(do) Bereits steht das vierte Rennen der Saison auf dem Programm. Nachdem
die ersten drei Rennen allesamt in Biesheim stattfanden, sehen sich die Piloten
diesmal in Vesoul (Franche-Comté) mit einer neuen Herausforderung konfrontiert.
Devis Schwägli erobert sich bei Halbzeit mit einem starken Auftritt die Führung
in der Biland-Challenge zurück, gleichzeitig kommt es in der Rotax-Challenge nach
einer herausragenden Leistung von Ken Allemann zu einem Zusammenschluss an der
Spitze. Linus Nordström sorgt zudem nochmals für Spannung in der Rotax Club
Serie.
Rotax-Max
Challenge: Zusammenschluss an der Spitze
Nach drei turbulent verlaufenen Rennen in Biesheim präsentiert
sich die Rotax-Meisterschaft für viele überraschend mit Marco Blaser als
Tabellenleader. Die meistgenannten Favoriten Ken Allemann, Erich Sidler und
Antonio Ruggiero haben in Vesoul Gelegenheit, das Heft wieder selbst in die
Hand zu nehmen. Insbesondere Allemann und Ruggiero sind nach ihren
Final-Disqualifikationen bereits enorm unter Druck und dürfen sich keine
Ausrutscher mehr leisten. Für Spannung ist also zur Saison-Halbzeit gesorgt.
Zeitfahren
Rotax-Max Challenge:
Auf dem schnellen Berg- und Talkurs mit einer langen abschüssigen
Zielgeraden sowie einer ebenso steilen ansteigenden Gegenrampe ist die
Antriebs-Abstimmung von besonderer Bedeutung. Maic Schnüriger und Ken Allemann
scheinen den richtigen Griff in die Getriebekiste getan zu haben, qualifizieren
sie sich doch in 43.228 bzw. 43.323 sec überlegen für die erste Startreihe.
Dahinter lauern dicht gedrängt Nino Betschart (43.611), Marco Blaser (43.648),
Titelverteidiger Erich Sidler (43.674) und Collin Baumann (43.677).
Vorläufe
Rotax-Max Challenge:
Renn-Telegramm Vorlauf 1:
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Circuit
de la Vallée, Pusey/Vesoul (F)
|
Wetter:
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Leicht
bewölkt, 16 Grad
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13
Runden à 1.100 km = 14.300 km
|
Schnellste Runde:
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Allemann
in 43.397 (Rd 12), 91.251 km/h
|
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Leader:
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1-13
Allemann
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Zieleinlauf:
|
1.Allemann,
2.Schnüriger, 3.Betschart, 4.Blaser, 5.Baumann
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Ausfälle:
|
-
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Polesitter Maic Schnüriger und Ken Allemann katapultieren sich
nach Startfreigabe Rad an Rad über die Startgerade, doch Ken zögert den
Bremspunkt ein klein wenig mehr hinaus und presst sich als Leader in die erste
Kurve. Antonio Ruggiero und Maic Heutschi kollidieren in Kurve drei und müssen
mit grossem Rückstand ihre Ambitionen auf einen Spitzenplatz damit schon
frühzeitig begraben.
Schnüriger, Betschart, Blaser und Sidler hängen sich inzwischen
ans Heck des Führenden, somit umkreist ein dicht gedrängter Fünferpulk die
ersten Runden. Ab Turn drei sortiert sich das Feld dann auseinander, zuerst
müssen Sidler und Blaser, kurz danach auch Betschart die Spitze ziehen lassen.
Nur Maic Schnüriger vermag die Pace des CRG-Cracks mitzugehen, doch für einen
ernsthaften Angriff auf den Leader reicht es aufgrund des enorm hohen Tempos
des Führenden doch nicht mehr. Allemann holt sich also verdient den Sieg im
ersten Vorlauf. Erich Sidler hingegen fällt mit einem defekten Auslass-Ventil
gar noch bis auf den vorletzten Platz zurück. Somit läuft in diesem Rennen
alles für Allemann, der damit wieder Aufwind im Kampf um die Meisterschaft hat.
Renn-Telegramm Vorlauf 2:
|
Circuit
de la Vallée, Pusey/Vesoul (F)
|
Wetter:
|
Regen,
14 Grad
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|
13
Runden à 1.100 km = 14.300 km
|
Schnellste Runde:
|
Allemann
in 51.494 (Rd 5), 76.902 km/h
|
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Leader:
|
1-13
Allemann
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Zieleinlauf:
|
1.Allemann,
2.Betschart, 3.Schnüriger, 4.Blaser, 5.Carigiet
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Ausfälle:
|
Baumann
(dns), Sidler (Rd 13, Kollision)
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Wenige Minuten vor der Startfreigabe zum zweiten Vorlauf zieht ein
heftiger und unerwarteter Regenschauer über das Renngelände. Das Feld ist
innert kürzester Zeit gezwungen, die Karts von Slicks auf Regenbereifung
umzurüsten. Da in der Rotax-Challenge keine Ersatz-Chassis zugelassen sind,
bricht das nackte Chaos aus. Fieberhaft wechseln Mechaniker und Piloten noch in
der Startaufstellung die Räder und versuchen, wenigstens das nötigste
Regen-Setup vorzunehmen. Nicht allen Teams gelingt dies rechtzeitig bis zur
Startfreigabe, Colin Baumann beispielsweise muss Lauf zwei als Zuschauer
verfolgen. Erich Sidler, Nino Betschart und Antonio Ruggiero schaffen es trotz
Verspätung immerhin noch, sich in der zweiten Einführungsrunde hinten ans Feld
anzuhängen.
Rennleiter Roland Tschanz gibt den Start frei. Auf nun
überfluteter Piste demonstriert Ken Allemann eine meisterhafte
Fahrzeugbeherrschung. Bereits aus der Startrunde bringt der Romand einen
grossen Vorsprung auf das dezimierte Feld mit, den er in der Folge um bis zu
zwei Sekunden pro Runde auszubauen vermag. Ein überlegener Start-Ziel Sieg
belohnt Ken für die herausragende Leistung.
Hinter Allemann entbrennt derweil ein intensiver Kampf um Platz
zwei. In der Anfangsphase des Rennens liegen Maic Schnüriger, Marco Blaser und
Reto Carigiet auf den ersten Verfolgerplätzen, doch bald stösst von zuhinterst
ein fulminant aufdrehender Nino Betschart immer weiter nach vorne. Betschart
wirft bei den schwierigen Bedingungen seine ganze Routine in die Waagschale und
setzt sich zu Rennmitte bereits auf Platz zwei. Sofort vermag er seine Gegner
auch zu distanzieren und jagt in der Folge als ungefährdeter Zweiter hinter dem
entfesselt fahrenden Allemann um den Kurs. Schnüriger, Blaser und Carigiet
müssen sich mit den Plätzen drei bis fünf begnügen.
In der Préfinal-Wertung erobert sich Ken Allemann dank den beiden
souveränen Laufsiegen das Punktemaximum vor Maic Schnüriger, Nino Betschart und
Marco Blaser.
Final
Rotax-Max Challenge:
Renn-Telegramm Final:
|
Circuit
de la Vallée, Pusey/Vesoul (F)
|
Wetter:
|
Bewölkt,
16 Grad
|
|
19
Runden à 1.100 km = 20.900 km
|
Schnellste Runde:
|
Sidler
in 43.528 (Rd 15), 90.976 km/h
|
|
Leader:
|
1-3
Allemann, 4-9 Schnüriger, 10-19 Betschart
|
|
Zieleinlauf:
|
1.Betschart,
2.Allemann, 3.Schnüriger, 4.Sidler, 5.Blaser
|
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Ausfälle:
|
Kummer
(Rd 4), Heutschi (Rd 17, Motorschaden nach Kühlerbruch)
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Strafen:
|
-
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Nach den wetterbedingten Turbulenzen im zweiten Vorlauf
normalisiert sich die Lage wieder, inzwischen ist die Strecke weit gehend
abgetrocknet. Das Feld nimmt den Finallauf also wieder auf Slicks in Angriff.
Ken Allemann behauptet vorerst die Führung, doch Maic Schnüriger
zeigt sich von Beginn weg enorm aufsässig. Auch Nino Betschart vermag die Pace
der beiden nun mit zu gehen und hängt sich an Schnürigers Heck. Dahinter tut
sich rasch eine grössere Lücke zu Marco Blaser und Maic Heutschi auf. Der vom
Ende des Feldes gestartete Titelverteidiger Erich Sidler kämpft sich rasch
durchs Feld nach vorne und liegt in Runde drei bereits im Heck Heutschis und
Blasers. Kurze Zeit später ist auch diese Hürde geschafft und Sidler macht sich
auf die Verfolgung der inzwischen doch deutlich enteilten Spitzengruppe. Ob
Sidler den Rückstand wohl noch wettmachen kann?
Das Spitzentrio liefert einen elektrisierenden Kampf um den Sieg,
die Positionen wechseln zum Teil mehrmals pro Runde. Besonders Schnüriger
vermag sich auf der Zielgeraden jeweils wieder an seinen Gegnern vorbei zu
bremsen und scheint die grössten Chancen auf den Sieg zu haben. Doch ab
Rennhälfte nimmt Nino Betschart das Messer zwischen die Zähne und haut sich am
Ende der Geraden endgültig in Führung. Mit einer kämpferischen Fahrt behauptet
sich der Routinier gegen alle Attacken seiner Gegner.
Doch von hinten naht nun Gefahr durch den entfesselt fahrenden
Erich Sidler. Meter um Meter zoomt sich der aktuelle Meister mit Rekordrunden näher
ans kämpferische Spitzentrio heran, schliesslich gelingt es ihm, die Lücke zu
schliessen. Doch gleichzeitig ist das Rennende gekommen und Rennleiter Tschanz
winkt Betschart als jubelnden Finalsieger knapp vor Allemann, Schnüriger und
Sidler ab. Eine weitere Runde noch, und der Sieger hätte womöglich Erich Sidler
geheissen…. Was für ein packendes Rennen.
Ken Allemann macht die Meisterschaft mit der hohen Punkte-Ausbeute
des heutigen Tages nun also wieder spannend. Nach Abzug der Streichresultate
bleibt Marco Blaser zwar mit 262 Punkten noch Tabellenführer, doch Erich Sidler
(260) und Ken Allemann (257) liegen nun nur noch marginal zurück. Auch Maic
Schnüriger (255) und Nino Betschart (251) machen sich noch berechtigte
Hoffnungen auf den Titel, während Maic Heutschi (Motorschaden im Finale) und
Antonio Ruggiero nun doch deutlich zurückgebunden werden. Die Meisterschaft
präsentiert sich also bei Saisonhalbzeit enorm spannend, man kann sich also
bereits auf die verbleibenden drei Veranstaltungen in Autoreille, Levier und
Biesheim freuen.
Rotax-Max
Club: Nordström fordert Lüdi heraus
Nachdem sich nach den ersten drei Rennen in Biesheim Kevin Lüdi
als souveräner Leader herauskristallisiert hat, fordert ihn nun der von der
Rotax-Challenge in die Club-Serie hinübergewechselte Linus Nordström heraus.
Bereits in Biesheim liess Nordström seine Klasse aufblitzen. Kann er Lüdi noch
ernsthaft am Titelgewinn hindern?
Zeitfahren
Rotax-Max Club:
Linus Nordström zeigt wie schon in Biesheim erneut eine
eindrückliche Vorstellung und powert sich in 43.644 problemlos auf die Pole.
Felix Kälin und Kevin Lüdi umrunden den Kurs exakt zeitgleich in 43.848, doch
Kälin qualifiziert sich dank der schnelleren zweitbesten Runde für die Frontreihe.
Neben Lüdi startet Marcel Möckli (44.454) auf Platz vier ebenfalls aus
Startreihe zwei.
Vorläufe
Rotax-Max Club:
Renn-Telegramm Vorlauf 1:
|
Circuit
de la Vallée, Pusey/Vesoul (F)
|
Wetter:
|
Leicht
bewölkt, 16 Grad
|
|
13
Runden à 1.100 km = 14.300 km
|
Schnellste Runde:
|
Nordström
in 43.649 (Rd 13), 90.724 km/h
|
|
Leader:
|
1-13
Nordström
|
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Zieleinlauf:
|
1.Nordström,
2.Kälin, 3.Lüdi, 4.Möckli, 5.Santoro
|
|
Ausfälle:
|
-
|
|
|
|
|
|
Der Start zum ersten Rennen gelingt reibungslos, Polesitter Linus
Nordström behauptet die Führung auch nach dem Startgerangel. Nordström legt
gleich eine enorm hohe Pace vor, der schliesslich nur noch Felix Kälin zu
folgen vermag. Kevin Lüdi muss den Kontakt zur Spitze schon bald abreissen
lassen und umrundet den Kurs in der Folge allein fahrend auf Platz drei. Marcel
Möckli und der bereits erstaunlich schnelle Newcomer Dario Santoro folgen auf
den nächsten Plätzen.
Die Zuschauer verfolgen unterdessen gebannt das Spitzenduell
zwischen Nordström und Kälin. Der Wilener Kälin versucht mehrmals, sich an seinem
Gegner vorbei zu pressen, doch dieser wehrt alle Angriffe erfolgreich ab. Somit
winkt Rennleiter Roland Tschanz den jungen Top-Kart Fahrer aus Oberwil
schliesslich als verdienten Sieger ab, Kälin muss sich mit Platz zwei begnügen.
Renn-Telegramm Vorlauf 2:
|
Circuit
de la Vallée, Pusey/Vesoul (F)
|
Wetter:
|
Stark
bewölkt, erste Regentropfen, 14 Grad
|
|
13
Runden à 1.100 km = 14.300 km
|
Schnellste Runde:
|
Nordström
in 44.857 (Rd 5), 88.281 km/h
|
|
Leader:
|
1-13
Nordström
|
|
Zieleinlauf:
|
1.Nordström,
2.Santoro, 3.Möckli, 4.Schweizer, 5.Kälin
|
|
Ausfälle:
|
-
|
|
|
|
|
|
Beim Start zum zweiten Vorlauf hängen dunkle Regenwolken drohend
über dem Gelände, bereits fallen die ersten Tropfen. Noch ist die Piste jedoch
vorwiegend trocken, trotzdem entschliessen sich Kevin Lüdi und Felix Kälin
dazu, Regenbereifung aufzuziehen. Diese Entscheidung sollte sich im Nachhinein
jedoch als die falsche erweisen und Lüdi sowie Kälin aller Chancen im Kampf um
den Sieg berauben.
Beim Fallen der Startflagge katapultiert sich Linus Nordström
erneut in Front, dahinter quälen sich Lüdi und Kälin auf trockener Piste mit
ihren regenbereiften Karts ab. Nordström ist es damit ein Leichtes, sich gleich
an der Spitze aus dem Staub zu machen. Kälin und insbesondere Lüdi fallen Platz
um Platz zurück, dafür rücken Dario Santoro, Marcel Möckli und Emil Schweizer
nach vorne. Santoro jubelt schliesslich hinter Nordström über Platz zwei, mit
etwas Abstand erreichen Möckli und Schweizer das Ziel. Kälin behauptet sich
immerhin noch auf Platz fünf und sichert sich damit hinter Nordström Platz zwei
in der Préfinal-Addition (Summe der beiden Vorläufe). Möckli, Santoro,
Schweizer und Lüdi holen sich die nächsten Punkte.
Final
Rotax-Max Club:
Renn-Telegramm Final:
|
Circuit
de la Vallée, Pusey/Vesoul
(F)
|
Wetter:
|
Bewölkt,
abtrocknende Piste, 16 Grad
|
|
19
Runden à 1.100 km = 20.900 km
|
Schnellste Runde:
|
Nordström
in 44.045 (Rd 14), 89.908 km/h
|
|
Leader:
|
1-19
Nordström
|
|
Zieleinlauf:
|
1.Nordström,
2.Lüdi, 3.Michel, 4.Sultani, 5.Möckli
|
|
Ausfälle:
|
Schweizer,
Ruflin, Richard, Meier, Santoro, Kälin
|
|
Strafen:
|
-
|
|
|
|
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|
Nach dem missglückten Poker in Vorlauf zwei startet trotz noch
leicht feuchter Piste nun wieder das gesamte Feld auf Trockenreifen. Nordström
powert vorne in der gewohnten Manier davon, dahinter verursacht Marcel Möckli
nach Dreher (leicht angestossen von Kevin Lüdi) eine Massenkollision. Während
Beat Ruflin das Rennen sofort ganz aufgeben muss, können Andreas Michel, Röbi
Kölliker, Marcel Möckli, Emil Morf und Oli Richard das Rennen nochmals
aufnehmen. Das Feld wird durch den Zwischenfall jedoch bereits zu Beginn völlig
auseinandergerissen, damit ist bereits eine Vorentscheidung gefallen.
Nordström umrundet den Kurs weit voraus fahrend ungefährdet,
dahinter muss sich Kevin Lüdi zuerst gegen Dario Santoro erwehren. Der junge
Newcomer aus Oberglatt vermag aber im weiteren Rennverlauf die Pace des
Meisterschaftsleaders doch nicht mehr ganz mit zu gehen und begnügt sich mit
Position drei. Doch auch diese ist mit zunehmender Renndauer plötzlich
gefährdet. Von hinten naht nun Felix Kälin, der Santoro den letzten Podestplatz
streitig machen will. Bald entbrennt ein Duell zwischen den beiden, doch
schliesslich gehen beide nach einem Dreher bzw. Kollision leer aus. Andreas
Michel erbt somit unerwartet noch Platz drei und steigt damit erstmals aufs
Podest. Frank Sultani, Marcel Möckli und Röbi Kölliker erkämpfen sich die
Plätze vier bis sechs.
Mit der heutigen makellosen Darbietung rückt Linus Nordström in
der Gesamtmeisterschaft bereits gleichauf mit Felix Kälin auf Platz zwei vor
(je 256 Punkte). Als souveräner Leader grüsst noch immer Kevin Lüdi mit 285
Zählern. Doch noch stehen drei Rennen aus, und sollte Linus Nordström seine
jetzige Form beibehalten können, dürfte die Meisterschaft doch noch einmal
spannend werden!
Biland
Challenge: Schwägli löst Grütter an der Tabellenspitze ab
Nach den drei Startrennen in Biesheim reist Thomas Grütter als
Tabellenführer in die Franche Comté. Die coupierte, jedoch schnelle Piste
fordert eine völlig unterschiedliche Chassis-Abstimmung. Kann sich Grütter auch
in Vesoul gegen die Angriffe seiner Gegner behaupten, oder schafft Devis
Schwägli mit einer weiteren Formsteigerung wieder den Sprung an die
Tabellenspitze?
Zeitfahren
Biland Challenge:
Devis Schwägli kann die bereits im letzten Rennen angedeutete
Formsteigerung auch in Vesoul umsetzen. Seine schnellste Runde im Zeitfahren
(43.018) reicht für die Pole, dahinter qualifiziert sich mit 43.115 der
überraschend stark auftrumpfende Deutsche Lukas Kuhn erstmals für Startreihe
eins. Aus Reihe zwei starten Peter Kuster (43.288) und Roland Mosberger
(43.310), während Leader Thomas Grütter und Marco Muster mit Startreihe drei
vorlieb nehmen müssen.
Vorläufe
Biland Challenge:
Renn-Telegramm Vorlauf 1:
|
Circuit
de la Vallée, Pusey/Vesoul (F)
|
Wetter:
|
Leicht
bewölkt, 16 Grad
|
|
13
Runden à 1.100 km = 14.300 km
|
Schnellste Runde:
|
Schwägli
in 42.741 (Rd 12), 92.651 km/h
|
|
Leader:
|
1-13
Schwägli
|
|
Zieleinlauf:
|
1.Schwägli,
2.Kuhn, 3.Kuster, 4.Sturges, 5.Mosberger
|
|
Ausfälle:
|
-
|
|
|
|
|
|
Der Start zum ersten Vorlauf gelingt reibungslos. Polesitter Devis
Schwägli legt gleich ein horrendes Tempodiktat vor, dem nur gerade Peter Kuster
und Lukas Kuhn kurzfristig zu folgen vermögen. Bald schon setzt sich der junge
Wiedlisbacher jedoch auch von seinen letzten verbleibenden Gegnern ab und holt
sich einen eindrücklichen Start-Ziel Sieg.
Hinter Schwägli entbrennt ein intensives Duell um Position zwei.
Kuhn lanciert Angriff um Angriff auf Kuster, doch vorerst ohne Erfolg. Der
Tony-Pilot aus Cornol wehrt geschickt sämtliche Attacken ab und scheint Platz
zwei ins Ziel retten zu können, doch in der letzten Runde presst sich Kuhn auf
der letzten Rille doch noch an Kuster vorbei.
Mit etwas mehr Abstand erreichen Mark Sturges, Roland Mosberger,
Marco Muster, Thomas Grütter und Sven Müller das Ziel auf den Plätzen vier bis
acht.
Renn-Telegramm Vorlauf 2:
|
Circuit
de la Vallée, Pusey/Vesoul (F)
|
Wetter:
|
Stark
bewölkt, windig, 15 Grad
|
|
13
Runden à 1.100 km = 14.300 km
|
Schnellste Runde:
|
Schwägli
in 43.199 (Rd 4), 91.669 km/h
|
|
Leader:
|
1-13
Schwägli
|
|
Zieleinlauf:
|
1.Schwägli,
2.Sturges, 3.Kuhn, 4.Muster, 5.Grütter
|
|
Ausfälle:
|
Kuster
(Rd 7, Chassisbruch)
|
|
|
|
|
|
Drohend hängen nun dunkle Regenwolken über Vesoul, doch vorerst
halten die Wolken noch dicht. Das Feld geht denn auch geschlossen auf Slicks
ins zweite Rennen.
Wieder ist es Devis Schwägli, der sich mit hoher Anfangspace
gleich vom Verfolgerfeld abzusetzen vermag. Peter Kuster folgt mit Abstand als
erster Verfolger nach, dahinter duellieren sich Thomas Mosberger, Lukas Kuhn
und Mark Sturges. Insbesondere Sturges und Kuhn halten die Zuschauer mit
sehenswerten Fights am Ende der Zielgeraden bei Laune und vermögen Mosberger
nun hinter sich zu halten.
Mittlerweile scheinen die Positionen mehr oder weniger bezogen zu
sein, doch zu Rennmitte ereilt das Pech Peter Kuster. Am Ende der Zielgeraden
trudelt sein Tony-Kart mit Aufhängungsbruch ins Kiesbett, Kuster scheidet damit
auf aussichtsreicher Position unglücklich aus dem Rennen aus. Kuhn und Sturges
profitieren und liegen nun plötzlich auf den ersten Verfolgerplätzen hinter
Schwägli. Dies scheint den Ehrgeiz bei Mark Sturges nochmals anzustacheln und
mit einer kämpferischen Schlussphase verweist er Kuhn am Ende noch auf Platz
zwei. Muster, Grütter und Müller folgen auf den nächsten Plätzen nach.
Mit den beiden Laufsiegen bucht Devis Schwägli das Punktemaximum
von 25 Zählern im Préfinale und setzt sich damit vor Thomas Grütter bereits
wieder an die Tabellenspitze. Doch noch steht das abschliessende Finale aus.
Wird Schwägli die Leaderposition verteidigen können?
Final
Biland Challenge:
Renn-Telegramm Final:
|
Circuit
de la Vallée, Pusey/Vesoul (F)
|
Wetter:
|
Abziehender
Regenschauer, 16 Grad
|
|
19
Runden à 1.100 km = 20.900 km
|
Schnellste Runde:
|
Kuster
in 47.462 (Rd 18), 83.435 km/h
|
|
Leader:
|
1-19
Sturges
|
|
Zieleinlauf:
|
1.Sturges,
2.Grütter, 3.Kuhn, 4.Schwägli, 5.Morel
|
|
Ausfälle:
|
Berger
(Rd 2)
|
|
Strafen:
|
-
|
|
|
|
|
|
In der Zwischenzeit ist ein intensiver Regenschauer über der
Strecke niedergegangen und die Piste ist trotz erneut durchscheinenden
Sonnenstrahlen noch weit gehend nass. Das Feld geht das Finalrennen denn auch
mehrheitlich auf Regenreifen an, lediglich Peter Kuster riskiert einen Einsatz
auf Slicks. Dies sollte sich jedoch nicht auszahlen, zu spät trocknet die
Ideallinie ab.
In der Einführungsrunde dreht sich Polesetter Devis Schwägli, doch
mit viel Glück vermag er sich noch rechtzeitig wieder auf Startplatz eins
zurück zu kämpfen. Das Rennen kann also mit der angestammten Startaufstellung
begonnen werden.
Mark Sturges scheint mit den schwierigen Bedingungen am Besten zurecht
zu kommen. Bereits in der ersten Kurve setzt er sich gegen alle seine Gegner
durch und legt gleich einen Sicherheitsabstand zwischen sich und das Feld. Am
Ende bejubelt Sturges seinen ersten Sieg in der Biland-Challenge. Auch Thomas
Grütter fühlt sich auf nasser Piste sichtlich wohl und folgt auf der ersten
Verfolgerposition nach. Doch auch Lukas Kuhn und Marco Muster wollen vorne
mittun und drängen von hinten aggressiv nach. Devis Schwägli hingegen tut sich
nun etwas schwerer und wird bald auf Position fünf zurückgereicht.
Kuhn und Muster kommen nun immer besser in Fahrt und bedrängen
Grütter auf Platz zwei. In Runde fünf gelingt den beiden schliesslich das
Überholmanöver. Doch Grütter gibt nicht auf und hängt sich an die beiden an.
Rundenlang dreht das Feld nun auf diesen Positionen seine Runden, mehr
Aufregung sollte sich erst wieder gegen Rennende zeigen: Marco Muster scheint
plötzlich Schwierigkeiten mit seinem Kart zu haben, jedenfalls verschlechtern
sich seine Rundenzeiten. Devis Schwägli rückt nun wieder rasch näher und
schliesst drei Runden vor Schluss gänzlich auf. Muster macht sich nun mächtig
breit, um das Überholmanöver zu verhindern, doch dabei rutscht ihm Schwägli
beim Anbremsen von Kurve drei ins Heck. Muster dreht sich ins Aus und hadert
mit dem Schicksal. Schwägli kann im Rennen bleiben und holt sich mit Platz vier
gerade noch ausreichend Punkte, um die Tabellenführung zu behalten.
Die Tabelle präsentiert sich nach vier Rennen also wie folgt
(Streichresultate bereits abgezogen): Devis Schwägli führt mit 128 Punkten
knapp vor Thomas Grütter (124). Mit grösserem Abstand folgen Roland Mosberger
(91), Marco Muster (90), Marc Sturges (88) und Peter Kuster (85) auf den
nächsten Plätzen. Die Meisterschaft ist dank des Duells zwischen Devis Schwägli
und Thomas Grütter also weiterhin sehr spannend.
Schlussbemerkung
Mit dem Fallen der Zielflaggen in Vesoul haben die Biland- und
Rotax-Serien nun die Halbzeit der Saison erreicht. Sowohl die Rotax Max
Challenge als auch die Biland Challenge sind weiterhin sehr umstritten, ein
Besuch der nächsten Rennveranstaltungen lohnt sich also in jedem Fall, die
tolle Show der Piloten verdient zudem einen grösseren Publikumsaufmarsch. Also
auf nach Autoreille, Levier oder Biesheim!
Herzlichen Dank an die Organisatoren um Rolf Carigiet und sein
Team, das uns in Zusammenarbeit mit dem Karting Club Thun-Oberland als
Veranstalter der Deutschschweizer Challenge in Vesoul erneut eine tolle
Rennveranstaltung in schon gewohnt souveräner Manier vorbereitet und durchgeführt
hat.
Bis zum nächsten Rennen!
Euer Doidolino
doidolino@karting.ch