Mittwoch, 23.5.2012
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4. Renntag Rotax Max Challenge / Biland Challenge, Vesoul (F), 20. Juni 2004

(do) Bereits steht das vierte Rennen der Saison auf dem Programm. Nachdem die ersten drei Rennen allesamt in Biesheim stattfanden, sehen sich die Piloten diesmal in Vesoul (Franche-Comté) mit einer neuen Herausforderung konfrontiert. Devis Schwägli erobert sich bei Halbzeit mit einem starken Auftritt die Führung in der Biland-Challenge zurück, gleichzeitig kommt es in der Rotax-Challenge nach einer herausragenden Leistung von Ken Allemann zu einem Zusammenschluss an der Spitze. Linus Nordström sorgt zudem nochmals für Spannung in der Rotax Club Serie.

 

Rotax-Max Challenge: Zusammenschluss an der Spitze

Nach drei turbulent verlaufenen Rennen in Biesheim präsentiert sich die Rotax-Meisterschaft für viele überraschend mit Marco Blaser als Tabellenleader. Die meistgenannten Favoriten Ken Allemann, Erich Sidler und Antonio Ruggiero haben in Vesoul Gelegenheit, das Heft wieder selbst in die Hand zu nehmen. Insbesondere Allemann und Ruggiero sind nach ihren Final-Disqualifikationen bereits enorm unter Druck und dürfen sich keine Ausrutscher mehr leisten. Für Spannung ist also zur Saison-Halbzeit gesorgt.

Zeitfahren Rotax-Max Challenge:  

Auf dem schnellen Berg- und Talkurs mit einer langen abschüssigen Zielgeraden sowie einer ebenso steilen ansteigenden Gegenrampe ist die Antriebs-Abstimmung von besonderer Bedeutung. Maic Schnüriger und Ken Allemann scheinen den richtigen Griff in die Getriebekiste getan zu haben, qualifizieren sie sich doch in 43.228 bzw. 43.323 sec überlegen für die erste Startreihe. Dahinter lauern dicht gedrängt Nino Betschart (43.611), Marco Blaser (43.648), Titelverteidiger Erich Sidler (43.674) und Collin Baumann (43.677).

Vorläufe Rotax-Max Challenge: 

Renn-Telegramm Vorlauf 1:

Circuit de la Vallée, Pusey/Vesoul (F)

Wetter:

Leicht bewölkt, 16 Grad

13 Runden à 1.100 km = 14.300 km

Schnellste Runde:

Allemann in 43.397 (Rd 12), 91.251 km/h

Leader:

1-13 Allemann

Zieleinlauf:

1.Allemann, 2.Schnüriger, 3.Betschart, 4.Blaser, 5.Baumann

Ausfälle:

-

 

 

 

 

Polesitter Maic Schnüriger und Ken Allemann katapultieren sich nach Startfreigabe Rad an Rad über die Startgerade, doch Ken zögert den Bremspunkt ein klein wenig mehr hinaus und presst sich als Leader in die erste Kurve. Antonio Ruggiero und Maic Heutschi kollidieren in Kurve drei und müssen mit grossem Rückstand ihre Ambitionen auf einen Spitzenplatz damit schon frühzeitig begraben.

Schnüriger, Betschart, Blaser und Sidler hängen sich inzwischen ans Heck des Führenden, somit umkreist ein dicht gedrängter Fünferpulk die ersten Runden. Ab Turn drei sortiert sich das Feld dann auseinander, zuerst müssen Sidler und Blaser, kurz danach auch Betschart die Spitze ziehen lassen. Nur Maic Schnüriger vermag die Pace des CRG-Cracks mitzugehen, doch für einen ernsthaften Angriff auf den Leader reicht es aufgrund des enorm hohen Tempos des Führenden doch nicht mehr. Allemann holt sich also verdient den Sieg im ersten Vorlauf. Erich Sidler hingegen fällt mit einem defekten Auslass-Ventil gar noch bis auf den vorletzten Platz zurück. Somit läuft in diesem Rennen alles für Allemann, der damit wieder Aufwind im Kampf um die Meisterschaft hat.

Renn-Telegramm Vorlauf 2:

Circuit de la Vallée, Pusey/Vesoul (F)

Wetter:

Regen, 14 Grad

13 Runden à 1.100 km = 14.300 km

Schnellste Runde:

Allemann in 51.494 (Rd 5), 76.902 km/h

Leader:

1-13 Allemann

Zieleinlauf:

1.Allemann, 2.Betschart, 3.Schnüriger, 4.Blaser, 5.Carigiet

Ausfälle:

Baumann (dns), Sidler (Rd 13, Kollision)

 

 

 

 

Wenige Minuten vor der Startfreigabe zum zweiten Vorlauf zieht ein heftiger und unerwarteter Regenschauer über das Renngelände. Das Feld ist innert kürzester Zeit gezwungen, die Karts von Slicks auf Regenbereifung umzurüsten. Da in der Rotax-Challenge keine Ersatz-Chassis zugelassen sind, bricht das nackte Chaos aus. Fieberhaft wechseln Mechaniker und Piloten noch in der Startaufstellung die Räder und versuchen, wenigstens das nötigste Regen-Setup vorzunehmen. Nicht allen Teams gelingt dies rechtzeitig bis zur Startfreigabe, Colin Baumann beispielsweise muss Lauf zwei als Zuschauer verfolgen. Erich Sidler, Nino Betschart und Antonio Ruggiero schaffen es trotz Verspätung immerhin noch, sich in der zweiten Einführungsrunde hinten ans Feld anzuhängen.

Rennleiter Roland Tschanz gibt den Start frei. Auf nun überfluteter Piste demonstriert Ken Allemann eine meisterhafte Fahrzeugbeherrschung. Bereits aus der Startrunde bringt der Romand einen grossen Vorsprung auf das dezimierte Feld mit, den er in der Folge um bis zu zwei Sekunden pro Runde auszubauen vermag. Ein überlegener Start-Ziel Sieg belohnt Ken für die herausragende Leistung.

Hinter Allemann entbrennt derweil ein intensiver Kampf um Platz zwei. In der Anfangsphase des Rennens liegen Maic Schnüriger, Marco Blaser und Reto Carigiet auf den ersten Verfolgerplätzen, doch bald stösst von zuhinterst ein fulminant aufdrehender Nino Betschart immer weiter nach vorne. Betschart wirft bei den schwierigen Bedingungen seine ganze Routine in die Waagschale und setzt sich zu Rennmitte bereits auf Platz zwei. Sofort vermag er seine Gegner auch zu distanzieren und jagt in der Folge als ungefährdeter Zweiter hinter dem entfesselt fahrenden Allemann um den Kurs. Schnüriger, Blaser und Carigiet müssen sich mit den Plätzen drei bis fünf begnügen.

In der Préfinal-Wertung erobert sich Ken Allemann dank den beiden souveränen Laufsiegen das Punktemaximum vor Maic Schnüriger, Nino Betschart und Marco Blaser.

Final Rotax-Max Challenge: 

Renn-Telegramm Final:

Circuit de la Vallée, Pusey/Vesoul (F)

Wetter:

Bewölkt, 16 Grad

19 Runden à 1.100 km = 20.900 km

Schnellste Runde:

Sidler in 43.528 (Rd 15), 90.976 km/h

Leader:

1-3 Allemann, 4-9 Schnüriger, 10-19 Betschart

Zieleinlauf:

1.Betschart, 2.Allemann, 3.Schnüriger, 4.Sidler, 5.Blaser

Ausfälle:

Kummer (Rd 4), Heutschi (Rd 17, Motorschaden nach Kühlerbruch)

Strafen:

 -

 

 

 

 

Nach den wetterbedingten Turbulenzen im zweiten Vorlauf normalisiert sich die Lage wieder, inzwischen ist die Strecke weit gehend abgetrocknet. Das Feld nimmt den Finallauf also wieder auf Slicks in Angriff.

Ken Allemann behauptet vorerst die Führung, doch Maic Schnüriger zeigt sich von Beginn weg enorm aufsässig. Auch Nino Betschart vermag die Pace der beiden nun mit zu gehen und hängt sich an Schnürigers Heck. Dahinter tut sich rasch eine grössere Lücke zu Marco Blaser und Maic Heutschi auf. Der vom Ende des Feldes gestartete Titelverteidiger Erich Sidler kämpft sich rasch durchs Feld nach vorne und liegt in Runde drei bereits im Heck Heutschis und Blasers. Kurze Zeit später ist auch diese Hürde geschafft und Sidler macht sich auf die Verfolgung der inzwischen doch deutlich enteilten Spitzengruppe. Ob Sidler den Rückstand wohl noch wettmachen kann?

Das Spitzentrio liefert einen elektrisierenden Kampf um den Sieg, die Positionen wechseln zum Teil mehrmals pro Runde. Besonders Schnüriger vermag sich auf der Zielgeraden jeweils wieder an seinen Gegnern vorbei zu bremsen und scheint die grössten Chancen auf den Sieg zu haben. Doch ab Rennhälfte nimmt Nino Betschart das Messer zwischen die Zähne und haut sich am Ende der Geraden endgültig in Führung. Mit einer kämpferischen Fahrt behauptet sich der Routinier gegen alle Attacken seiner Gegner.

Doch von hinten naht nun Gefahr durch den entfesselt fahrenden Erich Sidler. Meter um Meter zoomt sich der aktuelle Meister mit Rekordrunden näher ans kämpferische Spitzentrio heran, schliesslich gelingt es ihm, die Lücke zu schliessen. Doch gleichzeitig ist das Rennende gekommen und Rennleiter Tschanz winkt Betschart als jubelnden Finalsieger knapp vor Allemann, Schnüriger und Sidler ab. Eine weitere Runde noch, und der Sieger hätte womöglich Erich Sidler geheissen…. Was für ein packendes Rennen.

Ken Allemann macht die Meisterschaft mit der hohen Punkte-Ausbeute des heutigen Tages nun also wieder spannend. Nach Abzug der Streichresultate bleibt Marco Blaser zwar mit 262 Punkten noch Tabellenführer, doch Erich Sidler (260) und Ken Allemann (257) liegen nun nur noch marginal zurück. Auch Maic Schnüriger (255) und Nino Betschart (251) machen sich noch berechtigte Hoffnungen auf den Titel, während Maic Heutschi (Motorschaden im Finale) und Antonio Ruggiero nun doch deutlich zurückgebunden werden. Die Meisterschaft präsentiert sich also bei Saisonhalbzeit enorm spannend, man kann sich also bereits auf die verbleibenden drei Veranstaltungen in Autoreille, Levier und Biesheim freuen.

 

Rotax-Max Club:  Nordström fordert Lüdi heraus

Nachdem sich nach den ersten drei Rennen in Biesheim Kevin Lüdi als souveräner Leader herauskristallisiert hat, fordert ihn nun der von der Rotax-Challenge in die Club-Serie hinübergewechselte Linus Nordström heraus. Bereits in Biesheim liess Nordström seine Klasse aufblitzen. Kann er Lüdi noch ernsthaft am Titelgewinn hindern?

Zeitfahren Rotax-Max Club:  

Linus Nordström zeigt wie schon in Biesheim erneut eine eindrückliche Vorstellung und powert sich in 43.644 problemlos auf die Pole. Felix Kälin und Kevin Lüdi umrunden den Kurs exakt zeitgleich in 43.848, doch Kälin qualifiziert sich dank der schnelleren zweitbesten Runde für die Frontreihe. Neben Lüdi startet Marcel Möckli (44.454) auf Platz vier ebenfalls aus Startreihe zwei.

Vorläufe Rotax-Max Club: 

Renn-Telegramm Vorlauf 1:

Circuit de la Vallée, Pusey/Vesoul (F)

Wetter:

Leicht bewölkt, 16 Grad

13 Runden à 1.100 km = 14.300 km

Schnellste Runde:

Nordström in 43.649 (Rd 13), 90.724 km/h

Leader:

1-13 Nordström

Zieleinlauf:

1.Nordström, 2.Kälin, 3.Lüdi, 4.Möckli, 5.Santoro

Ausfälle:

-

 

 

 

 

Der Start zum ersten Rennen gelingt reibungslos, Polesitter Linus Nordström behauptet die Führung auch nach dem Startgerangel. Nordström legt gleich eine enorm hohe Pace vor, der schliesslich nur noch Felix Kälin zu folgen vermag. Kevin Lüdi muss den Kontakt zur Spitze schon bald abreissen lassen und umrundet den Kurs in der Folge allein fahrend auf Platz drei. Marcel Möckli und der bereits erstaunlich schnelle Newcomer Dario Santoro folgen auf den nächsten Plätzen.

Die Zuschauer verfolgen unterdessen gebannt das Spitzenduell zwischen Nordström und Kälin. Der Wilener Kälin versucht mehrmals, sich an seinem Gegner vorbei zu pressen, doch dieser wehrt alle Angriffe erfolgreich ab. Somit winkt Rennleiter Roland Tschanz den jungen Top-Kart Fahrer aus Oberwil schliesslich als verdienten Sieger ab, Kälin muss sich mit Platz zwei begnügen.

Renn-Telegramm Vorlauf 2:

Circuit de la Vallée, Pusey/Vesoul (F)

Wetter:

Stark bewölkt, erste Regentropfen, 14 Grad

13 Runden à 1.100 km = 14.300 km

Schnellste Runde:

Nordström in 44.857 (Rd 5), 88.281 km/h

Leader:

1-13 Nordström

Zieleinlauf:

1.Nordström, 2.Santoro, 3.Möckli, 4.Schweizer, 5.Kälin

Ausfälle:

-

 

 

 

 

Beim Start zum zweiten Vorlauf hängen dunkle Regenwolken drohend über dem Gelände, bereits fallen die ersten Tropfen. Noch ist die Piste jedoch vorwiegend trocken, trotzdem entschliessen sich Kevin Lüdi und Felix Kälin dazu, Regenbereifung aufzuziehen. Diese Entscheidung sollte sich im Nachhinein jedoch als die falsche erweisen und Lüdi sowie Kälin aller Chancen im Kampf um den Sieg berauben.

Beim Fallen der Startflagge katapultiert sich Linus Nordström erneut in Front, dahinter quälen sich Lüdi und Kälin auf trockener Piste mit ihren regenbereiften Karts ab. Nordström ist es damit ein Leichtes, sich gleich an der Spitze aus dem Staub zu machen. Kälin und insbesondere Lüdi fallen Platz um Platz zurück, dafür rücken Dario Santoro, Marcel Möckli und Emil Schweizer nach vorne. Santoro jubelt schliesslich hinter Nordström über Platz zwei, mit etwas Abstand erreichen Möckli und Schweizer das Ziel. Kälin behauptet sich immerhin noch auf Platz fünf und sichert sich damit hinter Nordström Platz zwei in der Préfinal-Addition (Summe der beiden Vorläufe). Möckli, Santoro, Schweizer und Lüdi holen sich die nächsten Punkte.

Final Rotax-Max Club: 

Renn-Telegramm Final:

Circuit de la Vallée, Pusey/Vesoul (F)

Wetter:

Bewölkt, abtrocknende Piste, 16 Grad

19 Runden à 1.100 km = 20.900 km

Schnellste Runde:

Nordström in 44.045 (Rd 14), 89.908 km/h

Leader:

1-19 Nordström

Zieleinlauf:

1.Nordström, 2.Lüdi, 3.Michel, 4.Sultani, 5.Möckli

Ausfälle:

Schweizer, Ruflin, Richard, Meier, Santoro, Kälin

Strafen:

 -

 

 

 

 

Nach dem missglückten Poker in Vorlauf zwei startet trotz noch leicht feuchter Piste nun wieder das gesamte Feld auf Trockenreifen. Nordström powert vorne in der gewohnten Manier davon, dahinter verursacht Marcel Möckli nach Dreher (leicht angestossen von Kevin Lüdi) eine Massenkollision. Während Beat Ruflin das Rennen sofort ganz aufgeben muss, können Andreas Michel, Röbi Kölliker, Marcel Möckli, Emil Morf und Oli Richard das Rennen nochmals aufnehmen. Das Feld wird durch den Zwischenfall jedoch bereits zu Beginn völlig auseinandergerissen, damit ist bereits eine Vorentscheidung gefallen.

Nordström umrundet den Kurs weit voraus fahrend ungefährdet, dahinter muss sich Kevin Lüdi zuerst gegen Dario Santoro erwehren. Der junge Newcomer aus Oberglatt vermag aber im weiteren Rennverlauf die Pace des Meisterschaftsleaders doch nicht mehr ganz mit zu gehen und begnügt sich mit Position drei. Doch auch diese ist mit zunehmender Renndauer plötzlich gefährdet. Von hinten naht nun Felix Kälin, der Santoro den letzten Podestplatz streitig machen will. Bald entbrennt ein Duell zwischen den beiden, doch schliesslich gehen beide nach einem Dreher bzw. Kollision leer aus. Andreas Michel erbt somit unerwartet noch Platz drei und steigt damit erstmals aufs Podest. Frank Sultani, Marcel Möckli und Röbi Kölliker erkämpfen sich die Plätze vier bis sechs.

Mit der heutigen makellosen Darbietung rückt Linus Nordström in der Gesamtmeisterschaft bereits gleichauf mit Felix Kälin auf Platz zwei vor (je 256 Punkte). Als souveräner Leader grüsst noch immer Kevin Lüdi mit 285 Zählern. Doch noch stehen drei Rennen aus, und sollte Linus Nordström seine jetzige Form beibehalten können, dürfte die Meisterschaft doch noch einmal spannend werden!

 

Biland Challenge: Schwägli löst Grütter an der Tabellenspitze ab

Nach den drei Startrennen in Biesheim reist Thomas Grütter als Tabellenführer in die Franche Comté. Die coupierte, jedoch schnelle Piste fordert eine völlig unterschiedliche Chassis-Abstimmung. Kann sich Grütter auch in Vesoul gegen die Angriffe seiner Gegner behaupten, oder schafft Devis Schwägli mit einer weiteren Formsteigerung wieder den Sprung an die Tabellenspitze?

Zeitfahren Biland Challenge:  

Devis Schwägli kann die bereits im letzten Rennen angedeutete Formsteigerung auch in Vesoul umsetzen. Seine schnellste Runde im Zeitfahren (43.018) reicht für die Pole, dahinter qualifiziert sich mit 43.115 der überraschend stark auftrumpfende Deutsche Lukas Kuhn erstmals für Startreihe eins. Aus Reihe zwei starten Peter Kuster (43.288) und Roland Mosberger (43.310), während Leader Thomas Grütter und Marco Muster mit Startreihe drei vorlieb nehmen müssen.

Vorläufe Biland Challenge: 

Renn-Telegramm Vorlauf 1:

Circuit de la Vallée, Pusey/Vesoul (F)

Wetter:

Leicht bewölkt, 16 Grad

13 Runden à 1.100 km = 14.300 km

Schnellste Runde:

Schwägli in 42.741 (Rd 12), 92.651 km/h

Leader:

1-13 Schwägli

Zieleinlauf:

1.Schwägli, 2.Kuhn, 3.Kuster, 4.Sturges, 5.Mosberger

Ausfälle:

-

 

 

 

 

Der Start zum ersten Vorlauf gelingt reibungslos. Polesitter Devis Schwägli legt gleich ein horrendes Tempodiktat vor, dem nur gerade Peter Kuster und Lukas Kuhn kurzfristig zu folgen vermögen. Bald schon setzt sich der junge Wiedlisbacher jedoch auch von seinen letzten verbleibenden Gegnern ab und holt sich einen eindrücklichen Start-Ziel Sieg.

Hinter Schwägli entbrennt ein intensives Duell um Position zwei. Kuhn lanciert Angriff um Angriff auf Kuster, doch vorerst ohne Erfolg. Der Tony-Pilot aus Cornol wehrt geschickt sämtliche Attacken ab und scheint Platz zwei ins Ziel retten zu können, doch in der letzten Runde presst sich Kuhn auf der letzten Rille doch noch an Kuster vorbei.

Mit etwas mehr Abstand erreichen Mark Sturges, Roland Mosberger, Marco Muster, Thomas Grütter und Sven Müller das Ziel auf den Plätzen vier bis acht.

Renn-Telegramm Vorlauf 2:

Circuit de la Vallée, Pusey/Vesoul (F)

Wetter:

Stark bewölkt, windig, 15 Grad

13 Runden à 1.100 km = 14.300 km

Schnellste Runde:

Schwägli in 43.199 (Rd 4), 91.669 km/h

Leader:

1-13 Schwägli

Zieleinlauf:

1.Schwägli, 2.Sturges, 3.Kuhn, 4.Muster, 5.Grütter

Ausfälle:

Kuster (Rd 7, Chassisbruch)

 

 

 

 

Drohend hängen nun dunkle Regenwolken über Vesoul, doch vorerst halten die Wolken noch dicht. Das Feld geht denn auch geschlossen auf Slicks ins zweite Rennen.

Wieder ist es Devis Schwägli, der sich mit hoher Anfangspace gleich vom Verfolgerfeld abzusetzen vermag. Peter Kuster folgt mit Abstand als erster Verfolger nach, dahinter duellieren sich Thomas Mosberger, Lukas Kuhn und Mark Sturges. Insbesondere Sturges und Kuhn halten die Zuschauer mit sehenswerten Fights am Ende der Zielgeraden bei Laune und vermögen Mosberger nun hinter sich zu halten.

Mittlerweile scheinen die Positionen mehr oder weniger bezogen zu sein, doch zu Rennmitte ereilt das Pech Peter Kuster. Am Ende der Zielgeraden trudelt sein Tony-Kart mit Aufhängungsbruch ins Kiesbett, Kuster scheidet damit auf aussichtsreicher Position unglücklich aus dem Rennen aus. Kuhn und Sturges profitieren und liegen nun plötzlich auf den ersten Verfolgerplätzen hinter Schwägli. Dies scheint den Ehrgeiz bei Mark Sturges nochmals anzustacheln und mit einer kämpferischen Schlussphase verweist er Kuhn am Ende noch auf Platz zwei. Muster, Grütter und Müller folgen auf den nächsten Plätzen nach.

Mit den beiden Laufsiegen bucht Devis Schwägli das Punktemaximum von 25 Zählern im Préfinale und setzt sich damit vor Thomas Grütter bereits wieder an die Tabellenspitze. Doch noch steht das abschliessende Finale aus. Wird Schwägli die Leaderposition verteidigen können?

Final Biland Challenge: 

Renn-Telegramm Final:

Circuit de la Vallée, Pusey/Vesoul (F)

Wetter:

Abziehender Regenschauer, 16 Grad

19 Runden à 1.100 km = 20.900 km

Schnellste Runde:

Kuster in 47.462 (Rd 18), 83.435 km/h

Leader:

1-19 Sturges

Zieleinlauf:

1.Sturges, 2.Grütter, 3.Kuhn, 4.Schwägli, 5.Morel

Ausfälle:

Berger (Rd 2)

Strafen:

 -

 

 

 

 

In der Zwischenzeit ist ein intensiver Regenschauer über der Strecke niedergegangen und die Piste ist trotz erneut durchscheinenden Sonnenstrahlen noch weit gehend nass. Das Feld geht das Finalrennen denn auch mehrheitlich auf Regenreifen an, lediglich Peter Kuster riskiert einen Einsatz auf Slicks. Dies sollte sich jedoch nicht auszahlen, zu spät trocknet die Ideallinie ab.

In der Einführungsrunde dreht sich Polesetter Devis Schwägli, doch mit viel Glück vermag er sich noch rechtzeitig wieder auf Startplatz eins zurück zu kämpfen. Das Rennen kann also mit der angestammten Startaufstellung begonnen werden.

Mark Sturges scheint mit den schwierigen Bedingungen am Besten zurecht zu kommen. Bereits in der ersten Kurve setzt er sich gegen alle seine Gegner durch und legt gleich einen Sicherheitsabstand zwischen sich und das Feld. Am Ende bejubelt Sturges seinen ersten Sieg in der Biland-Challenge. Auch Thomas Grütter fühlt sich auf nasser Piste sichtlich wohl und folgt auf der ersten Verfolgerposition nach. Doch auch Lukas Kuhn und Marco Muster wollen vorne mittun und drängen von hinten aggressiv nach. Devis Schwägli hingegen tut sich nun etwas schwerer und wird bald auf Position fünf zurückgereicht.

Kuhn und Muster kommen nun immer besser in Fahrt und bedrängen Grütter auf Platz zwei. In Runde fünf gelingt den beiden schliesslich das Überholmanöver. Doch Grütter gibt nicht auf und hängt sich an die beiden an. Rundenlang dreht das Feld nun auf diesen Positionen seine Runden, mehr Aufregung sollte sich erst wieder gegen Rennende zeigen: Marco Muster scheint plötzlich Schwierigkeiten mit seinem Kart zu haben, jedenfalls verschlechtern sich seine Rundenzeiten. Devis Schwägli rückt nun wieder rasch näher und schliesst drei Runden vor Schluss gänzlich auf. Muster macht sich nun mächtig breit, um das Überholmanöver zu verhindern, doch dabei rutscht ihm Schwägli beim Anbremsen von Kurve drei ins Heck. Muster dreht sich ins Aus und hadert mit dem Schicksal. Schwägli kann im Rennen bleiben und holt sich mit Platz vier gerade noch ausreichend Punkte, um die Tabellenführung zu behalten.

Die Tabelle präsentiert sich nach vier Rennen also wie folgt (Streichresultate bereits abgezogen): Devis Schwägli führt mit 128 Punkten knapp vor Thomas Grütter (124). Mit grösserem Abstand folgen Roland Mosberger (91), Marco Muster (90), Marc Sturges (88) und Peter Kuster (85) auf den nächsten Plätzen. Die Meisterschaft ist dank des Duells zwischen Devis Schwägli und Thomas Grütter also weiterhin sehr spannend.

 

 

Schlussbemerkung

Mit dem Fallen der Zielflaggen in Vesoul haben die Biland- und Rotax-Serien nun die Halbzeit der Saison erreicht. Sowohl die Rotax Max Challenge als auch die Biland Challenge sind weiterhin sehr umstritten, ein Besuch der nächsten Rennveranstaltungen lohnt sich also in jedem Fall, die tolle Show der Piloten verdient zudem einen grösseren Publikumsaufmarsch. Also auf nach Autoreille, Levier oder Biesheim!

Herzlichen Dank an die Organisatoren um Rolf Carigiet und sein Team, das uns in Zusammenarbeit mit dem Karting Club Thun-Oberland als Veranstalter der Deutschschweizer Challenge in Vesoul erneut eine tolle Rennveranstaltung in schon gewohnt souveräner Manier vorbereitet und durchgeführt hat.

Bis zum nächsten Rennen!

Euer Doidolino

doidolino@karting.ch

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