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Rennbericht Frühlings Kart Cup 2004 in Biesheim (F) vom 21. März 2004

 

(do) Mit dem Frühlingscup im elsässischen Biesheim startet die CH-Kartszene in die neue Saison. Rotax-Challenge Vorjahressieger Erich Sidler legt die Latte mit seinem ersten Sieg gleich wieder sehr hoch an, bei der Biland Challenge triumphiert mit Thomas Grütter ebenfalls ein potentieller Favorit.

Auch in den 100ccm-Kategorien wird gefahren - Michaela Caviezel (150 kg), Reto Carigiet (160 kg) und Christopher Zanella (Junior) meistern die heiklen Bedingungen bei wechselhaftem Wetter am besten.

Rotax-Max Challenge: Allemann-Zugang hindert Sidler nicht am Sieg

Während viele andere Kart-Kategorien über schwindende Startfelder klagen, präsentiert sich auch im neuen Jahr wiederum ein bestens besetztes Rotax-Feld mit allen Vorjahres-Cracks. 2003-Meister Erich Sidler will den Titel auch 2004 verteidigen, doch der dürfte in diesem Jahr sehr umkämpft sein. Die Aspiranten auf den Titel sind zahlreich. Mit Antonio Ruggiero, Maic Heutschi, Marco Blaser, Maic Schnüriger und Reto Kummer stehen zahlreiche junge und ambitionierte Piloten am Start, zudem dürften auch die Routiniers Reto Carigiet, Jürg Schumacher und Nino Betschart für Spannung sorgen.

Für besonderes Aufsehen sorgt allerdings der Wechsel von Ken Allemann ins Rotax-Feld. Mit dem Romand - unbestritten einem der wohl besten Kart-Cracks der Schweiz - wird die bereits sehr attraktive Serie nochmals weiter aufgewertet. Wie äusserte sich doch Managing Director Ing. Helmut Voglsam vom ROTAX Kart Center an den kürzlich abgehaltenen World Finals in Ägypten: "Wir wollen alles daran setzen, ROTAX zur Nummer 1 im Kartsport zu machen." In der Schweiz ist Rotax offensichtlich auf bestem Weg dazu, dieses Vorhaben auch umzusetzen.

Zeitfahren Rotax-Max Challenge:   Sidler auf Pole

Das Feld hetzt auf der Jagd nach der schnellsten Qualizeit aus der Boxengasse. Ken Allemann und Erich Sidler lassen sich hingegen noch etwas Zeit und preschen erst kurz vor Ankunft des Pulks knapp hintereinander ebenfalls auf die Bahn. Somit haben die beiden viel Platz vor sich und nutzen dies denn auch für die herausragendsten Rundenzeiten. Sidler bleibt dabei mit 31.466 sec knapp schneller als Allemann (31.581) und startet somit aus der Pole-Position in Vorlauf 1.

Vorläufe Rotax-Max Challenge:  Punktemaximum für Blaser nach Sidler-Fehler

Renn-Telegramm Vorlauf 1:

Kartbahn Biesheim (F)

Wetter:

Abziehender Regenschauer, windig, 15 0

20 Runden à 0.780 km = 15.240 km

Schnellste Runde:

Ruggiero in 32.757 (Rd 18), 83.744 km/h

Leader:

1-20 Sidler

Zieleinlauf:

1.Sidler, 2.Blaser, 3.Allemann, 4.Ruggiero, 5.Carigiet

Ausfälle:

Schnüriger (Rd 4, Pos. 5), Batista (Rd 9, P14), Nordstrom (Rd 11, P13)

Renn-Telegramm Vorlauf 2:

Kartbahn Biesheim (F)

Wetter:

Stark bewölkt, windig, 14 0

20 Runden à 0.780 km = 15.240 km

Schnellste Runde:

Blaser in 31.625 (Rd.16), 86.742 km/h

Leader:

1 Sidler,  2-20 Blaser

Zieleinlauf:

1.Blaser, 2.Carigiet, 3.Thoma, 4.Ruggiero, 5.Allemann

Ausfälle:

Sidler (Rd 1, Pos 1, Unfall)

Bei wechselhaftem Wetter stehen die Fahrer insbesondere beim ersten Lauf vor einer herausfordernden Aufgabe. Nach einem heftigen Regenschauer ist die Piste zwar noch feucht, doch der starke Wind dürfte rasch für eine abtrocknende Ideallinie sorgen. Der Hauptharst des Feldes entscheidet sich denn auch für Slicks. Nur Schumacher, Batista, Kummer, Sabathy und Baumann rechnen mit mehrheitlich nassen Verhältnissen, ziehen Profilreifen auf, müssen sich dann aber auf abtrocknender Bahn bald nach hinten durchreichen lassen. Schumacher wird als Bester der Regenreifen-Fraktion noch überrundeter Elfter.

Vorne machen also die Slick-Fahrer den Sieg unter sich aus. Erich Sidler legt dabei trotz noch feuchter Bahn schon früh eine enorme Pace vor und distanziert alle seine Gegner deutlich. Hinter ihm balgen sich Marco Blaser und Ken Allemann um Platz zwei, wobei der PCR-Fahrer Blaser am Ende knapp vor dem Romand auf CRG bleibt. Hochspannung bietet auch das Duell zwischen Ruggiero und Carigiet um Platz vier. Praktisch in jeder Runde wechseln die beiden die Positionen, am Ende vermag aber Carigiet seinen Herausforderer knapp hinter sich zu halten.

Bis zum zweiten Vorlauf fällt kein Regen mehr, die Bahn trocknet vollständig ab, und somit startet das Feld geschlossen auf Slicks. Meister Sidler führt den Pulk vom Start weg bereits wieder an, fliegt dann aber völlig unbedrängt in die Botanik. Mit verbogenen Spurstangen muss er somit das Rennen aufgeben. Marco Blaser auf dem ersten Verfolgerplatz nutzt die Gunst der Stunde, seilt sich von den Gegnern ab und sichert sich seinen ersten Rotax-Laufsieg.

Hinter Blaser entbrennt zwischen Carigiet, Thoma und Ruggiero ein intensiver Kampf um Platz zwei. Schliesslich setzt sich Carigiet aber doch klar durch und verweist Thoma und Ruggiero auf die nächsten Plätze. Ken Allemann tut sich mit einem sichtlich schlecht gehenden Motor schwer, rettet sich aber trotzdem noch auf Platz fünf vor Schnüriger und Heutschi ins Ziel.

Nach Addition der beiden Vorläufe holt sich Marco Blaser also Platz eins und damit die ersten 34 Meisterschaftspunkte. Carigiet und Allemann folgen auf Platz zwei und drei vor Ruggiero, Thoma, Heutschi und Sidler, der sich mit einem Sieg und dem Ausfall in VL 2 immerhin noch 28 Punkte sichert.

Final Rotax-Max Challenge:  Allemanns Disqualifikation macht Sidler zum Sieger

Renn-Telegramm Final:

Kartbahn Biesheim (F)

Wetter:

Abziehender Regenschauer, windig, 12 0

27 Runden à 0.780 km = 20.574 km

Schnellste Runde:

Kummer in 36.100 (Rd 27), 75.989 km/h

Leader:

1-2 Muster, 3-27 Sidler

Zieleinlauf:

1.Sidler, 2.Heutschi, 3.Betschart, 4.Kummer, 5.Zemp

Ausfälle:

Batista (Rd 12, Pos 14)

Strafen:

Disqualifikation Allemann (fehlende Motorplombe)

In der Zwischenzeit ist ein weiterer kurzer Regenschauer über Biesheim gezogen, der das Adrenalin der Mechaniker wieder in ungesunde Höhen gejagt haben dürfte. Welche Fahrwerk-Abstimmung wird wohl nun am vorteilhaftesten sein? Bereits zeigt sich wieder die Sonne hinter den abziehenden Regenwolken, doch diesmal geht das gesamte Feld auf Nummer sicher und nimmt das Rennen geschlossen auf Regenreifen in Angriff.

Ken Allemann zeigt einen wahren Blitzstart. Mit einer eindrücklichen Fahrzeugbeherrschung und einem offensichtlich auf extrem nasse Verhältnisse eingestellten Chassis fliegt er dem Feld geradezu davon, nach drei Runden liegen die Verfolger schon 100 Meter hinter dem CRG-Piloten. Doch nun reagiert auch das Verfolgerfeld. Erich Sidler hat sich bereits bis auf P3 hinter Marco Blaser nach vorne gekämpft und lässt auch diesen nach kurzem Duell hinter sich. Maic Heutschi heftet sich an Sidlers Heck, und gemeinsam machen sich die beiden auf die Verfolgung des weit enteilten Romands.

Meter um Meter zoomt sich das Duo Sidler/Heutschi nun wieder näher an Allemann heran. Zwar scheint der Abstand uneinholbar, doch das Finalrennen geht über lange 27 Runden. Tatsächlich gelingt es den Verfolgern, in den letzten beiden Runden bis zu Allemann aufzuschliessen, doch dieser rettet sich gerade noch über die Ziellinie. Was für ein packendes Finale!

Weit hinter diesem Geschehen setzt sich inzwischen auch Nino Betschart immer besser in Szene. Zu Beginn noch im Mittelfeld unterwegs, kämpft sich der Welt-Finalist von Sharm El Sheik unauffällig Platz um Platz nach vorne. Lange Zeit bleibt er dann aber hinter Michel Zemp auf Platz sechs hängen, doch wenige Runden vor Schluss vermag er sich schliesslich vorbei zu zwängen. Ein Dreher des vor ihm liegenden Raphael Thoma bringt Betschart einen weiteren Positionsgewinn ein, und er passiert die Zielflagge auf Platz vier.

Nun ist das Rennen zwar zu Ende, doch damit noch nicht alle Aufregung ausgestanden. Die technische Kontrolle bringt eine fehlende Motorplombierung an Allemanns Aggregat zu Tage. Das Rennreglement ist in diesem Punkt eindeutig, Allemann muss die Disqualifikation akzeptieren. Erich Sidler rutscht damit auf Platz 1 vor, Maic Heutschi und Nino Betschart flankieren den Meister 2003 auf dem Podest.

Die Challenge 2004 beginnt also gleich mit einem Paukenschlag. Auch wenn Ken Allemann vorerst einen herben Rückschlag einstecken muss, zeigt er ganz klar auf, dass Erich Sidler in dieser Saison in ihm einen sehr ernst zu nehmenden Gegner im Kampf um den Gesamtsieg haben wird. Sein Wechsel in die Rotax Max Challenge unterstreicht zudem auch die Attraktivität dieser boomenden Serie. Doch auch Maic Heutschi, Marco Blaser, Reto Carigiet, Antonio Ruggiero und Nino Betschart werden im Kampf um die beidenTickets zum nächsten World Final in Lanzarote ein ernstes Wort mitreden.. 

Da kann man sich doch nur auf den weiteren Verlauf der Saison freuen!

Rotax-Max Club: Lüdi und Kälin dominieren

Als Alternative zur Challenge steht dieses Jahr mit der Kategorie Rotax Max Club eine Serie bereit, in der sich auch jüngere Piloten (ab 13 Jahren) im Rennsport messen können. Zudem ist das Reglement so ausgelegt, dass auch mit einem geringeren Budget an einer interessanten Serie teilgenommen werden kann. Materialmässig wird mit den selben Karts und Reifen wie in der Challenge gefahren, doch da nur die besten 8 Einzelergebnisse in die Wertung aufgenommen werden, müssen nicht unbedingt alle Rennen besucht werden.

Zeitfahren Rotax-Max Club:   Kälin und Lüdi unter 32 sec

Im elfköpfigen Feld stechen Felix Kälin und Kevin Lüdi besonders hervor. Die beiden fahren als einzige Rundenzeiten unter 32 sec, wobei Kälin um einen Hauch schneller fährt als Lüdi. Hinter den beiden Überfliegern qualifizieren sich Emil Schweizer und Marcel Möckli für die zweite Startreihe.

Vorläufe Rotax-Max Club:  Je ein Sieg für Kälin und Lüdi

Renn-Telegramm Vorlauf 1:

Kartbahn Biesheim (F)

Wetter:

Stark bewölkt, windig, 14 0

20 Runden à 0.780 km = 15.240 km

Schnellste Runde:

Kälin in 32.304 (Rd 16), 84.918 km/h

Leader:

1-20 Kälin

Zieleinlauf:

1.Kälin, 2.Lüdi, 3.Schweizer, 4.Möckli, 5.Rudin

Ausfälle:

-

Renn-Telegramm Vorlauf 2:

Kartbahn Biesheim (F)

Wetter:

Stark bewölkt, windig, 13 0

20 Runden à 0.780 km = 15.240 km

Schnellste Runde:

Lüdi in 31.912 (Rd 16), 85.961 km/h

Leader:

1 Kälin, 2-20 Lüdi

Zieleinlauf:

1.Lüdi, 2.Kälin, 3.Schellenberg, 4.Möckli, 5.Richard

Ausfälle:

Rudin (Start)

Die beiden Vorläufe werden, wie nach dem Qualifying nicht anders zu erwarten, von Felix Kälin und Kevin Lüdi dominiert. Die beiden zeigen ein ausgezeichnetes Rennen, wobei im ersten Vorlauf Kälin leichte Vorteile hat und den Sieg einfährt. Kevin Lüdi kontert seinerseits dann in Vorlauf zwei, wo er mit einer sehr konzentrierten und kontrollierten Fahrt seinen Gegner um immerhin 4 sec distanzieren kann.

Hinter den beiden Cracks klafft in beiden Läufen eine grosse Lücke auf die nächsten Verfolger. In Lauf 1 sind dies Emil Schweizer vor Macel Möckli und Philipp Rudin, in Lauf zwei vermag sich Thomas Schellenberg als erster Verfolger hinter dem Führungsduo zu behaupten. Möckli wird auch in diesem Lauf erneut als Vierter abgewunken.

Die Punkte für die Vorläufe gehen damit an Felix Kälin (20), Kevin Lüdi (17), Marcel Möckli (15), Thomas Schellenberg (13) und Oli Richard (11).

Final Rotax-Max Club:  Die Kevin-Lüdi-Show!

Renn-Telegramm Final:

Kartbahn Biesheim (F)

Wetter:

Abziehender Regenschauer, windig, 12 0

27 Runden à 0.780 km = 20.574 km

Schnellste Runde:

Lüdi in 34.053 (Rd 19), 80.557 km/h

Leader:

1-9 Schweizer, 10-27 Lüdi

Zieleinlauf:

1.Lüdi, 2.Kälin, 3.Rudin, 4.Schweizer, 5.Schellenberg

Ausfälle:

-

Auch die Club-Serie startet nach einem heftigen Regenschauer auf Regenreifen ins Finalrennen. Am Start kommt einige Hektik auf. Kälin dreht sich am Ende der Geraden in Front liegend von der Strecke. Schliesslich ist es Emil Schweizer, der das Feld mit grösserem Vorsprung in die erste Runde führt. Hinter ihm reihen sich Philipp Rudin und Kevin Lüdi ein. Kälin ist nach seinem missratenen Start bis auf Platz acht abgerutscht. Doch das Rennen geht über lange 27 Runden.

Vorerst vermag sich Schweizer auf der Spitzenposition zu behaupten. Doch auf der Geraden sind zwischenzeitlich beunruhigende Fehlzündungen aus seinem Aggregat zu vernehmen. Rudin und Lüdi rücken rasch näher. In Runde 9 ist es dann endgültig um die Führung für Schweizer geschehen. Lüdi findet mit seinem CRG-Chassis auf der feuchten Bahn immer besser den Rhythmus und lässt alle seine Gegner förmlich alt aussehen. Mit 1-2 sec schnelleren Rundenzeiten als seine Konkurrenten deklassiert er das gesamte Feld, nur gerade Kälin und Rudin vermögen sich knapp in derselben Runde wie der Sieger zu halten.

Lüdi holt sich also diesmal das Punktemaximum und liegt damit nun zusammen mit Kälin auch in der Gesamtwertung an der Spitze.

Biland Challenge: Packende Rennen trotz zahlreicher Abgänge

Nach den Wirren um den Biland-Konkurs und den in der Folge vor wenigen Tagen abgesagten Weltfinal präsentiert sich erwartungsgemäss ein vorerst noch ziemlich dezimiertes Starterfeld zum ersten Renntag der Biland-Challenge 2004. Gerade noch 12 Teilnehmer sind bereit, die neue Saison von Beginn weg in Angriff zu nehmen. Mit Adrian Uebersax (fährt 2004 im Toyota Yaris Cup) und Ken Allemann (Rotax) sind dabei die beiden wichtigsten Protagonisten der vergangenen Saison nicht mehr mit dabei, zudem sind auch die Abgänge von David Canonica, Patrick Straubhaar (Clio-Trophy), André Hunkeler und Raffi Bader (ebenfalls Wechsel in die Auto-Szene) zu verschmerzen.

Zeitfahren Biland Challenge:   Hauchdünne Pole für Marco Muster

Die Hatz nach der besten Quali-Zeit präsentiert sich als wahrer Krimi. Sechs Fahrer liegen innerhalb einer Zehntel-Sekunde an der Spitze, Marco Muster behält dabei schliesslich mit 31.225 hauchdünn die Oberhand vor Peter Kuster (31.245), Sven Müller (31.254), Thomas Grütter (31.274), Roland Mosberger (31.283) und Devis Schwägli (31.311). Ein spannender Renntag ist damit vorprogrammiert.

Vorläufe Biland Challenge:  Schwägli mit Sieg und Platz zwei am erfolgreichsten

Renn-Telegramm Vorlauf 1:

Kartbahn Biesheim (F)

Wetter:

Abziehender Regenschauer, windig, 15 0

20 Runden à 0.780 km = 15.240 km

Schnellste Runde:

Schwägli in 36.837 (Rd 19), 74.469 km/h

Leader:

1-10 Mosberger

Zieleinlauf:

1.Mosberger, 2.Schwägli, 3.Sturges, 4.Grütter, 5.Kuhn, 6.Muster

Ausfälle:

Salgado (Rd 3, Pos 12)

Renn-Telegramm Vorlauf 2:

Kartbahn Biesheim (F)

Wetter:

Stark bewölkt, windig, 13 0

20 Runden à 0.780 km = 15.240 km

Schnellste Runde:

Schwägli in 31.333 (Rd 20), 87.550 km/h

Leader:

1-9 Mosberger, 10-13 Muster, 14-20 Schwägli

Zieleinlauf:

1.Schwägli, 2.Muster, 3.Mosberger, 4.Kuster, 5.Grütter

Ausfälle:

Biland (Rd 4, P 12), Sennhauser (Rd 14, P9)

Kurz vor den Biland-Vorläufen hat ein kurzer, aber heftiger Regenschauer die Piste geflutet, trotzdem wagt sich das halbe Feld mit Slicks an den Start, nachdem die Regenwolken nun wieder versiegt sind. Allerdings zeigt sich schnell, dass die Slicks-Piloten wohl etwas gar optimistisch mit abtrocknendem Belag gerechnet haben. Nur gerade Marco Muster und Peter Kuster können ihr Kart auf profillosen Reifen einigermassen auf der Piste halten, doch auch sie werden schliesslich von den mit Regenreifen bewehrten Fahrern überrundet.

Der Routinier Roland Mosberger kommt mit den schwierigen Bedingungen am besten klar. Von Beginn weg dominiert er das Feld und zieht unwiderstehlich auf und davon. Mit Respektabstand folgen der junge Devis Schwägli sowie Mark Sturges und Thomas Grütter (alle auf Regenreifen). Mosberger quert schliesslich die Ziellinie mit grossem Vorsprung vor Schwägli als Sieger.

Zum zweiten Vorlauf präsentieren sich die Verhältnisse etwas einfacher. Die Piste ist mittlerweile wieder völlig abgetrocknet. Wieder ist es Roland Mosberger, der gleich zu Beginn schon dem Feld leicht zu enteilen vermag. Doch diesmal reagieren seine Gegner noch rechtzeitig. Devis Schwägli und Marco Muster machen sich bald auf die Verfolgung Mosbergers und können die Lücke in Runde sieben wieder schliessen. Nun entbrennt ein packender Dreikampf um die Spitze. Mosberger wehrt sich vorerst erfolgreich gegen Schwägli, doch nach einem Positionswechsel der Verfolger hat er es nun plötzlich mit Marco Muster zu tun. Dieser fackelt nicht lange, lässt auf der Geraden das Gas ein Quentchen länger stehen und haut sich innen neben den MS-Kart Piloten. Mosberger will nochmals kontern, doch Muster lässt sich nicht mehr bezwingen. Mehr noch, auch Devis Schwägli tut es wenig später Muster gleich und presst sich am Ende der Geraden ebenfalls an Mosberger vorbei.

Schwägli ist nun bestens aufgelegt und macht sich gleich daran, auch Muster anzugreifen. Der erste Angriff misslingt noch, doch in Runde 14 hat Schwägli auf der Geraden schliesslich den längeren Atem. Marco Muster sieht sich vom ebenfalls wieder nachsetzenden Mosberger bedrängt, muss sich nach hinten orientieren und Schwägli in der Folge vorne weg ziehen lassen. Immerhin kann Muster bis zum Ende Mosberger in die Schranken weisen.

Hinter dem packenden Dreikampf um die Spitze rücken zum Schluss auch Peter Kuster und Thomas Grütter näher auf, doch sie können nicht mehr in die Entscheidung mit eingreifen. Schwägli holt sich also vor Muster und Mosberger seinen ersten Sieg in der Biland-Challenge.

In der Addition der beiden Vorläufe sichert sich somit Schwägli das Punktemaximum (20), gefolgt von Mosberger (17), Muster (15) und Grütter (13).

Final Biland Challenge:  Grütter siegt trotz Dreher

Renn-Telegramm Final:

Kartbahn Biesheim (F)

Wetter:

Abziehender Regenschauer, windig, 12 0

27 Runden à 0.780 km = 20.574 km

Schnellste Runde:

Grütter in 35.784 (Rd 7), 76.660 km/h

Leader:

1-13 Mosberger, 14-17 Schwägli, 18 Grütter, 19 Schwägli, 20 Grütter, 21 Schwägli, 22-27 Grütter

Zieleinlauf:

1.Grütter, 2.Schwägli, 3.Muster, 4.Sturges, 5.Mosberger

Ausfälle:

Kuhn (Start)

Das Wetter schlägt weiter Kapriolen, in der Zwischenzeit ist wieder ein Regenschauer über das Gelänge gezogen. Die Piste ist völlig nass, das Gros der Fahrer zieht Regenreifen auf. Nur Kuster, Berger und Kuhn spekulieren mit Slicks auf rasch abtrocknende Bahn, doch ihr Optimismus ist vergeblich.

Devis Schwägli katapultiert sich nach Startfreigabe am schnellsten über die Zielgerade, hinter ihm reihen sich Mosberger, Sturges und Muster ein. Dahinter kreiseln Kuhn und Grütter beim Anbremsen der ersten Kurve ins Kiesbett und reissen das Feld auseinander. Grütter kann sich wieder auf die Piste zurück kämpfen, doch mit grossem Rückstand scheint er bereits auf aussichtlosem Posten zu sein. Welch Irrtum!

Grütter jagt mit dem Messer zwischen den Zähnen dem Feld hinterher. Nach wenigen Runden schon hat er die ersten Gegner eingeholt und pfeilt sich unwiderstehlich an Kart um Kart vorbei. In Runde vier liegt er bereits wieder auf Position 5, doch nun klafft eine Lücke von rund 200 Metern auf das Führungsquartett. Erneut setzt leichter Regen ein, was Grütter mit seinem offensichtlich auf nasse Verhältnisse abgestimmten Fahrwerk entgegenkommen dürfte. Meter um Meter zoomt sich der junge Ostschweizer denn auch näher an die Spitze heran.

An der Spitze wird das Quartett nun aufgesprengt. Mosberger und Schwägli ziehen etwas weg, Muster und Sturges vermögen die Pace nicht mehr mit zu gehen, zumal sie sich untereinander stark duellieren. Grütter rückt indessen näher und näher...

Bald zeichnet sich ab, dass Grütter das vor ihm liegende Duo einholen und überholen wird. In Runde 14 ist dies denn auch so weit, ohne viel Federlesens passiert Grütter seine Konkurrenten. Nun liegen also nur noch Schwägli und Mosberger vor ihm, allerdings noch immer mit rund 50 Metern Vorsprung.

Doch nun überschlagen sich die Ereignisse. Mosberger dreht sich in der schnellen Rechtskurve vor der Geraden und fällt auf Platz fünf zurück. Schwägli muss ebenfalls vom Gas. Grütter nutzt die Gelegenheit, um sich nochmals näher an Schwägli heranzusaugen und hängt in Runde 17 tatsächlich im Heck des MS-Kart Fahrers. Grütter geht denn auch in der Fahrerlager-Kurve an Schwägli vorbei, doch dieser kontert umgehend. Rundenlang entbrennt nun ein sehenswertes Duell um die Führung, die Spitze wechselt mehrmals, doch am Ende behält Grütter die Oberhand. Mit einer ausserordentlichen Leistung holt er sich verdient den Finalsieg und weitere 20 Punkte. Hinter Schwägli auf P2 folgen Muster, Sturges, Mosberger und Müller auf den folgenden Plätzen.

Auch im neuen Jahr bietet die Biland Challenge also packenden Rennsport, wie das erste Rennen in Biesheim eindrücklich bewiesen hat. Bleibt zu hoffen, dass sich die Turbulenzen in dieser Kategorie wieder legen, die Startfelder wieder besseren Zulauf erfahren und damit auch vermehrt das sportliche Geschehen auf der Rennstrecke wieder für Schlagzeilen sorgen kann.

Kategorie 150: Caviezel ohne Gegner

Das Startfeld der Kategorie 150 (liz. und Club 150) platzt mit lediglich 12 Nennungen nicht gerade aus allen Nähten, ist aber mit Caviezel, Kurmann, Rüegsegger und Batista doch mit einigen bekannten Namen gespickt. Dazu kommen mit Simon Trummer, Ronny Theiler und Adrian Gugger drei Nachwuchsfahrer, die in den vergangenen Jahren in der Junior-Wertung stets für ausgezeichnete Resultate gesorgt hatten.

Vorläufe 150:  Frauenpower pur.

Renn-Telegramm Vorlauf 1:

Kartbahn Biesheim (F)

Wetter:

Bedeckt, windig, 13 0

17 Runden à 0.780 km = 14.025 km

Schnellste Runde:

Caviezel in 30.455 (Rd 8, Tagesbestzeit), ), 90.074 km/h

Leader:

1-17 Caviezel

Zieleinlauf:

1.Caviezel, 2.Trummer, 3.Gugger, 4.Forgeron, 5.Rüegsegger, 6.Zehnder (1.Rang Club 150)

Ausfälle:

Batista (Rd 3, P 12), Theiler (Rd 11, P 6)

Renn-Telegramm Vorlauf 2:

Kartbahn Biesheim (F)

Wetter:

Bedeckt, windig, 12 0

17 Runden à 0.780 km = 14.025 km

Schnellste Runde:

Caviezel in 30.665 (Rd 16), 89.457 km/h

Leader:

1-17 Caviezel

Zieleinlauf:

1.Caviezel, 2.Forgeron, 3.Trummer, 4.Gugger, 5.Zehnder (1.Rang Club 150)

Ausfälle:

Batista (Rd 2, P 10)

Die Vorläufe der leichten 100cc Kategorie werden zu einer klaren Beute von Michaela Caviezel. Nachdem sie schon das Zeitfahren für sich entscheiden konnte, lässt sie in den Rennläufen ihren Gegnern kaum den Hauch einer Chance. Nur gerade in den Startrunden der zwei Läufe vermag sich ein Konkurrent an ihre Fersen zu heften, doch auch Gugger (1.Vorlauf) und Forgeron (2.VL) müssen die schnelle Bündnerin nach wenigen Umläufen definitiv ziehen lassen.

Hinter Caviezel sind es denn vor allem die beiden Neulinge Gugger und Trummer, die mit vorderen Plätzen und einigen sehenswerten Positionskämpfen auf sich aufmerksam machen. Einen rabenschwarzen Tag erwischt hingegen der junge Brasilianer Renan Batista. In beiden Vorläufen muss er schon nach wenigen Metern aus dem Rennen ausscheiden.

Final 150:  Dritter Start-Ziel Sieg für Caviezel

Renn-Telegramm Final:

Kartbahn Biesheim (F)

Wetter:

Abziehender Regenschauer, windig, 12 0

27 Runden à 0.780 km = 20.574 km

Schnellste Runde:

Caviezel in 30.560 (Rd 9)

Leader:

1-27 Caviezel

Zieleinlauf:

1.Caviezel, 2.Trummer, 3.Forgeron, 4.Gugger, 5.Rüegsegger..... 8.Milota (1.Club 150)

Ausfälle:

Zehnder und Theiler (Kollision Rd 25, Pos 5 und 6)

 

Aufgrund der Dominanz von Caviezel in den Vorläufen braucht man kein Hellseher zu sein, um auch im Finale ihren Sieg zu prophezeien. Einzig das Wetter könnte Unruhe ins Feld bringen, doch die dunklen Regenwolken über Biesheim halten vorerst noch dicht. Ein paar wenige Regentropfen fallen zwar, doch die Piste bleibt nach wie vor mehrheitlich trocken und griffig.

Wie erwartet prescht die CRG-Pilotin von der ersten Runde an vor dem Feld weg und umkreist den Kurs in der Folge alleinfahrend und ungefährdet. Hinter ihr balgen sich Gugger, Trummer und der Franzose Forgeron um Platz zwei. Adrian Gugger verliert ab Rennmitte den Anschluss an die Verfolgergruppe, somit braucht Trummer nur noch Forgeron in Schach zu halten. Dies gelingt ihm auch in überzeugender Art und Weise, als Lohn steigt er neben Caviezel auf Platz zwei des Podests.

In der Kategorie Club 150 scheint der Sieg eine leichte Beute von Christoph Zehnder zu sein, Doch zwei Runden vor Schluss kollidiert Zehnder mit dem nachdrängenden Ronnie Theiler, worauf beide aus dem Rennen ausscheiden. Somit erbt Christian Milota den Siegerpokal Club 150 vor Henry Junior Humann und Christoph Zehnder.

Kategorie 160: 3 Mal Carigiet

Wie im 150kg-Feld steht auch in der schweren Kategorie nur eine bescheidene Anzahl von Fahrern am Start. 4 lizenzierte Piloten treten zusammen mit 4 Club-Piloten zu den Rennen an.

Vorläufe 160:  Carigiet immer stärker gefordert

Renn-Telegramm Vorlauf 1:

Kartbahn Biesheim (F)

Wetter:

Bedeckt, windig, 13 0

17 Runden à 0.780 km = 14.025 km

Schnellste Runde:

Manganelli in 31.407 (Rd. 14)

Leader:

1 Lindegger, 2-17 Carigiet

Zieleinlauf:

1.Carigiet, 2.Lombardi, 3.Lindegger, 4.Meier (1.Rang Club 160), 5.Bugini (2.Rang Club 160)

Ausfälle:

Amweg (Rd 3)

Renn-Telegramm Vorlauf 2:

Kartbahn Biesheim (F)

Wetter:

Bedeckt, windig, 12 0

17 Runden à 0.780 km = 14.025 km

Schnellste Runde:

Lombardi in 31.528 (Rd. 9)

Leader:

1-3 Lindegger, 4-9 Carigiet, 10-11 Lindegger, 12-17 Carigiet

Zieleinlauf:

1.Carigiet, 2.Lombardi, 3.Lindegger, 4.Meier (1.Club 160), 5.Manganelli,

Ausfälle:

-

Auch die Vorläufe zur Kategorie 160 kg kennen nur einen Sieger: Reto Carigiet setzt sich in beiden Rennen durch. Während ihm dies in Lauf 1 ohne grosse Gegenwehr seiner Konkurrenten gelingt, muss er sich den Sieg in Vorlauf 2 schon viel mehr erkämpfen.

In beiden Rennen heisst der hartnäckigste Gegner in den ersten Runden Georg Lindegger, er fordert Carigiet mit einer kampfbetonten Fahrweise zum Teil doch recht stark. Mit zunehmender Renndauer setzt sich allerdings Gianluca Lombardi beide Male immer besser in Szene, doch für einen Sieg reicht es dem jungen Ostschweizer trotz aufsteigender Tendenz nicht ganz. Ohne die Schwierigkeiten zu Beginn der Rennen (1.Lauf: überfetteter Motor, 2.Lauf: Dreher in der Einführungsrunde) wäre allerdings mehr als nur ein zweiter Platz dringelegen.

In der Club-Wertung setzt sich Willi Meier in beiden Läufen problemlos gegen Carlo Bugini, Enzo Gagliardi und Stefan Amweg durch.

Final 160:  Regen und vorzeitiges Rennende bringen Meier um den Sieg

Renn-Telegramm Final:

Kartbahn Biesheim (F)

Wetter:

Einsetzender Regen, windig, 12 0

16 Runden à 0.780 km = 12.192 km

Schnellste Runde:

Meier in 31.825 (Rd 6)

Leader:

1 Carigiet, 2-3 Lombardi, 4-15 Meier, 16 Carigiet

Zieleinlauf:

1.Carigiet, 2.Bugini (1.Rang Club 160), 3.Manganelli, 4.Lombardi, 5.Lindegger

Ausfälle:

Meier (Rd 15, Pos 1, Unfall)

Das abschliessende Finalrennen bringt nochmals viel Spannung hervor. Einerseits hat Lombardi aufgezeigt, dass er bereit ist, Carigiet herauszufordern, andererseits kann jeden Moment der seit längerem drohende Regen einsetzen. Noch ist aber die Piste trocken, die Fahrer gehen auf Slicks ins Rennen.

Carigiet katapultiert sich beim Fallen der Startflagge am schnellsten in die erste Kurve, doch Lombardi hängt sich von Beginn weg sehr agressiv ins Heck des KCO-Piloten. Es dauert denn auch nicht lange, und Lombardi presst sich in der Fahrerlager-Kurve in Front. Doch Carigiet bekommt es diesmal nicht nur mit Lombardi zu tun Auch Willi Meier (Club 160) hat in der Zwischenzeit offensichtlich eine hervorragende Abstimmung gefunden und macht ebenfalls mächtig Druck auf Lombardi und Carigiet. Und tatsächlich - am Ende der dritten Runde macht sich Meier auf der Geraden ganz klein, nutzt den Windschatten seiner Konkurrenten und bremst sich anschliessend auf der letzten Rille in Führung.

Somit liegt nun ein Club 160-Fahrer an der Spitze des Feldes. Meier vermag sich gar etwas von den Verfolgern zu lösen und fährt in der Folge ein bestechendes Rennen. Doch der Himmel sollte etwas gegen seinen Sieg haben.. In Runde acht fallen die ersten Regentropfen, der schwarze Wolkenhimmel verheisst wenig Gutes. Bald schon prasselt der Regen nieder und die Piloten klammern sich auf ihren slickbereiften Karts krampfhaft an die Piste.

Die Rennleitung entscheidet sich in Runde 16 aus Sicherheitsgründen denn auch für vorzeitige Beendigung des Finallaufs, doch für Willi Meier kommt die Flagge eine Runde zu spät. In Turn 15 geht ihm im Infield die Strasse aus, er kreiselt ins Kiesbett und muss den sicher scheinenden Sieg zerknirscht hergeben.

Zum Zeitpunkt des Rennabbruchs liegt somit Reto Carigiet in Front und empfängt die karierte Flagge als Erster. Doch auch wenn er von Meiers Missgeschick profitiert, so ist sein Sieg aufgrund der starken Vorstellung in den Vorläufen schliesslich doch nicht unverdient. Zweiter wird Carlo Bugini (1.Rang Club 160) vor Manganelli und Lombardi.

Kategorie Junior: Erstaunlicher Christopher Zanella

Zeifahren Junior:  Knappe Entscheidung

Das Zeitfahren der Kategorie Junior endet mit einer denkbar knappen Entscheidung. Die schnellsten vier Piloten umrunden den Kurs innerhalb von nur 7 Hundertstelsekunden. Der Franzose Bastin Borget startet mit 31.924 sec auf Pole, gefolgt von Christopher Zanella (31.983), Andrina Gugger (31.986) und dem Deutschen Sebastian Böse (31.997)

Vorläufe Junior:  Zanella gewinnt beide Duelle gegen Böse (D)

Renn-Telegramm Vorlauf 1:

Kartbahn Biesheim (F)

Wetter:

Einsetzender Regen, windig, 13 0

14 Runden à 0.780 km = 10.668 km

Schnellste Runde:

Zanella in 32.265 (Rd 7), 85.021 km/h

Leader:

1 Borget, 2-5 Böse, 6-8 Zanella, 9 Böse, 10-14 Zanella

Zieleinlauf:

1.Zanella, 2.Böse, 3.Storz, 4.Kochem, 5.Manna

Ausfälle:

Borget (Rd 1, Pos 1, Unfall), Sutter, Fübrich, Gugger

Renn-Telegramm Vorlauf 2:

Kartbahn Biesheim (F)

Wetter:

Bedeckt, windig, 12 0

17 Runden à 0.780 km = 14.025 km

Schnellste Runde:

Borget in 31.887 (Rd. 13), 86.029 km/h

Leader:

1-8 Zanella, 9 Böse, 10-17 Zanella

Zieleinlauf:

1.Zanella, 2.Böse, 3.Storz, 4.Manna, 5.Mettler

Ausfälle:

Sutter und Schiavano (Rd 1), Fübrich (Rd 8)

Die Junior-Vorläufe beginnen mit einem Paukenschlag. Der Quali-Schnellste Bastin Borget setzt sein Kart in der ersten Runde in Front liegend ins Kiesbett (Infield), gleichzeitig fällt Andrina Gugger, die ebenfalls aus der Spitzengruppe ins Rennen gehen konnte, mit einem stotternden Motor aus. Somit bleiben vom rasenden Quali-Quartett nur gerade noch Böse und Zanella übrig.

Zanella und Böse drücken dem Rennen von Beginn weg auch gleich ihren Stempel auf. Zu Beginn liegt Böse vorne, doch dann setzt sich Zanella vor den Deutschen. Böse vermag Zanella aber weiterhin zu folgen und attackiert diesen zu Rennhälfte nochmals. Kurzzeitig erobert sich Böse die Spitzenposition mit einem Ausbremsmanöver am Ende der Geraden, doch Zanellas Konter folgt umgehend im nächsten Umlauf. Das Duell verspricht noch viel Spannung, aber dann entladen sich die schon seit längerem drohenden Regenwolken. Auf der nun regennassen Piste gehen die Fahrer keine Risiken mehr ein und die Rennleitung entscheidet sich in Runde 14 richtigerweise für eine vorzeitige Beendigung des Laufs. Zanella siegt also vor Böse. Dahinter folgen Storz, Kochem und Manna mit grösserem Abstand auf den nächsten Plätzen.

Rechtzeitig zu Lauf zwei hat sich das Unwetter wieder verzogen. Die Piste ist inzwischen abgetrocknet, so dass die Fahrer wieder auf profillosen Reifen ins Rennen gehen. Auch diesmal geht der Start nicht ohne Zwischenfälle über die Runden, in der ersten Kurve kollidieren Kochem, Sutter und Schiavano. Kochem kann weiterfahren, für die andern beiden ist das Rennen hingegen zu Ende.

Vorne sind es erneut Zanella und Böse, die sich vom Feld abseilen. Ähnlich wie in Lauf 1 duellieren sich die beiden erneut auf Messers Schneide, als ob es um die Weltmeisterschaft ginge. Am Ende jagt Zanella mit wenigen Zentimetern Vorsprung vor Böse über den Zielstrich. Was für ein Duell der beiden jungen Piloten!

Im Schatten des Fights um den Sieg geht das Geschehen im Verfolgerfeld etwas unter. Am Ende holt sich Storz Platz drei vor Manna und Mettler. Bastin Borget schafft es nach schöner Aufholjagd vom Ende des Feldes noch auf Platz sechs.

Final Junior:  Zanella im Stile eines Regenkönigs..

Renn-Telegramm Final:

Kartbahn Biesheim (F)

Wetter:

Abziehende Regenfront, windig, 12 0

27 Runden à 0.780 km = 20.574 km

Schnellste Runde:

Zanella in 37.660 (Rd 25), 72.841 km/h

Leader:

1-27 Zanella

Zieleinlauf:

1.Zanella, 2.Borget, 3.Böse, 4.Meier, 5.Mettler

Ausfälle:

Storz, Manna, Fübrich

Strafen:

P6 für Kochem (Überholen bei Gelb, Relegation von P3 auf P9)

Nach einem Regenschauer startet das Junior-Feld mit Profilreifen zum entscheidenden Finallauf. Man darf gespannt sein, wie sich die Fahrer auf Regenreifen und die völlig veränderten Bedingungen einstellen.

Christopher Zanella scheint die nasse Piste nicht im Geringsten zu stören. Im Gegenteil: Mit einer unwiderstehlichen Fahrt lässt er seinen Kontrahenten nicht den Hauch einer Chance, legt bald einen immensen Vorsprung zwischen sich und alle Verfolger und umkreist dabei trotz hoher Pace die Strecke mit traumwandlerischer Sicherheit. Ohne die geringsten Schwierigkeiten absolviert Zanella das 27 Runden dauernde Rennen und überrundet dabei ausnahmslos das gesamte Feld! Eine derart krasse Überlegenheit ist schon sehr aussergewöhnlich!

Hinter Zanella ist somit also nur noch Platz zwei zu vergeben. Diesen holt sich nach einer ebenfalls problemlosen Fahrt Bastin Borget, der in den Vorläufen noch mit grossem Pech kämpfen musste. Sebastian Böse, in den ersten Runden noch einigermassen im Schlepptau von Zanella unterwegs, dreht sich in Kurve 1 beim Herausbeschleunigen, fällt bis auf P11 zurück, kämpft sich danach aber wieder weit nach vorne. Am Ende quert er die Zielflagge als Vierter, rutscht aber nach der Relegation von Kochem (6 Penalties für Überholen unter Gelb) noch aufs Podest nach.

Kategorie Mini / Openmini: Dominierendes Gugger-Team

Zeifahren Mini/Openmini:  Eberle vor Walser und Rosa

Auch das Mini/Openmini Feld tritt mit 12 Karts zum Saisonauftakt an. An der Spitze zeigt sich dabei wenig Änderung im Vergleich zum Vorjahr - Pascal Eberle setzt sich bei den Openmini mit 35.819 sec bereits wieder auf Pole. Auf die folgenden Startplätzen qualifizieren sich Roger Walser (36.103), Riccardo Rosa (36.352) und Jeffrey Schmidt (36.379). Bei den Kleinsten gelingt Annika Lundin in 38.474 sec die schnellste Zeit.

Vorläufe Mini/Openmini:  Eberle mit zwei überlegenen Siegen

Renn-Telegramm Vorlauf 1:

Kartbahn Biesheim (F)

Wetter:

bedeckt, windig, 13 0

14 Runden à 0.780 km = 10.668 km

Schnellste Runde:

Eberle in 35.889 (Rd 14)

Leader:

1-14 Eberle

Zieleinlauf:

1.Eberle, 2.Walser, 3.Rosa, 4.Schmidt, 5.Brügger.   Mini: 1.Lundin

Ausfälle:

Thoma (Rd 7)

Renn-Telegramm Vorlauf 2:

Kartbahn Biesheim (F)

Wetter:

Bedeckt, windig, 12 0

14 Runden à 0.780 km = 10.668 km

Schnellste Runde:

Eberle in 35.689 (Rd 11)

Leader:

1-14 Eberle

Zieleinlauf:

1.Eberle, 2.Walser, 3.Rosa, 4.Schmidt, 5.Brügger.   Mini: 1.Thoma

Ausfälle:

-

Die Vorläufe verlaufen beide nach dem selben Muster. Pascal Eberle dominiert mit einem hervorragende disponierten Kart die Rennen nach Belieben, entsprechend gross ist sein Vorsprung auf seine Verfolger in beiden Läufen. Auch auf den Verfolgerplätzen klassieren sich sowohl in Lauf 1 wie auch Lauf 2 dieselben Piloten: Roger Walser wird beide Male Zweiter vor Riccardo Rosa, Jeffrey Schmidt und Nico Brügger.

Einzig im Mini-Feld ergeben sich zwei unterschiedliche Resultate. Geht in Vorlauf 1 der Sieg nach Ausfall von Claudio Thoma noch an Annika Lundin, so holt dieser das Versäumte nun in Lauf 2 nach.

Final Mini:  Eberle führt das Gugger-Trio an

Renn-Telegramm Final:

Kartbahn Biesheim (F)

Wetter:

bewölkt, windig, 11 0

20 Runden à 0.762 km = 15.240 km

Schnellste Runde:

Eberle in 36.253 (Rd 17)

Leader:

1.20 Eberle

Zieleinlauf:

1.Eberle, 2.Schmidt, 3.Walser, 4.Richard, 5.Brügger.     Mini: 1.Lundin

Ausfälle:

Rosa (Einführungsrunde, Motor)

Strafen:

Disqualifikation J.Schwab (Untergewicht)

Nach den beiden identisch verlaufenen Vorläufen zeichnet sich im Finalrennen gleich zu Beginn eine Wende ab. Riccardo Rosa's Tony-Kart bleibt in der Einführungsrunde mit hässlich rauchendem Auspuff stehen. Auch die herbeigeeilten Mechaniker vermögen das Problem nicht zu beheben, somit muss Rosa das Rennen bereits aufgeben.

Somit ist vorne die rote Swisshutless-Armada des Gugger-Teams unter sich. Pascal Eberle macht sich im bekannten Stile wieder auf und davon, doch dahinter muss sich diesmal Roger Walser dem aufdrehenden Jeffrey Schmidt beugen. Hinter dem Trio Gugger erobert sich Kris Richard mit Platz vier ebenfalls noch ein ausgezeichnetes Resultat, Nico Brügger wird wie in den Vorläufen bereits zum Dritten Male Fünfter.

Die Mini-Wertung entscheidet diesmal wieder Annika Lundin vor Claudio Thoma und Pascal von Allmen für sich.

Mit Eberle, Schmidt und Walser ist das Openmini-Podium also wieder einmal fest in Gugger-Hand. Die Jungs feiern dies auf dem Podest mit sichtlicher Freude in ihrem Team-Outfit. Der schöne Erfolg sei dem Team, das wie kaum ein zweites so viel für den Schweizer Kart-Nachwuchs unternimmt, von Herzen gegönnt.

Schlussbemerkung

Mit dem Frühlingscup ist auch bei uns im Norden der Startschuss in die neue Kartsaison gefallen. Wir haben mehrheitlich sehr spannende und unterhaltsame Rennen gesehen, auch wenn die Startfelder noch nicht die gewünschte Grösse erreichen. Man darf die Augen nicht davor verschliessen, dass der Schweizer Kartsport noch immer in einer äusserst schwierigen Umbruch-Phase steckt. Bleibt zu hoffen, dass die Weichen in eine erfolgreiche Zukunft richtig gestellt werden.

Immerhin zeichnet sich zumindest in der Rotax-Max Challenge schon jetzt eine ausserordentlich interessante und hochkarätige Rennsaison ab. .und wer weiss, vielleicht sind beim nächsten Biland-Challenge Rennen am 25.April ja auch bereits wieder mehr Fahrer am Start. Die heutigen Rennen haben gezeigt, dass die Serie durchaus noch Potential hat und auch eine Chance für junge Talente sein kann. Uebersax, Straubhaar und Bader lassen aus der Auto-Szene grüssen.

Ich freu mich jedenfalls wie immer schon heute auf die nächsten Rennen und eine tolle Saison 2004!

Bis dann

Euer Doidolino         doidolino@karting.ch



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