschung im Zeittraining der Rotax Max Mini Piloten, die Pole ging an den Birel Piloten Prinz Max vor seinem Teamkollegen Lucas Aytron Mauron, dahinter reihten sich Felix Hirsiger und Boris K├Ąch ein. Die Ausgangslage war also klar definiert. Das Rennen zeigte sofort, dass Prinz Max nichts anbrennen lassen wollte, er zog sogleich vorne weg. Mauron musste beim Start sehr hartes Brot essen, weil er von den folgenden Swiss Hutless Piloten in die Mangel genommen wurde. Doch als sich das Gerangel gel├Âst hatte reihte sich Leader Prinz Max vor Hirsiger und K├Ąch gefolgt von Mauron und Maggi ein. Nach dem Start zum zweiten Lauf surfte K├Ąch beim zweiten Lauf ├╝ber die Curbs der ersten Kurve und flog in den Seitenkasten des Karts von Mauron, der sich aber vor dem drohenden Abflug in den Kiesbunker retten konnte. Daraufhin entwickelte sich ein spannender Kampf um Platz zwei bis vier. Prinz Max hatte sich inzwischen bereits einige Meter abgesetzt, ihm drohte keine Gefahr. Bis zwei Runden vor Schluss ging alles gut, dann versuchte K├Ąch an Mauron vorbei zu kommen und schoss ihm in spitzem Winkel ins Gef├Ąhrt. Mauron drehte sich und musste einige der nachfolgenden Piloten passieren lassen. Prinz Max ├╝bernahm sofort nach dem Start die F├╝hrung und fuhr einige Meter vor den Streith├Ąhnen Hirsiger, K├Ąch und Maggi. Mauron musste sich zuerst aus den Niederungen der Startaufstellung hervor k├Ąmpfen, er schaffte den Anschluss und lag bereits wieder auf Platz vier, als die beiden Swiss Hutless Piloten Hirsiger und K├Ąch den Atem des heranfliegenden Mauron sp├╝rten. K├Ąch schoss kurz vor der Zieldurchfahrt seinen eigenen Teamkollegen ab, wie er es schon mit Mauron im zweiten Vorlauf gemacht hatte. Nutzniesser war Mauron, der damit auf Platz zwei ins Ziel fuhr, mit etwas Gl├╝ck zwar aber dennoch verdient hinter Prinz Max und vor K├Ąch, Maggi, Felber und Carigiet. Den Zusatzpunkt f├╝r die schnellste Rennrunde im Final liess sich Mauron gutschreiben. Master Chatton Bei den Master Piloten stand nie zur Diskussion wer der Meister auf dem Platz ist. Alain Chatton fuhr ein Rennen f├╝r sich, oft um mehrere Sekunden vor seinen Mitbewerbern Max S├Ąuberlin und Hans Riesen. Eine Schrecksekunde erlebte Max S├Ąuberlin im zweiten Vorlauf, als er von verschiedenen Konkurrenten regelrecht begraben wurde. Zeitweise war er unter zwei Karts eingeklemmt, doch die ┬äUeberh├╝pfer┬ô parkierten nicht lange und die Fahrt ging weiter. Wolf krallt sich den Sieg Die Kategorie Rotax Club sah einen ├╝berlegenen Patrick Wolf, er gewann bereits das Zeittraining mit einem Vorsprung von gut einer halben Sekunde. Sogar Master Chatton musste sich dem jungen Wilden beugen und auf dem zweiten Platz ins Rennen starten. Schade dass keine Filmkamera gelaufen ist, denn so eine lehrbuchm├Ąssige Einf├╝hrrunde hatte man selten gesehen, Polesetter Wolf und Kollege Chatton f├╝hrten das Feld jeweils mit musterg├╝ltigen Tempo in die Startzone, bravo, da k├Ânnten sich die Anderen Piloten eine grosse Scheibe abschneiden. Dementsprechend gab es in der Folge an der Spitze keine Probleme. Hinten im Feld passierten dann schon einige Fehler, welche aber nicht aufs Tempo zur├╝ck zuf├╝hren sind. Der Laufsieger von Wohlen, Domenic Emr, versuchte auf der Aussenseite zu bremsen und die verschmutze Bahn gab nat├╝rlich den n├Âtigen Grip f├╝r dieses Man├Âver nicht her - so war die Fahrt schon nach kurzer Zeit zu Ende. Hinter dem Spitzenduo der Club und Mastersieger fuhren Elio Hahn und Rogerio Heiniger ein regelm├Ąssiges Rennen und platzierten sich stets auf den Podestpl├Ątzen. Studiert man die Zeitenlisten, so sticht ein Name heraus der an diesem Tag nicht zu schlagen war, Patrick Wolf. Er gewann alle Rennen inklusive Zeitfahren und markierte jeweils auch stets die schnellste Rundenzeit. Das Rennen nach dem Rennen in der Technischen Kontrolle war immer l├Ąnger als das Rennen selber. Doch auch die intensivsten ├ťberpr├╝fungen von Wolfs Motor brachten keine illegalen Machenschaften zu Tage, Wolf war an diesem Tag schlicht und einfach der beste Fahrer im Feld. BEO Karting gewinnt Teamwertung In der neugeschaffenen Teamwertung, die schon die zweite Runde erlebte, setzte sich Team BEO Karting mit Pilot S. Hunziker am Steuer vor Stefan Gerber Team ABC Motorsport und D. Benim Team Aebi durch. Die Idee ist, dass Kartinteressierte auch ohne eigenen Kart und mit absoluten Low Budget einmal Rennfieber und Feeling schnuppern k├Ânnen. Die drei Teams haben diese Aufgabe einmal mehr gut erf├╝llt. Es ist zu hoffen dass bei den n├Ąchsten noch weitere Piloten diesen Einstieg nutzen und im Rotax-Pulk mit dabei sind. Widmers DD2 Feldzug Der letztj├Ąhrige Weltfinalist der DD2 l├Ąsst dieses Jahr gar nichts anbrennen. Die zweitschnellste Chronozeit sowie Siege in s├Ąmtlichen Rennl├Ąufen, dazu den Zusatzpunkt f├╝r die schnellste Rennrunde, ergibt erneut das Punktemaximum f├╝r den schnellen Birel DD2 Piloten Tobias Widmer. Dahinter ging dann aber die Post ab. Vor allem im Final gings drunter und dr├╝ber. Sascha Kriech beschleunigte am Start und fuhr hinter Antonio Ruggerio auf die erste Kurve zu - pl├Âtzlich hob Ruggerio wie ein Flugzeug ab. Es drehte ihn in der Luft und als die Fahrt vor├╝ber war stand der einzige Tony Kart Pilot im Kiesbett. Ruckzuck stand das Kart wieder auf der Piste und die Aufholjagd begann┬ů bei diesem Ueberflug hatte Ruggerie den jungen Freiburghaus mit dem Kart an der Schulter gerammt und gleichzeitig den K├╝hler besch├Ądigt und dies bedeutete f├╝r den Ungl├╝cksraben des Rennens das vorzeitige Aus. Hinter Widmer versuchte derweil Markus M├╝hlemann den Anschluss zu halten. Bis ins Ziel gelang es ihm aber nicht mehr, ganz aufzuschliessen und er klassierte sich schliesslich im zweiten Rang. Um Platz drei war eine heftige Debatte entbrannt, ├╝ber den gesamten Verlauf des Rennens balgten sich Damian Frizzi (Mach 1) und Philip Hirschi (Birel) , auf der Ziellinie setzte sich der letztj├Ąhrige DD2 Vize knapp durch und platzierte sich auf dem dritten Platz. Hirschi wurde also knapp geschlagen und musste den undankbaren vierten Platz in Empfang nehmen. Nichts mit dem Rennverlauf an der Spitze hatten Werner Henz , Lothar Winzen und Patrick Aebi zu tun, sie rangierten sich auf P5,P6 und P7. M├Ąder gewinnt nach Jury Entscheid Die ersten f├╝nf des Zeittraining waren eine Klasse f├╝r sich. Thierry M├Ąder gelang seine erste Pole der Rotax Junioren Karriere, dahinter gingen Mike Z├╝rcher, Jonas Rodrigues, Pascal Carigiet und Alain Baeriswyl ins Rennen. Erstaunlich war hingegen der elfte Platz des amtierenden Juniorenmeisters und Weltfinalisten Jer├┤me Schwab, was zeigt dass wirklich jeder voll am Limit gefahren ist und man im Zeittraining mit einem kleinen Fehler weit in der Rangliste runterrutscht. Anders rum, wenn alles stimmt und das Gl├╝ck des T├╝chtigen mithilft, hat jeder Junior die Chance, im ausgeglichenen Feld an die Spitze zu fahren. Sensationell diese Ausgangslage - das verspricht eine spannende Meisterschaft und neue Gesichter bei Siegerehrungen. Was dann die Junioren boten war allererste Sahne, da wurde ├╝ber die gesamte Distanz der Vorl├Ąufe gek├Ąmpft und dennoch fair gefahren. An der Spitze rotierte die F├╝hrungsarbeit, wobei immer bei den Allerschnellsten Jonas Rodrigues, Alain Baeriswyl und Pascal Carigiet mit dabei waren, dann die beiden Swisshutless Piloten Isabelle von Lerber und Mike Z├╝rcher, aber auch Polsetter M├Ąder. Derweil musste Schwab f├╝r einmal hartes Brot essen und sich erst den Weg durchs Mittelfeld erk├Ąmpfen. Studiert man die Rundenzeiten im 2. Lauf, so waren die schnellsten Rundenzeiten bei 12 von 15 Piloten alle unter 57 Sekunden . Diese Ausgeglichenheit f├╝hrte im Final einige brenzlige Situationen herbei, wobei es als ersten Pascal Carigiet erwischte. Zu Dritt versuchten M├Ąder, Z├╝rcher und Carigiet um die erste Kurve zu fahren, was nicht gehen kann. Dem jungen CRG Piloten war das schlechte Ende vorauszusehen, komplett neben der sauberen Ideallinie rutschte er auf Dreck und Gummi und ohne Feindber├╝hrung zwei Runden vor Schluss ins Kiesbett. Eine Runde sp├Ąter ereilte ein ├Ąhnliches Schicksal den Berner Oberl├Ąnder Mike Z├╝rcher. Zusammen mit Schwab bog er Rad an Rad in die erste Kurve ein. Nach etlichem Abrieb an Verschalungen und Pneu verlor Z├╝rcher den Grip und es drehte Ihn neben die Piste. Ein gl├╝cklicher Schwab konnte hingegen weiterfahren und erreichte das Ziel als vermeintlicher Vierter. Nach den praktisch ├╝ber die gesamte Renndistanz dauernden Platzk├Ąmpfen an der Spitze konnten sich Jonas Rodrigues und Isabella von Lerber einige Meter von Thierry M├Ąder absetzen. Es folgten Schwab, Melvin McKee, Jan Schwitter, der nach den Problemen am Ostermontag eine Auferstehung erlebte, vor Alain Baeriswyl und Vinzenzo Alvaro. Als die karierte Flagge fiel hiess der Zieleinlauf wie oben geschrieben. Doch knapp eine Minute sp├Ąter rasten die zwei Ersten des Finales erneut Richtung Ziellinie. Rodrigues und von Lerber gingen davon aus, dass das Rennen noch nicht ab gewunken war, also wollten sie das Pensum korrekt abspulen. Der Rennleiter winkte nochmals ab und zitierte die Piloten sp├Ąter zum Leviten lesen. Ein von Peter Schwab eingereichter Protest wurde von der Rennjury am gr├╝nen Tisch stattgegeben. Im Juryraum flossen ziemlich viele Tr├Ąnen und die Entt├Ąuschung war den beiden ans Ranglistenende zur├╝ckversetzten Piloten ins Gesicht geschrieben. Sportlich sind Rodrigues und von Lerber die Sieger der Herzen, nicht zuletzt weil sie dem Rennen den ultimativen Stempel aufgedr├╝ckt haben. Als nach Ablauf und effektiv nach der eigentlichen Siegerehrung dann die Pokale von den attraktiven Gridgirls ├╝berreicht wurden, strahlten Thierry M├Ąder und Jerome Schwab vom Podest. Melvin McKee war schon abgereist weil er gar nicht damit rechnete, dass er das Podest besteigen sollte. Dementsprechend r├╝ckten alle Piloten um einen Rang nach vorne. Burgermeister gewinnt von der Spitze aus Joel Burgermeister und Martin Aregger trennten sich im Zeittraining um genau sechs Tausendstel. Umgerechnet entspricht das 13.4cm Abstand nach 1250 m pro Runde, eine interessante Distanz┬ů. so gesehen war die Entscheidung absolut knapp. Im Rennen entwickelt sich dann ein gr├Âsserer Unterschied. Burgermeister gelangen in der Folge drei perfekte Starts, er setzte sich ab und sicherte sich einen praktisch uneinholbaren Vorsprung. Burgermeister machte auch in der Folge keine Fehler und r├Ąumte die Punkte auf eindr├╝ckliche Art ab. Dahinter passierte dann aber Einiges. Im ersten Lauf konnte Dario Santoro mithalten, er wurde Zweiter vor Martin Aregger, der vor allem am Start mit der Aussenlinie schlechte Karten hatte. Der Tony Kart Pilot Peter Kuster fuhr als Vierter vor Gino Tengg und Thomas Aregger sowie Leo Chirichello ein. Bemerkenswert die Aufholjagd von Dario de Simoi. Nach der technischen Kontrolle musste er vom letzten Platz starten und er schaffte das Kunstst├╝ck, sich um dreizehn Pl├Ątze zu verbessern. Den zweiten Start gewann zuerst Dario Santoro, doch Burgermeister war nicht weit dahinter, und er brauchte keinen langen Anlauf, um in F├╝hrung zu gehen. Jedesmal wenn Santoro die Gerade herauffuhr fummelte er am Auslassschieber rum und musste zuschauen, wie seine Gegner an Ihm vorbeifuhren. Zuerst Burgermeister, dann Aregger und sp├Ąter noch Kuster. Bei Gino Tengg war dann Schluss weil er selber zu schrauben begann und von Thomas Aregger und Leo Chirichiello geschnappt wurde. Dann der Final: Einmal mehr l├Âste sich Burgermeister von der Crashfalle und zog seine eigenen Kreise. Dahinter ging dann aber die Post ab. Vor allem Santoro wurde arg gebeutelt. In der dritten Kurve ereilte ihn ein Fl├╝chtigkeitsfehler, der ihn ans Ende der Rangliste sp├╝lte. Mit viel Aufwand und Engagement gelang Santoro nochmals die Fahrt bis auf Rang sechs. Hinter dem Leader Burgermeister wechselten Aregger und Kuster die Positionen, was sich bis Rennende nicht mehr ├Ąnderte. Das Podest hiess dann Burgermeister vor Kuster und Aregger, auf Platz vier Dario de Simoi. Gino Tengg, der den ganzen Lauf ├╝ber mit Auslassschieberproblemen k├Ąmpfte, musste noch Thomas Aregger und Marco Forrer vorbeilassen. Kollege Robin G├╝del musste mit dem 10. Platz zufrieden bleiben, weil er vor allem im zweiten Lauf in die Startkollision mit Ramona Jetzer verwickelt war. In eigener Sache Ihr fragt euch vielleicht wieso Karl Senti diesen Rennbericht geschrieben hat. Die Antwort ist ganz einfach - Doidolino hatte beim Abbau der Messestand-Infrastruktur an der ACHEMA in Frankfurt ein wenig Pech. Der Ungl├╝ckrabe hatte am Samstag-Abend einen Arbeitsunfall an der Hand erlitten und musste kurzfristig in Frankfurt ins Spital, statt nach Mir├ęcourt fahren zu k├Ânnen. Von dieser Stelle aus gute Besserung und bis bald. Aber man l├Ąsst die Kollegen und Sportler nicht h├Ąngen, und nach R├╝cksprache mit der karting.ch Redaktion wurde beschlossen, dass Senti den Bericht schreibt. Also dann bis zum Pfingstmontag, dann findet der zweite Renntag der Schweizer Kart Meisterschaft statt. Eine ausgezeichnete Startm├Âglichkeit bei den 125 Sport, f├╝r alle Club/Master und Challengepiloten. Die Ausschreibung l├Ąuft seit einigen Tagen und die Veranstalter w├╝rden sich auf rege Beteiligung der Rotax Piloten freuen. Zeigt was Ihr drauf habt. Es gr├╝sst euch euer tempor├Ąrer Kartingmitarbeiter Karl Senti Ranglisten Mini - Junior - Challenge - DD2 - Club/Master/Team