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Der Start ins erste Rennen gelingt ohne grössere Zwischenfälle, einzig Yil Biland und Patrick Straubhaar scheiden nach einem Dreher bzw. Antriebsproblemen bereits in der Anfangsphase aus. An der Spitze verteidigt Ken Allemann seine Pole, jedoch dicht gefolgt von Kevin Johaasen, der sich recht aufsässig am Heck von Allemanns Kart einnistet. Die beiden können sich sogleich etwas vom Feld lösen. Johaasen zeigt ein starkes Rennen, Ken fährt jedoch eine bestechend sichere Linie und lässt dem Holländer keine Chance für ein Überholmanöver. Der Zweikampf an der Spitze wird mit zunehmender Renndauer intensiver, dies erlaubt dem drittplatzierten Roland Mosberger, sich mit einem Zwischenspurt wieder an das Führungsduo heranzukämpfen. In Mosbergers Windschatten schafft auch Adrian Uebersax, der aktuelle Leader der Gesamtwertung, nun den Anschluss an die Spitzengruppe. Allemann und Johaasen reagieren jedoch umgehend, steigern die Pace erneut und distanzieren die Verfolger wieder um ein paar Meter, dies nicht zuletzt auch deswegen, weil sich Mosberger nun seinerseits wieder nach hinten gegen den in der Schlussphase stärker werdenden Uebersax orientieren muss. Mosberger verteidigt Rang drei jedoch bis ins Ziel. Hinter diesen beiden Führungsduos klafft eine grössere Lücke zu den nächsten Verfolgern. Vorerst behauptet sich David Canonica an der Spitze der Verfolgergruppe, doch Marco Muster und auch André Hunkeler machen ihm Position fünf streitig. Insbesondere Marco Muster zeigt einige sehenswerte Angriffe, die ihn zwischenzeitlich auch an Canonica vorbeibringen, doch kurz darauf scheidet Muster mit technischen Problemen aus dem Rennen aus. Nun macht sich André Hunkeler daran, Canonica von Platz fünf zu verdrängen. Kurz vor Schluss gelingt es ihm schliesslich, an seinem Konkurrenten vorbeizuziehen. Canonica seinerseits gerät auf den letzten Metern auch noch unter Druck von Raffi Bader, kann immerhin diesen Gegner jedoch noch hinter sich halten. Ein packender erster Lauf also, der Lust auf mehr macht. 2. Vorlauf Biland Challenge: Erneut Ken Allemann nach spannendem SpitzenkampfRenn-Telegramm:
Auch der Start zum zweiten Lauf gelingt reibungslos. Erneut prescht Ken Allemann als Leader um die erste Kurve, dahinter folgen wie in Lauf 1 der Holländer Johaasen sowie Roland Mosberger, Adrian Uebersax, André Hunkeler und David Canonica. Allemann und Johaasen legen auch in diesem Lauf ein horrendes Starttempo vor, was erneut sofort zu einer Zäsur im Feld führt. Hinter dem furiosen Spitzenduo kämpft ein Quartett engagiert um P3. Uebersax drängt vehement nach vorne und schafft in Runde zwei auch gleich das Überholmanöver. Mosberger kontert am Ende der Geraden nochmals, die Attacke gipfelt in einem Gerangel in Kurve zwei, doch die beiden können mit Glück einen Ausfall vermeiden. Auch André Hunkeler sieht nun seine Chance und setzt sich in der folgenden Runde in der schnellen Kurve zwei ebenfalls neben Mosberger, doch dieser hält knallhart dagegen. Hunkeler streift sich in diesem Duell den Frontspoiler ab. Dies wirft ihn aus der Entscheidung um die Spitzenplätze, da er kurz darauf einen Stop einlegen muss, um sich einen neuen Spoiler abzuholen. An der Spitze führt unterdessen nach wie vor Ken Allemann vor Kevin Johaasen. Der Holländer folgt Allemann während der gesamten Renndauer wie ein Schatten, doch auch in diesem Lauf findet er keinen Weg an Ken vorbei. Allemann holt sich also verdient seinen zweiten Start-Ziel Sieg an diesem Tag. Hinter Allemann, Johaasen, Uebersax und Mosberger erkämpft sich David Canonica Rang fünf, gefolgt von Thomas Grütter, Marco Muster und Raffi Bader. Die Addition der beiden Vorläufe ergibt also folgendes Resultat: 1. Allemann (25 Punkte), 2. Johaasen (Gastfahrer, keine Meisterschaftspunkte), 3. Uebersax (20), 4. Mosberger (16), 5. Canonica (13). Final Biland Challenge: Dritter Sieg für Allemann nach Fehlstart von JohaasenRenn-Telegramm:
Ken Allemann startet nach seinen beiden Vorlauf-Siegen auch im Finallauf aus der Pole. Allerdings setzt sich diesmal Kevin Johaasen gleich an die Spitze, wird jedoch wegen eines klaren Frühstarts von der Rennleitung mit einem Penalty von 6 Plätzen belegt. Johaasen setzt sich an der Spitze des Feldes klar ab und erreicht das Ziel nach 17 Runden mit einem grossen Vorsprung, muss den Sieg jedoch aufgrund der Relegation abtreten. Am Ende wird Johaasen in der Rangliste noch auf Platz sieben klassiert. Eine Startkollision reisst Thomas Grütter und Stefan Siegenthaler aus dem Rennen. Der ebenfalls beteiligte Roland Mosberger beschädigt sich dabei einen Reifen und scheidet in der Folge wenige Runden später ebenfalls aus. Ken Allemann braucht sich aufgrund der gegen Johaasen verhängten Strafe nun nicht mehr auf den Holländer zu konzentrieren und lässt diesen ziehen. Dafür muss sich Allemann nun gegen einen stark aufdrehenden Adrian Uebersax wehren. Uebersax lanciert verschiedene Angriffe auf seinen wohl gefährlichsten Meisterschaftsgegner, findet jedoch keinen Weg an Allemann vorbei. Über die gesamte Renndistanz vermag Allemann Uebersax souverän in Schach zu halten und holt sich den verdienten dritten Sieg an diesem Tag. Hinter Uebersax realisiert André Hunkeler erneut einen Podestplatz vor Raffi Bader auf Platz vier und Sandro Ziegler auf Rang fünf. Die nachfolgenden Plätze belegen Nicolas Jaccoud, der relegierte Kevin Johaasen, Patrick Straubhaar, Marco Muster und David Canonica, der nach einem Zwischenfall mit Mirco Jufer in Runde acht angeschlagen noch auf Rang 10 das Ziel erreicht. Mirco Jufer hingegen muss das Rennen auf dem hervorragenden fünften Platz aufgeben. Im Gesamtklassement ergibt sich nach dem heutigen Punktemaximum für Ken Allemann eine Verschiebung. An der Spitze liegt zwar nach wie vor Adrian Uebersax mit 194 Punkten in Führung, doch dahinter erobert sich Allemann (156) nun Rang zwei von David Canonica (128). Auf den folgenden Plätzen folgen André Hunkeler (105), Patrick Straubhaar (84), Thomas Grütter (82) und Roland Mosberger (80). Noch sind zwei Rennen ausstehend, und aufgrund der Streichresultat-Regelung ist die Entscheidung um die Meisterschaft noch völlig offen. Rotax Max Challenge
Zeitfahren Rotax Max Challenge: Überlegene Bestzeit für Antonio Ruggiero20 Piloten stellen das grösste Feld an der heutigen Veranstaltung. Nach den knappen Entscheidungen in den vergangenen Rennen sorgt Antonio Ruggiero heute für klare Verhältnisse. Mit einer Qualifikations-Bestzeit von 55.973 legt Ruggiero eine um 3 Zehntel schnellere Zeit auf die Bahn als alle seine Konkurrenten. Hinter Ruggiero folgen Nino Betschart (56.273), Maic Heutschi (56.283), Erich Sidler (56.344), Reto Carigiet (56.425) und Jürg Schumacher (56.555). 1. Vorlauf Rotax Max Challenge: Ruggieros erster Streich...Renn-Telegramm:
Nach der überlegenen Bestzeit im Zeitfahren findet Ruggiero auch fürs Rennen ein hervorragendes Setup. Gleich vom Start weg zieht er unwiderstehlich davon und lässt nie Zweifel daran aufkommen, wer dieses Rennen gewinnen wird. Hinter Ruggiero ist Rang zwei hingegen äusserst umstritten. Nachdem sich Nino Betschart in den ersten beiden Rennrunden hinter Ruggiero ebenfalls etwas von den Verfolgern absetzen kann, wird er in Runde drei von Maic Heutschi und später auch Erich Sidler eingeholt. Maic Heutschi versucht während mehrerer Runden erfolglos, an Betschart vorbeizugehen, Sidler schaut sich das Ganze indessen auf P4 liegend vorerst an. Wenige Runden später lanciert Sidler schliesslich einen ersten Angriff auf Heutschi, der ihn auch gleich an ihm vorbeibringt. Heutschi verliert in der Folge den Kontakt auf das Verfolgerduo. Nino Betschart spürt nun den Druck von Erich Sidler im Nacken. Während mehrerer Runden zeigen uns die beiden ein packendes Duell auf hohem Niveau, bei dem vorerst Nino Betschart das bessere Ende für sich behalten kann. Doch Sidler lässt nicht locker. In der zweitletzen Runde hängt sich Sidler auf der Geraden ganz dicht in den Windschatten Betscharts, lässt sich ansaugen und presst sich am Ende der Geraden innen neben Betschart. Die beiden preschen nebeneinander um die schnelle Biegung, doch am Ende muss sich Betschart gegen Sidler geschlagen geben. Hinter dem packenden Verfolgerduell kann Maic Heutschi Rang vier noch vor Reto Carigiet ins Ziel retten, ab Rang sechs folgen Reto Kummer, Jörg Schumacher, Michel Zemp und Felix Kälin. 2. Vorlauf Rotax Max Challenge: Ruggiero zum Zweiten...Renn-Telegramm:
Der Start zum zweiten Lauf wird erneut eine Beute von Antonio Ruggiero. Wie schon in Vorlauf 1 lässt er seinen Gegnern nicht den Hauch einer Chance und erscheint bereits mit einem Polster aus Umlauf 1. Im Gegensatz zu Ruggiero startet Erich Sidler diesmal eher unglücklich, eine verzögerte Beschleunigung wirft den zweitplatzierten des ersten Vorlaufs vorerst auf Platz vier zurück hinter Betschart und Heutschi. Ruggiero setzt sich vorne uneinholbar ab, doch dahinter bieten Betschart, Heutschi und Sidler beste Unterhaltung. Die drei verfügen offensichtlich über sehr ausgeglichenes Material, somit kann ein Positionsgewinn nur durch Taktik und Kampfgeist erreicht werden, was von allen drei Piloten schliesslich auch herrlich vorgeführt wird. Vorerst ändert sich an der Reihenfolge trotz energischer Attacken nichts, doch in Runde 11 gelingt es Erich Sidler schliesslich, sich auf der Geraden an Heutschi vorbeizupressen. Mittlerweile vermag auch Reto Carigiet zu der Verfolgergruppe aufzuschliessen und nutzt die Lücke aus Sidlers Attacke ebenfalls aus, um an Heutschi vorbeizuziehen. Erich Sidler setzt nun in der letzten Kurve der letzten Runde alles auf eine Karte und lanciert einen verwegenen Angriff auf Betschart. Doch Betschart durchschaut Sidlers Plan, zieht rechtzeitig an den Kurveninnenrand und blockt so Sidlers Attacke ab. Sidler gerät nun noch aufs Kies, kann sein Kart jedoch noch abfangen und Platz drei vor Carigiet und Heutschi verteidigen. Hinter Heutschi folgen mit grösserem Abstand Reto Kummer, Jörg Schumacher, Andy Mohsbeck und Michel Zemp. Final Rotax Max Challenge: Ruggieros dritter Start-Ziel SiegRenn-Telegramm:
Auch der dritte Start sieht Ruggiero als Leader aus dem Startgerangel hervorgehen, doch diesmal hängt sich Nino Betschart kämpferisch ans Heck des Tages-Dominators. Ruggiero kann also nicht wie in den beiden Vorläufen alleine davonziehen, sondern muss sich gar gegen Betschart zur Wehr setzen. Doch in Runde vier gerät Betschart beim Kampf gegen Ruggiero im Infield neben die Piste, dreht sich ins Gras, kann sich jedoch auf Platz sieben wieder ins Feld einreihen. Ruggiero nutzt die Gelegenheit, stanzt ein paar schnelle Runden in den Asphalt und setzt sich nun doch noch klar von allen Verfolgern, angeführt von Erich Sidler und Maic Heutschi, ab. Nino Betschart hat durch seinen Ausritt jedoch nichts von seinem Kampfgeist eingebüsst. Schon nach kurzer Zeit hat Betschart Michel Zemp und Ralph Herzog passiert und holt mit Riesenschritten auch auf Reto Kummer auf, der in der Zwischenzeit schon einen Vorsprung von rund drei Sekunden herausgefahren hat. In Runde 11 ist der Rückstand wettgemacht und Betschart setzt sich gleich auch gegen Kummer durch. Nun liegt Betschart bereits wieder auf Rang vier, nun jedoch mit bereits enormem Rückstand auf Sidler und Heutschi, die hinter Ruggiero ungefährdet die Ränge zwei und drei nach Hause fahren. Doch nicht nur Nino Betschart zeigt eine sehenswerte Aufholjagd, auch Reto Carigiet kämpft sich erfolgreich durchs Feld nach vorne. Nach einer verpatzten Formationsrunde nur auf Rang elf gestartet kämpft sich Carigiet schliesslich nach Überholmanövern gegen Jörg Schumacher (Probleme mit dem Auslassventil), Felix Kälin, Hansjörg Traber, Michel Zemp und Ralph Herzog noch auf Rang sechs vor. Im Gesamtklassement der Rotax Max Challenge vermag sich Antonio Ruggiero nun nach dem heutigen Glanzresultat ebenfalls zu steigern. In Führung bleibt nach wie vor Erich Sidler (358 Punkte), doch neu verbessert sich Ruggiero von Platz vier auf Platz zwei mit nun 346 Punkten. Dahinter folgen Betschart (344), Schumacher (329), Heutschi (324) und Reto Carigiet (323). SchlussbemerkungDie beiden Rennserien zur Rotax Max- und Biland Challenge gehen nun langsam in die entscheidende Schlussphase. Noch stehen je zwei Renntage aus und aufgrund der Streichresultat-Klausel ist die Entscheidung um die Meisterschaft noch keineswegs gefallen. Daher bleibt die Spannung vor den nächsten Rennen in Vesoul (17. August) und Biesheim (28. September) nach wie vor hoch, ein Besuch dieser Veranstaltungen verspricht also auch für die Zuschauer einiges an Spektakel. In diesem Sinne freue ich mich bereits auf die nächsten Rennen und wünsche euch allen vorerst schöne Sommerferien. Bis dann, Euer Doidolino (doidolino@karting.ch) |
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