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Der Pole-Setter Marco Muster kann die Führung beim Start verteidigen und führt das Feld in Turn 1. Der Quali-Zweite André Hunkeler hingegen trudelt im Gerangel hinter Muster ins Kiesbett, aus dem er sich erst mit einiger Verspätung wieder befreien zu vermag. Wenig später tut es ihm Thomas Grütter gleich. Einen hervorragenden Start zeigen hingegen Patrick Straubhaar sowie Ken Allemann. Straubhaar heftet sich als erster Verfolger ans Heck Musters, vermag aber dessen Pace schon nach kurzer Zeit nicht mehr mitzugehen. Muster zieht in der Folge allein fahrend vorne weg. Straubhaar scheint sich auf nasser Fahrbahn so richtig wohl zu fühlen, es gelingt ihm gar, sich vom auf Position 3 folgenden Ken Allemann zu lösen. Bis in Runde 9 kann er den Abstand stets leicht ausbauen, doch dann wendet sich das Blatt. Allemanns Kart baut auf der leicht abtrocknenden Piste mehr und mehr Traktion auf, während sich Straubhaar nun schwerer tut. Allemann schliesst nun rasch auf und pfeilt sich gleich bei der ersten Attacke an Straubhaar vorbei. Ken liegt damit also bereits wieder auf P2 und scheint auf gutem Weg zum Titelgewinn zu sein, zumal Adrian Uebersax auf seinem Vormarsch hinter Peter Santos-Kuster und Sven Müller auf Platz sechs hängenbleibt. Einen guten Eindruck hinterlassen auch David Canonica und Devis Schwägli. Canonica liegt nach kämpferischer Vorstellung im Zweikampf mit Santos-Kuster um Platz vier, als sich sein Kettenblatt selbständig macht, Frustriert muss Canonica sein Kart neben der Strecke ausrollen lassen. Nach dem Ausfall Canonica’s macht sich Devis Schwägli über Santos-Kuster her und versucht, diesem Platz vier abzujagen, doch seine Angriffe verlaufen erfolglos. Im Gegenteil, bei einem besonders ungestümen Angriff in der Fahrerlager-Kurve gerät Schwägli in Schwierigkeiten, worauf der im Nassen ebenfalls bestens aufgelegte Sven Müller sowie Adrian Uebersax an ihm vorbeiziehen können. Nun sind die Positionen bezogen. Der in der bisherigen Saison noch sieglose Marco Muster fährt einen überzeugenden Start-Ziel Sieg vor Allemann und Straubhaar ein, auf den folgenden Plätzen erreichen Peter Santos-Kuster, Sven Müller, Adrian Uebersax sowie Devis Schwägli das Ziel. André Hunkeler muss sich nach einem weiteren Abstecher ins Kies mit Platz 12 begnügen. 2. Vorlauf Biland Challenge: Musters Sieg nach Straubhaar-ShowRenn-Telegramm:
Beim Start zu Vorlauf 2 gelingt es Patrick Straubhaar, sich auf der Innenbahn neben Marco Muster zu setzen. Muster muss somit etwas Raum geben, dies nützt auch der im Heck von Straubhaar’s Kart hängende Uebersax gleich aus, um sich ebenfalls innen durch zu zwängen. Muster kontert jedoch unverzüglich und haut sich in der folgenden Infield-Kurve mit Nachdruck wieder an Uebersax vorbei. Straubhaar behauptet unterdessen die Führung. Auch Ken Allemann hat beim Start etwas Boden eingebüsst. Bald schon liegt er jedoch wieder unmittelbar hinter seinem Hauptkonkurrenten Adrian Uebersax und folgt diesem vorerst nach, ohne gross zu attackieren. Erst zu Rennhälfte wird Allemann wieder sichtlich aufsässiger und findet auch bald einen Weg an Uebersax vorbei. Uebersax kann das Tempo seines Gegners nun nicht mehr mitgehen und verliert mehr und mehr an Boden. Allemann scheint also einen weiteren Schritt zum Titelgewinn zu machen, doch kurze Zeit später bricht das Unheil über Allemann zusammen. In Runde 16 gerät Ken bei der schnellen Kurve der Fahrerlagerausfahrt neben die Strecke, kann sein Kart aber mit Mühe noch abfangen und reiht sich auf P5 wieder ins Feld ein. Das scheint gerade nochmal gut gegangen zu sein, doch eine Runde später kreiselt Allemann auf der Verfolgung von Uebersax im Infield endgültig ins Kiesbett. Im Wissen darum, dass das Pendel im Titelrennen nun wieder ganz deutlich auf Seite von Adrian Uebersax zeigt, ist Kens offensichtliche Enttäuschung nur verständlich. Vorne liegt derweil noch immer ein bravourös kämpfender Patrick Straubhaar an der Spitze. Marco Muster hat aber nach seinem Premierensieg in Vorlauf 1 offensichtlich Blut geleckt und attackiert Straubhaars Führung gegen Ende des Rennens zunehmend. Kurz vor Schluss saugt sich Muster auf der Geraden in Straubhaars Windschatten an und presst sich auf der Bremse in Front. Straubhaar kontert nochmals, doch Muster behält schliesslich auch im zweiten Lauf die Oberhand. Ein sehenswertes Rennen zeigen auch die beiden vom Ende des Feldes gestarteten Canonica und Hunkeler. Nach zahlreichen Überholmanövern und den schnellsten Rundenzeiten im ganzen Feld kämpfen sich die beiden Pechvögel aus Lauf 1 nun wieder weit nach vorne, am Ende reicht es hinter den ebenfalls überzeugenden Santos-Kuster, Raffi Bader und Devis Schwägli immerhin noch zu den Rängen sieben und acht. In der Addition der beiden Vorläufe holt sich klar Marco Muster das Punktemaximum vor Patrick Straubhaar und Peter Santos-Kuster. Adrian Uebersax fügt seinem Konto für P4 weitere 15 Zähler hinzu und vergrössert seinen Vorsprung in der Meisterschaft auf 10 Punkte. Sein Team dürfte den Champagner vor dem abschliessenden Finale also bereits kaltstellen. Finale Biland Challenge: Muster siegt trotz starkem Finish CanonicasRenn-Telegramm:
Auch beim Start zum Finallauf gelingt es Straubhaar, den Pole-Mann Muster auf der Bremse am Ende der Geraden zu bezwingen. Uebersax hält sich ebenfalls in der Spitzengruppe, Ken Allemann auf P6 hat hingegen noch Devis Schwägli und André Hunkeler zwischen sich und Uebersax. Schwägli und Hunkeler trudeln jedoch bereits in Runde zwei am Ende der Zielgeraden ins Kies, somit liegt nun Allemann unmittelbar hinter Uebersax. Allemann muss unbedingt an Uebersax vorbei und möglichst ganz nach vorne, wenn er den letzten Strohhalm im Kampf um den Titel noch ergreifen will. Ganz vorne liegt jedoch nach wie vor der heute hervorragend auftrumpfende Patrick Straubhaar. Je nasser die Verhältnisse sind, desto konkurrenzfähiger scheint er zu sein. Das Nass, das ihn heute so grossartig in Szene setzt, wird ihm nun jedoch zum Verhängnis, da sein Luftfilter nun zuviel an Wasser abbekommt. Mit zwischenzeitlich deutlich verringerter Leistung muss Straubhaar nun die Führung praktisch kampflos an Muster übergeben und rutscht in der Folge noch bis auf P7 ab. Nun liegt also wieder Marco Muster in Front, dahinter folgen Adrian Uebersax und Ken Allemann. Allemann muss nun um jeden Preis attackieren, gerät dabei im Infield jedoch vorerst von der Strecke und rutscht bis auf P5 ab. Doch Ken gibt noch nicht auf. Innert weniger Runden kämpft er sich hinter einem ebenfalls fulminant aufdrehenden David Canonica wieder bis zu Uebersax nach vorne und ringt diesen nun in der Fahrerlagerkurve definitiv nieder. Noch kann Allemann also hoffen – für einen Titelgewinn muss er nun jedoch möglichst noch ganz an die Spitze, während Uebersax bestenfalls als Vierter ins Ziel kommen darf. Uebersax tut sich nun tatsächlich zunehmend schwerer, muss zuerst Raffi Bader und anschliessend auch Peter Santos-Kuster passieren lassen und liegt nun somit nur noch auf P6! Kann Allemann seine letzte Chance nutzen? Bei einem sechsten Platz von Uebersax würde ein Finalsieg zum Titel reichen. Allemann versucht alles, doch vorne macht Marco Muster keine Anstalten, die Führung wegzuschmeissen, zudem liegt auch Canonica auf P2 noch vor Allemann. Canonica dreht gegen Ende des Rennens mehr und mehr auf hängt sich gefährlich ins Heck von Muster. Canonica greift nach dem Sieg, doch die Zielflagge rettet Marco Musters dritten Sieg am heutigen Tag. Ken Allemann schafft es trotz grossem Einsatz nicht mehr, das Blatt im Final noch zu wenden. Adrian Uebersax überquert die Ziellinie auf P6 als Sieger der Biland Challenge und wird im Auslauf von seinen zahlreich mitgereisten Fans frenetisch empfangen. Die Entscheidung ist somit nun also gefallen. Sowohl Allemann wie auch Uebersax haben uns über die gesamte Saison ein hochstehendes und prickelndes Duell geboten, beide Fahrer hätten den Titel mehr als verdient. Allerdings kann es nur einen Sieger geben, schliesslich hat Adrian Uebersax mit 214 Punkten gegen Ken Allemann (207 Pt.) das bessere Ende für sich behalten. Die folgenden Tabellenplätze belegen David Canonica (P3, 166 Pt.), Marco Muster (P4, 145 Pt.), André Hunkeler (P5, 138 Pt.) sowie Patrick Straubhaar (P6, 124 Pt.). Für das Weltfinale in Marokko qualifizieren sich also Uebersax, Allemann, Canonica und Muster, ausserdem der Siebte der Challenge, Roland Mosberger als bester Pilot über 35 Jahre. Nach dem tollen Ergebnis von Patrick Straubhaar am letztjährigen Weltfinale darf man gespannt sein, wie die Schweizer Delegation an den Rennen in Marrakesch abschneiden wird. Wir drücken bereits heute die Daumen.
Kategorie ICA: Remschnig sichert sich vorzeitig den Meistertitel
Zeitfahren ICA: Remnschnig trocknet im Regen alle ab.Auch beim ICA-Zeitfahren herrschen bereits nasse Bedingungen. Alle Trainings hatten bislang auf trockener Strecke stattgefunden, somit ist die Aufgabe für die Piloten nicht einfach, müssen sie sich doch innert 4 Minuten auf die völlig veränderten Umstände einstellen. Am Besten gelingt dies dem aktuellen Meisterschafts-Leader Hans Remschnig. Mit 37.511 sec bleibt er deutlich schneller als Adrian Rüegsegger (37.742), Rahel Frey (37.774) und Marco Kurmann (37.926). Auch Hansruedi Rohner fühlt sich auf nasser Piste wohl und beweist dies mit Startplatz fünf, gefolgt von Samuel Gafner und Patrick Müller. Die übrigen Meisterschaftsanwärter Pascal Posch, Marc Grabher und Michael Grabher tun sich vorerst etwas schwerer und starten in Vorlauf 1 aus dem Mittelfeld. 1. Vorlauf ICA: Kurmann bezwingt Rüegsegger und RemschnigRenn-Telegramm:
Remschnig startet aus der Pole-Position hervorragend ins Rennen und führt das Feld in die erste Runde. Kurmann, Rüegsegger und Rohner heften sich als erste Verfolger an seine Fersen, vermögen das horrende Anfangstempo Remschnigs jedoch nicht mitzugehen. Bald klafft eine grössere Lücke zwischen dem Spitzenreiter und der Verfolgergruppe. Der Regen hat inzwischen vorübergehend aufgehört und die Strecke beginnt auf der Ideallinie bereits leicht abzutrocknen. Dies wird nun Remschnig zum Verhängnis. Seine neu aufgezogenen Regenreifen bauen nun rasch ab, Kurmann und Rüegsegger schliessen nun sehr schnell wieder zum Leader auf und haben auch keine Schwierigkeiten, gleich an Remschnig vorbeizuziehen. Von hinten naht nun noch weitere Gefahr für Remschnig, der das Tempo der Spitze nun klar nicht mehr halten kann. Die unglücklich gestartete Rahel Frey hat in der Zwischenzeit eine tolle Aufholjagd hingelegt und rückt nun zusammen mit Hansruedi Rohner immer näher zu Remschnig auf, wobei sie sich mit Rohner ein prickelndes Duell liefert. Das Fallen der Zielflagge hindert Frey und Rohner daran, Remschnig am Ende noch zu passieren. Hinter Kurmann, Rüegsegger, Remschnig, Frey und Rohner erreicht Pascal Posch das Ziel auf P6, hinter ihm folgen Patrick Müller, Samuel Gafner sowie Marco Wettstein. 2. Vorlauf ICA: Remschnig schlägt mit überlegenem Start/Ziel-Sieg zurückRenn-Telegramm:
Mittlerweile hat sich nun der Regen intensiviert, das Feld startet in einer gewaltigen Gischtwolke zu Vorlauf 2. Kurmann liegt zuerst noch vorne, doch im Infield setzt sich Remschnig energisch gegen seinen Rivalen durch und übernimmt die Führung. Gleichzeitig presst sich hinter ihm auch Pascal Posch innen durch auf Position 3. Diese drei Fahrer prägen in der Folge zusammen mit den nachfolgenden Rohner und Frey das Geschehen an der Spitze des Feldes, bevor sich Rahel Frey in Runde Neun nach einem Abflug vor der Fahrerlagerkurve im Kiesbett eingräbt. Remschnigs Kart scheint im zunehmenden Regen bestens zu funktionieren. Bald schon hat er einen komfortablen Vorsprung auf seine Gegner herausgefahren, der im weiteren Verlauf des Rennens mehr und mehr anwächst. Auch Kurmann löst sich rasch vom Verfolger Pascal Posch, somit sind die Positionen an der Spitze bald einmal bezogen. Lediglich Hansruedi Rohner sieht sich gegen Rennhälfte vom nachdrängenden Michael Grabher bedrängt und muss den Rheintaler auch nach kurzer Gegenwehr passieren und ziehen lassen. Rohner behauptet sich dafür gegen Marco Wettstein und Patrick Ciciello. Aus der Summe der beiden Vorläufe sichert sich Marco Kurmann mit einem ersten und einem zweiten Platz das Punktemaximum, dahinter folgen Hans Remschnig, Pascal Posch und Hansruedi Rohner vor Patrick Müller und Marco Wettstein. Final ICA: Remschnig dominiert auch den Finallauf und holt sich damit den TitelRenn-Telegramm:
Der abschliessende Finallauf ist zu Beginn heftig umstritten. Kurmann erwischt einen hervorragenden Start und zwängt sich vor Posch durch Kurve 1. Auch Rohner bleibt lange auf dem Gas und verweist Remschnig auf P4. Doch schon nach wenigen Kurven legt Remschnig einige Kohlen nach und setzt sich rasch gegen Rohner durch. An der Spitze hat Posch mittlerweile Kurmann verdrängt. Doch auch Posch kann sich nicht lange an der Führung erfreuen, denn Remschnig macht nun Ernst im Angriff auf P1. In Runde fünf liegt ein entfesselt fahrender Remschnig wieder in Führung und baut diese rasch aus. Nach kurzer Zeit schon zeichnet sich klar ab, dass der Sieg heute nur über Remschnig gehen kann, den Gegnern bleibt das Nachsehen. Posch hat schliesslich über die lange Finaldistanz den längeren Atem gegenüber Kurmann und sichert sich P2. Hinter dem Verfolgerduo zeigt Hansruedi Rohner auch im dritten Rennen eine solide Leistung. In der ersten Rennhälfte hält er sich auf Platz vier, schliesslich muss er jedoch Michael Grabher und Raphael Rogenmoser passieren lassen. Michael Grabher schliesst gar noch bis zu Marco Kurmann auf, kommt aber an diesem trotz unermüdlicher Angriffe nicht mehr vorbei. Remschnig siegt also im Finale überlegen vor Posch, Kurmann, Grabher, Rogenmoser und Rohner. Mit den heute dazugewonnenen 37 Meisterschaftspunkten schafft Remschnig damit schon ein Rennen vor Schluss vorzeitig die Titelverteidigung. Auch bei einem Null-Ergebnis beim Saisonfinale in Wohlen können ihn auch mathematisch weder die Gebrüder Grabher noch Pascal Posch oder Rahel Frey noch gefährden. Herzliche Gratulation zum Schweizermeistertitel 2003 der Kategorie ICA!
Kategorie A-150: Girault trotz Schwierigkeiten nahe am Titelgewinn
Auch in der Kategorie A-150 kann heute bereits die Titelentscheidung fallen. Noch sind Carigiet, Zumstein und Mancina in Schlagdistanz zu Girault, doch der Romand könnte heute mit einem Spitzenresultat eine vorzeitige Entscheidung herbeiführen. Zeitfahren A-150: Brändlis Revival im Regen von BiesheimNach seinen zwei verkorksten Rennen in Chiavenna und St. Stephan hatte sich Andreas Brändli bereits mit dem Gedanken befasst, die Saison vorzeitig abzubrechen. Nun startet er doch noch in Biesheim und tut gut daran, meldet er sich doch gleich mit der schnellsten Quali-Zeit von 38.010 zurück. Neben ihm startet Adriano Scardino (38.062). Für die zweite Reihe qualifizieren sich Philipp Folghera (38.241) und Alexandre Girault (38.260). 1. Vorlauf A-150: Andreas Brändli im Stile eines „Regenkönigs“Renn-Telegramm:
Der Regen wird nochmals etwas stärker und dürfte dem einen oder anderen Fahrer ganz gelegen kommen. Brändli zumindest fühlt sich bei den nassen Bedingungen sichtlich wohl, er setzt sich vom Start weg klar von seinen Gegnern ab. Ein toller Start gelingt auch Lombardi und Zumstein, die sich aus dem Mittelfeld in der ersten Kurve bis auf Platz zwei bzw. drei nach vorne katapultieren. Girault und Scardino hingegen geraten in Bedrängnis und werden weit nach hinten durchgereicht. Brändli fliegt vorne weg übers Wasser und holt sich mit gewaltigem Vorsprung den Sieg in Vorlauf 1. Was für ein Unterschied zu den beiden vorangegangenen Rennen! Hinter ihm bildet sich zuerst eine Fünfer-Verfolgergruppe mit Zumstein, Lombardi, Angiola, Folghera und Scardino, bevor sich die beiden Birel-Fahrer ebenfalls nach vorne absetzen können. Lombardi verabschiedet sich zu Rennhälfte jedoch am Ende der Zielgeraden ins Kiesbett und fällt mit Rundenrückstand bis ans Ende des Feldes zurück. Zumstein umrundet nun die Piste ebenfalls allein fahrend auf P2, doch bald rückt von hinten Philipp Folghera immer mehr auf. Kurz vor Ende des Rennens zoomt sich Folghera an Zumstein heran, es entbrennt nochmals ein Kampf um Platz zwei. Nach mehreren erfolglosen Versuchen stellt Folghera sein Kart in der Infield-Linkskurve innen neben Zumstein, worauf die beiden Streithähne in Synchronformation ins Kiesbett geraten. Beide schieben ihre Karts sofort wieder ins Rennen, können aber nicht verhindern, dass das Tambo-Duo Adriano Scardino und Pasquale Angiola sowie auch Girault, Carigiet und Fröhlich indessen vorbeihuschen. Scardino rettet P2 vor dem nachstürmenden Girault ins Ziel, dahinter ringt Fröhlich in der letzten Runde noch Reto Carigiet nieder. Pasquale Angiola rutscht nach Schwierigkeiten noch auf P6 ab, kreuzt die Zielflagge aber ebenfalls noch vor Folghera und Zumstein, die allerdings nochmals dicht aufrücken können. 2. Vorlauf A-150: Brändlis zweiter StreichRenn-Telegramm:
Brändli gewinnt auch das Startduell zu Lauf 2 und biegt vor Girault, Scardino und Fröhlich in Runde 1 ein. Auch Adrian Zumstein schliesst sich dieser Gruppe noch an, doch dahinter öffnet sich rasch eine Lücke zu Lombardi, Carigiet, Mancina und Folghera. Brändli setzt sich vorne nach kurzer Zeit erneut ab, dahinter folgt das übriggebliebene Quartett nach, aus dem allerdings in Runde 7 nach Dreher von Heinz Fröhlich am Ende der Zielgeraden ein Trio wird. Girault dominiert dieses Verfolgertrio und kann sich gegen Rennende gar lösen, folgt nun also Andreas Brändli allein fahrend als erster Verfolger nach. Scardino und Zumstein indessen bieten den Zuschauern ein unterhaltsames Duell, das nach mehreren Positionswechseln erst in der allerletzten Runde und in einem energischen Manöver Zumsteins in der Fahrerlager-Haarnadel zugunsten des Birel-Fahrers entschieden wird. Mit grossem Abstand folgen Folghera, Lombardi, Carigiet und Bronz auf den weiteren Plätzen 5 bis 8, wobei Bronz auf der Ziellinie nur noch um Zentimeter hinter Carigiet liegt. In der Addition der Vorläufe holt sich Brändli also das Punktemaximum für den Sieg im Préfinale. Girault erreicht trotz aller Schwierigkeiten Platz zwei und macht somit einen weiteren Schritt in Richtung Titelgewinn. Scardino erhält 15 Punkte für Platz 3, gefolgt von Zumstein, Folghera und Carigiet. Fröhlich muss sich trotz ausgezeichneter Vorstellung nach seinem Ausritt mit Rang 7 zufriedengeben. Final A-150: Lombardis Sieg in ereignisreichem RennenRenn-Telegramm:
Der Finallauf der Kategorie A-150 beginnt mit viel Aufregung. Giraults Kart stellt sich nach einem Schubser von hinten quer, worauf sich das Feld in Kurve 1 aufstaut. Scardino, Folghera und Lombardi vermögen dem Chaos am schnellsten zu entrinnen, während Girault das Hauptopfer trägt und erst mit rund einer halben Runde Rückstand wieder ins Geschehen eingreifen kann. Scardino zeigt nun vorne eine Soloshow im Stile von Brändli in Lauf 1. Mit bestechenden Rundenzeiten seilt sich Scardino stetig weiter von seinen Verfolgern ab und scheint einem souveränen Sieg entgegen zu fahren. Doch in Runde 21 beisst die im Nassen recht tückische Piste zu – Scardino dreht sich nach einer Unkonzentriertheit ins Infield-Kiesbett. Nur der Helm dürfte ihn daran gehindert haben, sich die Haare zu raufen. Bis Scardino sein Kart wieder ausgegraben und zurück ins Rennen geschoben hat, ist er bis auf Position 8 zurückgefallen. Somit fällt die Führung überraschend an Lombardi, doch währt diese vorerst nur wenige Meter. Biagio Mancina, der sich bis zu diesem Zeitpunkt mit kämpferischer Fahrt bis auf P3 nach vorne gearbeitet hat, überrumpelt Lombardi mit einem Angriff, der ihn seinerseits nun in Führung bringt. Doch kurz danach rollt Mancina vor dem Fahrerlager mit technischen Problemen ins Aus. Lombardi kreist somit nun doch als Leader um den Kurs. Kann er die Führung bis ins Ziel verteidigen? Folghera und auch Pasquale Angiola rücken auf den nächsten Plätzen mehr und mehr auf und liegen nur noch wenige Meter hinter dem jungen Ostschweizer. Doch Lombardi macht auf den letzten paar Runden keine Fehler und kreuzt die Ziellinie erstmals in diesem Jahr als Sieger. Seine Freude über diesen Sieg ist so gross, dass er sein Kart am Ende der Zielgeraden gar noch ins Kiesbett wirft! Hinter dem überglücklichen Sieger wischt Folghera knapp vor Angiola unter der Zielflagge durch, mit einigem Abstand folgen Heinz Fröhlich und der nochmals weit nach vorne gefahrene Alexandre Girault. Gregory Bronz erreicht das Ziel als nächster noch vor Andreas Brändli, der infolge einer lockeren Vergaserverschraubung und damit verbundenem Leistungsabfall zu keiner Zeit ins Geschehen um die Spitze eingreifen kann. Trotzdem dürfte Brändli am heutigen Tag wieder viel Zuversicht getankt haben. In der abschliessenden technischen Kontrolle beanstandet die Rennleitung den Motor Folgheras, worauf dieser für den Finallauf aus der Wertung fällt. Angiola und Fröhlich komplettieren somit das Podest hinter Lombardi, Girault erbt Rang vier und holt sich somit weitere wertvolle Punkte im Titelkampf. Die Gesamtwertung zeigt nun Girault mit 136 Punkten klar in Führung vor Zumstein und Carigiet (je 110). Mancina (100), Lombardi (98) und der wieder aufgerückte Brändli (97) folgen auf den nächsten Plätzen, haben im Titelkampf allerdings auch theoretisch keine Chance mehr auf den Sieg. Girault darf mit 36 Punkten Vorsprung recht gelassen ans Finale nach Wohlen reisen – Zumstein wie auch Carigiet müssten im Finale noch das Punktemaximum holen bei gleichzeitigem Nuller Giraults. Wer Giraults Klasse kennt zweifelt wohl nicht mehr an dessen Titelgewinn. Doch noch muss das letzte Rennen gefahren werden...
Kategorie Junior: Adrian Gugger dominiert die Regenrennen
Zeitfahren Junior: Knappe Entscheidung zugunsten Fabio Leimers Auch das Feld der Kategorie Junior muss sich mit den überraschend nassen Verhältnissen zurechtfinden. Trotz der völlig veränderten Bedingungen liegen jedoch die gewohnten Namen im Klassement vorne: Leimer fährt mit 38.833 die schnellste Zeit, dicht gefolgt von Ronnie Theiler (38.922), Adrian Gugger (38.999) und Simon Trummer (39.004). 1. Vorlauf Junior: Adrian Gugger überflügelt seine GegnerRenn-Telegramm:
Der Regen nimmt an Intensität weiter zu. Theiler haut sich am Start zwar an Leimer vorbei in Führung, doch der Meisterschafts-Leader schlägt im Infield bereits wieder zurück. Theiler muss nun auch Mazzola innen durchschlüpfen lassen. Dahinter beisst sich Gugger (in Andrina’s Kart!) rasch am blitzartig gestarteten Batista und Trummer vorbei und heftet sich an Mazzola’s Fersen, nachdem Theiler in Runde zwei seine gute Position im Kiesbett zunichtemacht. Fabio Leimer folgt Theilers Beispiel in der dritten Runde nach. Kurzzeitig verliert Fabio beim Anbremsen der Fahrerlagerkurve die Kontrolle über sein CRG-Chassis und trudelt ins angrenzende Kiesbett. Mit nur wenig Zeitverlust jagt Fabio auf P5 allerdings seinen Konkurrenten wieder hintennach. Leimers Missgeschick spült nun Sandro Mazzola an die Spitze des Feldes, doch hinter ihm macht Adrian Gugger mächtig Druck. Mazzola vermag die Spitze nur während zweier Runden zu halten, danach schlüpft Adrian schliesslich bei einem seiner pausenlosen Angriffe am Bündner vorbei. Gugger hat nun freie Fahrt nach vorne und setzt sich rasch unwiderstehlich vom Feld ab. Bald liegen 50 Meter zwischen Adrian und seinen Verfolgern – das Kart seiner Schwester Andrina scheint im Nassen bestechend gut zu funktionieren. Sandro Mazzola liegt mit P2 weiterhin ausgezeichnet im Rennen, doch in der achten Runde scheidet der CRG-Pilot bei der Fahrerlager-Ausfahrt unglücklich aus. Somit sind die Positionen im Rennen bezogen. Simon Trummer, der den nachfolgenden Fabio Leimer gut in Schach halten kann, rutscht auf P2 nach. Hinter Leimer folgen Ronnie Theiler sowie mit grossem Abstand der junge Brasilianer Renan Batista, der sich auf der nassen Piste sichtlich schwer tut. 2. Vorlauf Junior: Guggers zweiter StreichRenn-Telegramm:
Adrian Gugger scheint sich an den Platz an der Spitze des Feldes gewöhnt zu haben. Auch in Lauf zwei lässt er nichts anbrennen und pflügt vor allen seinen Gegnern durch das immer ausgiebigere Nass auf der Strecke. Leimer folgt mit zunehmendem Abstand ebenfalls allein fahrend auf P2, während Simon Trummer nach verhaltenem Start zuerst an Batista vorbei muss, bevor er sich ebenfalls ungefährdet auf Platz drei installiert. Nach Batistas Ausfall (Infield, Runde 5) sind die Positionen für dieses Rennen bereits frühzeitig bezogen, die Fahrer umrunden die Strecke im strömenden Regen ohne nennenswerte Zweikämpfe. Adrian Gugger triumphiert also auch im zweiten Vorlauf vor Fabio Leimer, Simon Trummer, Maurizio Manna, Stefano Comini und dem für einmal eher verhalten fahrenden Ronnie Theiler. Gugger sichert sich damit auch das Punktemaximum in der Préfinal-Wertung, weitere Zähler gehen an Leimer, Trummer, Theiler, Manna und Batista. Final Junior: Gugger gewinnt in sehenswertem Duell gegen TrummerRenn-Telegramm:
Simon Trummer setzt beim Start zum Finallauf alles auf eine Karte und ringt den bisherigen Dominator Adrian Gugger nieder. Gugger heftet sich jedoch augenblicklich ans Heck des Berners und folgt diesem vorerst wie ein Schatten. Trummer und Gugger legen eine hohe Pace vor, der weder die nachfolgenden Theiler, Mazzola noch Leimer zu folgen vermögen. Bald klafft eine grosse Lücke zwischen dem Spitzenduo und dem Verfolgertrio. Fabio Leimer versucht in Turn 7, sich an Theiler und Mazzola vorbeizukämpfen, gerät bei diesem Angriff jedoch zu weit nach aussen und verliert nun den Anschluss an die Verfolgergruppe. Vielmehr gerät er nun unter Druck des nachfolgenden Stefano Comini, der im weiteren Rennverlauf gar auch noch am Tabellenführer vorbei ziehen kann. Der Finallauf dauert mit 27 Runden auf regennasser Fahrbahn recht lange, Adrian Gugger macht vorerst keine Anstalten, einen Angriff auf Trummer zu starten. Doch in der 22. Runde macht Gugger Ernst. Im Infield setzt er sich mit einem Überraschungsangriff neben Trummer und scheint auch schon vorbei zu sein, doch Trummer hält knallhart dagegen. Trummers Hartnäckigkeit bringt ihn in der nächsten Kurve wieder in Front, aber Gugger lässt nun nicht mehr locker. In den folgenden Kurvenkombinationen bleibt Adrian angriffig und behält schliesslich doch noch die Oberhand. Die letzen paar Meter des Rennens hält Gugger seinen Konkurrenten mit geschickter Linienwahl in Schach und krönt somit seine überzeugende Leistung im Regen mit dem dritten Sieg. Im Kampf um die Meisterschaft ist die Entscheidung trotzdem bereits vor dem Finale in Wohlen zugunsten von Fabio Leimer gefallen. Der CRG-Pilot erreicht nun insgesamt (nach Abzug der Streichresultate) bereits 152 Punkte und kann von keinem seiner Konkurrenten mehr überflügelt werden. Adrian Gugger stösst nach seiner tollen Tagesleistung von Rang 5 auf den zweiten Platz vor (117), dahinter folgen punktegleich Ronnie Theiler und Simon Trummer (111) vor Renan Batista (98). Somit bleibt zumindest die Entscheidung um den Vize-Titel noch offen.
SchlussbemerkungMit den heutigen Rennen in Biesheim sind nun die Entscheidungen mit Ausnahme der Kategorie A-150 allesamt gefallen. Herzliche Gratulation an Adrian Uebersax, Hans Remschnig und Fabio Leimer für den verdienten Titel. Die letzten Würfel fallen nun noch am Meisterschafts-Finale in Wohlen am 18. Oktober. Bleibt zu hoffen, dass trotz der vorzeitigen Entscheidungen alle Piloten nochmals zum Schlussbouquet antreten und den Zuschauern und dem Veranstalter eine tolle Finalshow zeigen. Zuvor steht jedoch noch der abschliessende Renntag zum diesjährigen Dream Kart Cup auf dem Programm, der am 11. Oktober ebenfalls auf der Kartbahn Wohlen ausgetragen wird. Bis dann, euer Doidolino (doidolino@karting.ch) |
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