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Swissopen Wohlen
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Foto Spezial Final A-150
Rennbericht Swiss Kart Open - Grand Prix Wohlen - Pfingstmontag, 9. Juni 2003

(do, 10. Juni)

Während sich am Gotthard jeweils der Pfingst-Rückreiseverkehr staut, trifft sich die Kart-Szene traditionell auf der Kartbahn Wohlen zum engagierten Kräftemessen. Nachdem im Vorjahr noch ein Lauf zur SM stattgefunden hatte, zählen die diesjährigen Rennen unter dem Titel Grand Prix Wohlen mit Ausnahme der beiden Mini-Kategorien zur Rennserie der Swiss Kart Open.

Zu dieser Rennserie zählen vier Veranstaltungen, neben dem aktuellen Rennen noch der bereits abgehaltene SM-Lauf von Ostermontag in Wohlen sowie die SM-Läufe in Biesheim am 28. September und erneut in Wohlen am 18. Oktober. Der Grund für diese Nebenwertung besteht darin, eine kostengünstigere Rennserie ohne allzu grosse Anreisewege anzubieten. Da ausserdem am selben Wochenende ein ICA-Europacup Rennen in Finnland stattfindet, zählt das heutige Rennen ausnahmsweise nicht zur Schweizer Meisterschaft, um die international fahrenden Piloten im Hinblick auf die SM-Gesamtwertung nicht zu benachteiligen.

Der Veranstalter, die Kart Renngemeinschaft Zürich, durfte bei herrlichem Sommerwetter insgesamt 73 Piloten und Pilotinnen begrüssen, die zu den Rennläufen in den 5 Kategorien ICA, A-150, Junior, Openmini und Mini antraten. Der Austragungsmodus war derselbe wie bei den Läufen zur Schweizer Meisterschaft, somit wurden also pro Kategorie je zwei Vorläufe sowie ein Finallauf abgehalten.

Kategorie ICA

 

Zeitfahren ICA:  Pole für Rahel Frey

Die Kategorie ICA eröffnet die Wettbewerbe mit dem Zeitfahren über 8 Minuten. Nachdem sie bereits im freien Training die schnellsten Zeiten realisieren konnte, setzt sich Rahel Frey auch im Qualifying gegen alle Konkurrenten durch. Ihre Rundenzeit von 39.034 reicht für die Pole Position, gefolgt von Marco Wettstein (39.160), Adrian Zaugg (39.237) und Pascal Posch (39.248). Auf den nächsten Positionen klassieren sich Daniel Weber, Adrian Rüeggsegger, Michaela Caviezel sowie Hansruedi Rohner.

Vorlauf 1 ICA:  Start-Ziel Sieg für Rahel Frey

Renn-Telegramm:

Kartbahn Wohlen

Schnellste Runde:

Rahel Frey in 39.338 (75.500 km/h)

17 Runden à 0.825 km = 14,025 km

Leader:

1-17

Rahel Frey

Wetter:

Sonnig, 25 Grad

     

Nachdem der Rennleiter Rolf Oberer die Start-Ampel auf Grün schaltet, vermag Rahel Frey ihre Pole zu verteidigen, obschon sich Adrian Zaugg, von Startplatz 3 hervorragend gestartet, kurzfristig praktisch auf gleiche Höhe schieben kann. Somit biegt Rahel vor Zaugg, Posch und Wettstein in die erste Kurve ein.

Dahinter ereignet sich eine Kollision zwischen Michaela Caviezel und dem forsch gestarteten Patrick Müller. Für Müller ist das Rennen somit bereits nach wenigen Metern zu Ende, Caviezel hingegen kann sich immerhin im Rennen halten, fällt jedoch vorläufig auf Position 10 zurück.

Marco Wettstein kämpft sich noch vor Ende der ersten Runde Platz 3 von Pascal Posch zurück, doch dieser vermag eine Runde später erneut zu kontern. Nun muss sich Adrian Zaugg gegen die Attacken Posch’s wehren, am Ende der Zielgeraden liegen die beiden auf gleicher Höhe, doch Zaugg beweist auf der Bremse starke Nerven, so dass Posch zurückstecken muss.

Der Dreikampf zwischen Zaugg, Posch und Wettstein geht auf intensivem Niveau weiter, was Rahel Frey an der Spitze ermöglicht, sich ein wenig von den Streithähnen abzusetzen. Der Vorsprung bleibt allerdings nur gering, so dass sich Rahel ebenfalls keinen Fehler erlauben kann. Daniel Weber auf Platz fünf sowie die übrigen Verfolger verlieren rasch den Anschluss an die Spitzengruppe.

Im Mittelfeld setzt in der Zwischenzeit Michaela Caviezel alles daran, den Rückstand aus dem Startzwischenfall wettzumachen. Bald vermag sie Adrian Rüegsegger und kurz darauf auch Raphael Thoma zu überholen. In Runde sechs ist auch Oliver Widmer dran, doch nun klafft eine grössere Lücke bis zum sechstplazierten Marco Kurmann. Caviezel setzt jedoch zu einer fulminanten Aufholjagd an, die sie näher und näher an Kurmann heranbringt. In Runde 9 ist der Anschluss hergestellt, doch Kurmann verschärft nun unter dem Druck von Caviezel die Pace ebenfalls. Caviezel folgt Kurmann vorerst ohne ernsthafte Attacken, und das schnelle Duo vermag nun Boden auf Daniel Weber auf P 5 gutzumachen.

In Runde 12 ist die Lücke zu Weber geschlossen. Da nun jedoch das Ende des Rennens naht, verstärkt Michaela Caviezel den Druck auf Marco Kurmann. Kurmann muss sich somit nun vermehrt nach hinten orientieren, was Weber erneut erlaubt, etwas wegzuziehen. In der zweitletzten Runde gelingt Caviezel dann schliesslich das Überholmanöver gegen Kurmann, was ihr den hart erkämpften sechsten Platz einbringt.

An der Spitze lässt sich indessen Rahel Frey den Sieg nicht mehr streitig machen, sie überquert die Ziellinie als Erste mit 10 Meter Vorsprung auf das Trio Zaugg, Posch und Wettstein. Daniel Weber folgt mit einem grösseren Rückstand auf Platz 5.

Vorlauf 2 ICA:   Umkämpfte Führung und ein Plattfuss

Renn-Telegramm:

Kartbahn Wohlen

Schnellste Runde:

A. Rüegsegger, 39.470  in Rd 9, 75.247 km/h

17 Runden à 0.825 km = 14,025 km

Leader:

1

Rahel Frey

Wetter:

Sonnig, 27 0

 

2 - 5

Adrian Zaugg

     

6 - 8

Marco Wettstein

     

9 - 17

Pascal Posch

Die Startphase zum zweiten Vorlauf ist stark umkämpft. Rahel Frey vermag zwar das Feld noch bis ins Infield anzuführen, doch dann folgt der Angriff von Zaugg, der sich vorerst an die Spitze setzen kann. Doch Rahel kann in der nächsten Kurvenkombination kontern. Zaugg muss die Führung nochmals abgeben, setzt am Ende der ersten Runde dafür umso vehementer erneut zum Angriff an. Wieder gelingt es ihm, Rahel zu passieren. Auch Marco Wettstein und Pascal Posch setzen nun ähnlich energisch wie Zaugg nach, und Rahel Frey wird bis auf P 4 durchgereicht.

Auch Michaela Caviezel und Daniel Weber zeigen sich auf Platz fünf und sechs sehr aufsässig. Frey muss sich nun vorsehen, um nicht noch weiter zurückgereicht zu werden, doch sie kann ihren Rhythmus wieder finden und Platz vier verteidigen.

Nach drei Runden formiert sich an der Spitze ein Duo mit Zaugg und Wettstein, die einen geringen Vorsprung auf das Verfolgerduo Posch und Frey erarbeiten können. Hinter Frey büsst nun Caviezel mehr und mehr Terrain ein, vermag allerdings Weber und Rüegsegger noch hinter sich zu halten. Bald zeigt sich jedoch, dass an Caviezels Kart ein Problem auftritt, insbesondere in den Bremszonen liegt das Chassis sehr instabil. Der Grund für das Problem wird bald klar, am Reifen vorne links hat sich Caviezel einen Plattfuss eingehandelt.

Mit diesem Handicap kann sie sich gegen Rüegsegger und Weber nun nicht mehr länger erwehren, denkt aber nicht daran, aufzugeben. Tapfer hält sie ihr Kart auf der Strecke. Schliesslich muss sie sich auch noch gegen Hansruedi Rohner, Patrick Müller und Marco Kurmann geschlagen geben, doch am Ende reicht es trotzdem noch für Rang 10.

An der Spitze geht es derweil auch nicht eben ruhig zu und her. Zaugg kann sich nicht von Wettstein lösen, und dieser setzt massiv Druck auf den Führenden auf. In Runde sechs erfolgt ein Zusammenschluss mit dem Verfolgerduo Posch / Frey, worauf auch diese nun nach der Führung greifen wollen. In der Zielkurve setzt sich Wettstein an die Innenseite von Zaugg, dieser muss den weiteren Weg fahren und verliert dadurch die Führung. Auf der Geraden powert sich auch noch Posch an Zaugg vorbei, somit wird die Spitze völlig umgekrempelt. Zaugg gerät nun völlig aus dem Rhythmus, versucht sich gegen Frey und den mittlerweile ebenfalls aufgeschlossenen Rüegsegger zu wehren, muss jedoch – erneut in der Zielkurve – auch diese beiden Gegner passieren lassen.

Pascal Posch legt sich in Runde 9 den Führenden Marco Wettstein zurecht. Wieder ist die Zielkurve Schauplatz des nächsten Führungswechsels, mit einem einwandfreien Ausbremsmanöver vermag Posch an Wettstein vorbeizugehen und auch den folgenden Konter abzuwehren. In der Folge zieht sich die Spitzengruppe nun etwas auseinander, Posch setzt sich von Wettstein leicht ab, Wettstein seinerseits baut den Vorsprung auf Frey ebenfalls weiter aus. Nur Adrian Rüegsegger ist mit Platz vier noch nicht zufrieden, kurz vor Ende des Rennens vermag er sich an Frey vorbei zu kämpfen und erobert sich noch Platz 3.

Final ICA:  Spannender Dreikampf an der Spitze

 Renn-Telegramm:

Kartbahn Wohlen

Schnellste Runde:

A. Rüegsegger, 39.277 in Rd 20 (75.617 km/h)

27 Runden à 0.825 km = 22.275

Leader:

1 - 27

P. Posch

Wetter:

Sonnig, 28 0

     
 

 

 Die Addition der beiden Vorläufe zeigt für die Startaufstellung im Finale folgendes Bild: Auf Pole steht nach einem Sieg und einem dritten Platz Pascal Posch, neben Rahel Frey, die ebenfalls einen Sieg und einen vierten Platz aus den Vorläufen mitbringt. Startplatz drei belegt Wettstein vor Zaugg und Weber.

Der Start gelingt ohne Zwischenfälle. Posch setzt sich vor Wettstein und Zaugg durch, Rahel Frey verliert zwei Plätze und rutscht auf Platz 4 zurück. Diese Vierergruppe gibt gleich zu Beginn bereits ein hohes Tempo vor und setzt sich von den nächsten Verfolgern Weber, Rüegsegger und Caviezel ab.

In Runde 3 gerät Marco Wettstein auf der Zielgerade von der Strecke, rattert an der Rennleitung und den Streckenposten vorbei über die Wiese und kann sich mit Glück nochmals ins Rennen einreihen. Allerdings fällt Wettstein durch diesen Zwischenfall bis auf Platz 8 zurück, für den Sieg kommt er somit nicht mehr in Frage. Kurz darauf ereilt das Unheil den nächsten Fahrer aus der Spitzengruppe: An Adrian Zauggs Kart scheint ein Problem aufzutreten, und innerhalb einer halben Runde muss er sich von P 2 bis auf P 7 durchreichen lassen. Kurzfristig kann er sich nochmals einreihen, doch nach wenigen Runden gibt Zaugg mit technischem Defekt auf.

An der Spitze vermag sich Posch nun einige Meter von Rahel Frey abzusetzen, nicht zuletzt dank der Wirren um Wettstein und Zaugg. Doch Rahel gibt nicht auf und verschärft die Pace erneut. Die Aufmerksamkeit verlagert sich allerdings mehr und mehr auf den nun drittplatzierten Adrian Rüegsegger. Zwar liegt Rüegsegger mittlerweile rund vier Sekunden hinter der Spitze, doch macht er sichtlich mehr und mehr Boden gut. Das Finalrennen dauert lange, somit ist noch vieles möglich. Tatsächlich zeichnet sich ab, dass Rüegsegger den Anschluss noch schaffen könnte.

In Runde 20 ist es schliesslich soweit. Rahel Frey vermag zu Posch aufzuschliessen, gleichzeitig hängt nun Rüegsegger am Heck von Frey. Für die Schlussphase dürfen die Zuschauer also nochmals viel Spannung erwarten. Die Pace ist noch immer hoch, somit muss ein Angriff gut getimt sein, um gelingen zu können. Adrian Rüegsegger ist der erste, der einen Angriff lanciert. In Runde 24 setzt er sich in der Zielkurve innen neben Frey und schafft das Überholmanöver. Frey will nochmals kontern, doch vergeblich. Pascal Posch und Adrian Rüegsegger holen das Letzte aus ihren Karts heraus, beide fahren ihre schnellsten Runden in der Schlussphase des Rennens. In der letzten Kurve setzt Rüegsegger nochmals alles auf eine Karte, doch Posch verteidigt die Führung hauchdünn gegen Rüegsegger und Frey.

Platz vier geht an Michaela Caviezel, die nun im Finallauf erstmals von Zwischenfällen verschont geblieben ist. Auf Platz fünf folgt Daniel Weber, der sich jedoch zum Ende des Rennens noch vehement gegen einen stark aufdrehenden Hansruedi Rohner zur Wehr setzen muss. Rohner wird schliesslich ausgezeichneter Sechster vor Raphael Thoma und Franco Albanese. Marco Wettstein, der sich nach seinem Ausritt zu Beginn des Rennens nochmals etwas nach vorne kämpfen konnte, scheidet 3 Runden vor Schluss nach Kollision mit Thoma aus dem Rennen aus. Ein verkorkster Finallauf nach zwei guten Vorläufen.

In der Zwischenwertung der Swiss Kart Open übernimmt nach dem Punktemaximum am heutigen Tag Pascal Posch die Führung mit 66 Punkten vor Rahel Frey (52) und Adrian Rüegsegger (47).

Kategorie A-150

Zeitfahren A-150:  Heimsieg für Adrian Zumstein

Beim Zeitfahren der Kategorie A-150 erzielt der für den KRC Waltenschwil fahrende Adrian Zumstein die Bestzeit in 40.263. Mit 40.321 vermag sich auch Reto Carigiet für die erste Startreihe zu qualifizieren, dicht gefolgt vorn Biagio Mancina (40.326), Leo Gmür (40.403), Graziano Neri (40.470) sowie Gianluca Lombardi (40.513). Auf den weiteren Startplätzen folgen Jürg Schumacher, Heinz Fröhlich, Pasquale Angiola und Philipp Folghera.

Vorlauf 1 A-150:  Reto Carigiet zum ersten....

Renn-Telegramm:

Kartbahn Wohlen

Schnellste Runde:

Lombardi, 40.424 sec in Rd 12 (73.471 km/h)

17 Runden à 0.825 km = 14,025 km

Leader:

1 - 5

Adrian Zumstein

Wetter:

Sonnig, 25 0

 

6 - 17

Reto Carigiet

Der Start zum ersten Lauf verläuft hektisch. Am Ende der Startgeraden biegt Pole-Mann Zumstein vor Mancina und Carigiet in die erste Kurve ein, gefolgt von Neri, Gmür und Schumacher. Jürg Schumacher fährt sich jedoch gleich zu Beginn bereits den Frontspoiler ab. Am Ende der Gegengeraden kommt es dann im Mittelfeld zu einer grösseren Massenkollision, in welche Roger Heiniger, Nino Betschart, Philipp Folghera, Georg Lindegger und Thomas Gubler involviert sind. Alle Fahrer können das Rennen zwar wieder aufnehmen, doch mit zum Teil bereits grossem Rückstand. Schumacher holt sich einen neuen Spoiler ab und fällt somit ebenfalls aus dem Anwärterkreis für die Spitzenplätze in diesem Rennen.

An der Spitze formiert sich unterdessen eine Dreiergruppe mit Zumstein, Mancina und Carigiet, mit etwas Abstand folgen Neri und Gmür vor Fröhlich und Lombardi. Reto Carigiet vermag bereits früh an Mancina vorbeizugehen und hängt nun dicht hinter Zumstein. Vorerst erfolgen noch keine ernsthaften Angriffe von Carigiet auf die Spitze, doch in Runde 5 macht Carigiet Ernst und presst sich an Zumstein vorbei. Mancina verstärkt nun seinerseits den Druck auf Zumstein ebenfalls und kann sich drei Runden später ebenfalls gegen Zumstein durchsetzen. Durch diesen Zweikampf zwischen Zumstein und Mancina vermag sich Carigiet vorne entscheidend abzusetzen und fährt in der Folge ungefährdet dem Sieg in Lauf 1 entgegen. Platz zwei geht an Mancina vor Zumstein.

Die Verfolgergruppe mit Neri und Gmür muss indessen Fröhlich und Lombardi immer näher aufrücken lassen. Zu Rennmitte erfolgt der Zusammenschluss, und Lombardi setzt sogleich zur Attacke gegen Fröhlich, Gmür und Neri an. Bald liegt Lombardi als erster Verfolger des Spitzentrios auf P4 und setzt sich einigen schnellen Runden unwiderstehlich von seinen Verfolgern ab.

Auf Rang fünf läuft Nino Betschart ins Ziel ein, nachdem er nach dem Startzwischenfall und dem Rückfall auf Platz 12 eine tolle Aufholjagd lanciert hat, die die Zuschauer begeistert. Graziano Neri rettet noch Platz sechs ins Ziel vor Heinz Fröhlich und Philipp Folghera.

 

Vorlauf 2 A-150:  ...Carigiet zum zweiten....

Renn-Telegramm:

Kartbahn Wohlen

Schnellste Runde:

Lombardi, 40.499 sec in Rd 9 (73.335 km/h)

17 Runden à 0.825 km = 14,025 km

Leader:

1 - 17

Reto Carigiet

Wetter:

Sonnig, 27 0

     

Den besten Start zu Lauf 2 zeigt Reto Carigiet, der als Erster in Kurve 1 einbiegt, gefolgt von Zumstein, Betschart, Folghera, Lombardi und Mancina, der am Start einige Positionen einbüsst. Erneut kommt Jürg Schumacher nicht unbeschadet aus dem Startgetümmel raus, eine Kollision mit Pasquale Angiola wirft ihn ans Ende des Feldes zurück, Angiola muss das Rennen gar aufgeben.

In Runde zwei misslingt ein Angriff von Zumstein auf den führenden Carigiet, und am Ende der Zielgeraden geht ihm die Strasse aus. Zumstein versucht nochmals ins Rennen einzugreifen, muss dann aber endgültig aufgeben. Carigiet vermag sich durch diesen Zwischenfall etwas abzusetzen, Nino Betschart und Mancina, der sich wieder nach vorne gearbeitet hat, folgen mit einigen Metern Abstand.

Ab Runde vier setzt sich Lombardi vermehrt in Szene. Nachdem er Mancina passieren kann macht er sich hinter Betschart breit. Lombardi scheint etwas schneller fahren zu können, kommt aber vorerst trotz mehrerer heftiger Attacken mit Berührungen nicht an Betschart vorbei. Erst in Runde 13 schafft er schliesslich auf der Geraden, sich an Betschart vorbeizubremsen und kann gleich auch einen kleinen Vorsprung herausfahren.

An der Spitze dreht unterdessen Reto Carigiet unbehelligt seine Runden. Lombardi vermag bis zur Zielflagge zwar noch ein paar Meter gutzumachen, kann jedoch den Start-Ziel Sieg von Carigiet nicht mehr ernsthaft gefährden. Hinter Lombardi folgen Betschart und Mancina vor Folghera, Fröhlich und Lindegger über die Ziellinie.

Final A-150:  ...und Carigiet zum dritten Mal

Renn-Telegramm:

Kartbahn Wohlen

Schnellste Runde:

Reto Carigiet, 40.532 in Rd 21 (73.275 km/h)

27 Runden à 0.825 km = 22.275

Leader:

1 - 27

Reto Carigiet

Wetter:

Sonnig, 28 0

     

Nach den beiden Vorlauf-Siegen startet Reto Carigiet aus der Pole, neben ihm steht Biagio Mancina vor Lombardi, Betschart, Fröhlich und Folghera. Carigiet kann sich auch diesmal aller Angriffe beim Start erwehren und bleibt souverän vor Mancina und Lombardi.

Dahinter ereignet sich erneut ein Startzwischenfall. Die Zuschauer halten den Atem an, als Heinz Fröhlich nach einer Berührung am Kart von Nino Betschart hochsteigt, über dessen Helm hinwegfährt und auf der anderen Seite wieder auf die Piste gelangt. Fröhlich kann das Rennen - etwas weniger fröhlich zwar - fortsetzen, doch Betschart muss verständlicherweise aufgeben, scheint aber trotz des spektakulären Vorfalls glücklicherweise nicht ernsthaft verletzt worden zu sein. Glück im Unglück also!

Das Feld ist nach der Startkollision bereits deutlich von der Spitzengruppe distanziert worden, nur gerade Neri vermag zu Beginn noch einigermassen mit Carigiet, Mancina und Lombardi mitzuhalten. Auf Platz fünf befindet sich vorerst Roger Heiniger vor Lindegger, Gmür und Folghera. Carigiet verschärft nun jedoch das Tempo massiv, keiner vermag mehr zu folgen, sowohl Mancina wie auch Lombardi fallen Runde für Runde weiter hinter den Leader zurück. Lombardi verliert nun gegen Rennhälfte auch den Anschluss an Mancina und fällt rund 20 Meter hinter den PCR-Fahrer zurück.

An der Spitze dreht Carigiet mit grossem Vorsprung einsam seine Runden und fährt einen ungefährdeten Start-Ziel Sieg ein. Dahinter kommt jedoch nochmals Spannung auf. Je länger das Rennen dauert, umso mehr baut Mancinas Kart ab. Plötzlich verringert sich der Rückstand Lombardis auf den Zweitplatzierten wieder und ein Einholen scheint wieder möglich. Tatsächlich vermag Lombardi in Runde 23 nochmals zu Mancina aufzuschliessen und geht auch gleich auf der Zielgeraden an ihm vorbei. Mancina tut sich in den letzten Runden sichtlich schwer und verliert weiter an Boden auf die Spitze, kann vom nachfolgenden Graziano Neri allerdings nicht mehr eingeholt werden. Neri bleibt somit also auf Platz vier vor Lindegger, Folghera, Heiniger und Gmür, die sich bis zum Zielstrich noch einen erbitterten Fight liefern.



In der Gesamtwertung der Swiss Kart Open übernimmt nach dem Punktemaximum am heutigen Renntag Reto Carigiet die Spitze mit 68 Punkten vor Mancina (55), Folghera (48) und Lombardi (46). Der bisherige Leader Girault fällt mit 40 Punkten auf Platz 5 zurück.

Kategorie Junior

 

Zeitfahren Junior

Obschon 19 Fahrer angemeldet waren, stehen lediglich 13 Karts am Start zum Zeitfahren der Kategorie Junioren. Prominente Abwesende sind Sébastien Buemi sowie infolge Krankheit Fabio Leimer. Klar die schnellste Zeit fährt Renan Batista in 40.367 vor Adrian Gugger (40.508), Ronnie Theiler (40.526) und Sebastian Böse aus Deutschland (40.584). Auf Position fünf folgt Jeff Heidelberger vor Christopher Zanella und Simon Trummer. 

Vorlauf 1 Junior:   Start-Ziel Sieg von Renan Batista                                    

Renn-Telegramm

Kartbahn Wohlen

Schnellste Runde:

A. Gugger, 40.807 in Runde 15 (72.782 km/h)

17 Runden à 0.825 km = 14,025 km

Leader:

1 - 17

Renan Batista

Wetter:

Sonnig, 25 0

     

Der Start des Junior-Feldes gelingt reibungslos. Renan Batista lässt beim Start zum ersten Rennen nichts anbrennen und verteidigt die Spitze, obschon Ronnie Theiler, der sich an Adrian Gugger vorbeizwängen kann, den Spitzenreiter heftig attackiert. Batista kann sich jedoch aller Angriffe erwehren und vermag ab Runde 3 gar einen kleinen Vorsprung auf Theiler herauszufahren. 

Adrian Gugger, der vorerst etwas Boden auf die beiden Führenden eingebüsst hat, kämpft sich wieder an Theiler heran und schiebt seinen Frontspoiler in Runde vier wieder ins Heck von Theilers Kart. In der Folge entwickelt sich ein spannender Zweikampf um die erste Verfolgerposition hinter Batista, doch Theiler macht sich sehr breit und wehrt alle Angriffe Guggers vorerst ab. Gugger bleibt jedoch stets dicht hinter Theiler in Lauerposition und schlägt schliesslich kurz vor Rennende definitiv zu. In der Zielkurve presst er sich mit einem sehenswerten Manöver innen an Theiler vorbei und erobert verdient Platz zwei hinter Batista.

Auf Rang vier läuft alleine fahrend Sebastian Böse ein, gefolgt von Simon Trummer, der sich seinerseits von den Verfolgern deutlich absetzen konnte. Um Rang sechs hingegen wird bis zum Ende intensiv gefightet, dabei wechseln die Positionen in einem sehenswerten Dreikampf zwischen Jeff Heidelberger, Christopher Zanella und Benjamin Meier des öfteren. Heidelberger behält schliesslich das bessere Ende für sich und überquert die Ziellinie auf Rang sechs vor Zanella und Meier. 

Vorlauf 2 Junior:  Zweiter Start-Ziel Sieg von Renan Batista 

Renn-Telegramm:

Kartbahn Wohlen

Schnellste Runde:

R. Theiler, 40.833 in Runde 9 (72.735 km/h)

17 Runden à 0.825 km = 14,025 km

Leader:

1 - 17

Renan Batista

Wetter:

Sonnig, 27 0

     

Beim Start zum zweiten Vorlauf wiederholt sich an der Spitze das Duell zwischen Batista und Theiler. Adrian Gugger, von P 2 gestartet, verliert in der Startrunde einige Plätze und fällt hinter Trummer und Böse auf Rang 5 zurück. Gegen Sebastian Böse kann er allerdings gleich in der ersten Runde wieder kontern, worauf Gugger nun Druck auf Trummer macht.

Batista vermag sich ab Runde vier erneut leicht von Theiler abzusetzen und läuft kaum Gefahr, die Spitze abgeben zu müssen. Einzig bei den ersten Überrundungsmanövern vermag Theiler nochmals bedrohlich nahe zu kommen, doch kaum hat Batista wieder freie Fahrt schafft er erneut klare Verhältnisse an der Spitze. Nach dem Start-Ziel Sieg in Lauf 1 schafft Batista also dasselbe auch im zweiten Vorlauf.

Hinter dem Spitzenduo kämpfen Simon Trummer, Adrian Gugger und Sebastian Böse um Platz 3. Gugger zeigt sich gegenüber Trummer sehr aufsässig und schafft in Runde vier schliesslich auch das Überholmanöver. Trummer muss sich nun gegen Böse zur Wehr setzen, dadurch kann sich Gugger von den beiden Konkurrenten lösen. Gugger fährt in der Folge ungefährdet Platz drei nach Hause. Im Kampf um Platz vier behält am Ende Sebastian Böse gegenüber Simon Trummer das bessere Ende für sich, nachdem er den jungen KCTO-Fahrer zwei Runden vor Schluss schliesslich noch bezwingen kann.

Hinter Trummer und Böse zeigen Jeff Heidelberger, Christopher Zanella, Benjamin Meier und Luigi Stanco erneut ein engagiertes Rennen. Leider muss Zanella in Runde 9 mit technischem Defekt aus dem Rennen aussteigen, somit kämpfen am Ende noch Heidelberger, Stanco und Meier um Platz sechs. Stanco kann diesen Platz schliesslich ganz knapp gegen Heidelberger und Meier verteidigen. 

Final Junior:   Gugger’s Überschlag und ein unerwarteter Sieger

Renn-Telegramm:

Kartbahn Wohlen

Schnellste Runde:

J. Heidelberger, 41.579 in Rd 21 (71.430)

27 Runden à 0.825 km = 22.275

Leader:

1 - 2

Renan Batista

Wetter:

Sonnig, 28 0

 

3 - 24

Christopher Zanella

     

25 -27

Simon Trummer

 

Aus der Addition der beiden Vorläufe ergibt sich die Startaufstellung für den abschliessenden Finallauf. Pole geht selbstverständlich nach den beiden Vorlaufsiegen an Batista, neben ihm auf Startplatz 2 steht Gugger vor Theiler, Böse, Trummer und Heidelberger.

Der Start wird erneut von Batista vor Gugger und Theiler gewonnen. Gleichzeitig wird Sebastian Böse nach einer Startkollision aus dem Rennen gerissen, nachdem der Platz zwischen Trummer, Böse und Heidelberger etwas knapp geworden ist. Böse ärgert sich sichtlich darüber, sind damit doch alle Chancen auf ein gutes Ergebnis dahin.

In Runde zwei überschlagen sich dann die Ereignisse – und dies im wahrsten Sinne des Wortes. Adrian Gugger, auf P2 hinter Batista fahrend, sticht in der ersten Infield-Linkskurve nach der Gegengeraden innen neben Batista. Auf der Bremse touchiert Gugger jedoch Batistas Kart, wird seitlich in die Höhe katapultiert und landet schliesslich kopfüber neben der Strecke. Batista seinerseits steckt quer zur Fahrtrichtung im Sand und muss das Rennen ebenfalls aufgeben. Auch der drittplatzierte Theiler kann nicht mehr ausweichen und kollidiert ebenfalls. Die sofort herbeigeeilten Streckenposten befreien Adrian Gugger aus seiner misslichen Lage. Glücklicherweise hat sich keiner der Beteiligten bei diesem spektakulären Renn-Unfall Verletzungen zugezogen.

Durch diesen Zwischenfall ergibt sich ein veritabler Stau des Feldes an der Unfallstelle. Als Erster schafft Christopher Zanella die Vorbeifahrt, mit grossem Vorsprung vor Simon Trummer, Benjamin Meier, Luigi Stanco und Jeff Heidelberger. Ronnie Theiler versucht noch einmal, ins Rennen einzugreifen, gibt aber eine Runde später ebenfalls auf.

Christopher Zanella liegt also nach den turbulenten Ereignissen überraschend in Führung, der erste Sieg in seiner Kart-Laufbahn scheint möglich. Doch das Final-Rennen dauert mit 27 Runden sehr lange, und die Hitze macht dem jungen Piloten arg zu schaffen. Ab Runde 20 lassen die Kräfte Zanellas mehr und mehr nach. Simon Trummer, der bereits deutlich distanziert war, vermag den Rückstand mit grossen Schritten zu verringern. Zwei Runden vor Schluss ist es schliesslich soweit, Trummer geht an Zanella, der völlig ausgelaugt keine Gegenwehr mehr bieten kann, vorbei und in Führung.

Auch um Platz drei wird das Rennen zum Schluss nochmals hochspannend. Fast über die gesamte Renndistanz liegt Benjamin Meier vor Luigi Stanco und Jeff Heidelberger auf Platz drei. Gegen Rennende kann Stanco Meier schliesslich auf Platz vier verdrängen. In den letzten beiden Runden setzt Jeff Heidelberger dann jedoch alles auf eine Karte. In der zweitletzten Runde setzt er sich in der Zielkurve innen neben Meier und bleibt siegreich. Die letzte Runde sieht also Stanco vor Heidelberger, doch in der Zielkurve wiederholt Heidelberger dasselbe Manöver auch gegen Stanco und erobert sich in extremis noch den letzten Podestplatz. Ein packendes Schluss-Manöver in einem turbulenten Rennen also.

 

In der Swiss Kart Open Zwischenwertung übernimmt nach dem heutigen Renntag Renan Batista mit 59 Punkten die Führung von Fabio Leimer (40), der auf Platz vier abrutscht. Trummer folgt neu auf Platz 2 mit 55 Punkten vor Gugger (51). Auf den Plätzen fünf und sechs folgen punktegleich Zanella und Theiler mit je 38 Zählern.

 

Kategorie Openmini

 

Zeitfahren Openmini

18 Piloten stellen sich der Herausforderung zum Rennen in der Kategorie Openmini. Schnellster des Zeitfahrens und damit Pole-Setter für den ersten Vorlauf ist Mike Steinmann (45.306) vor Stefano Suriano (45.456), Roger Walser (45.517) und Riccardo Rosa (45.609). Für die folgenden Startplätze qualifizieren sich Marco Gavoldi, Pascal Eberle, Andrina Gugger und Danilo Schiavone.

 

Vorlauf 1 Openmini:  Überlegener Start-Ziel Sieg von Stefano Suriano

Renn-Telegramm:

Kartbahn Wohlen

Schnellste Runde:

S. Suriano, 45.749 in Runde 6 (64.919 km/h)

10 Runden à 0.825 km = 8,250 km

Leader:

1 - 10

Stefano Suriano

Wetter:

Sonnig, 25 0

     

Stefano Suriano, der Zweite des Qualifyings am Morgen, setzt sich gleich beim Start gegen alle seine Konkurrenten durch. Vorerst vermögen Mike Steinmann und Riccardo Rosa am besten zu folgen vor Pascal Eberle und Roger Walser. Doch bereits in der zweiten Runde erscheint Nico Gavoldi als erster Verfolger hinter Suriano, nachdem Mike Steinmann im Infield einen Dreher zu verzeichnen hatte und Gavoldi in der Startrunde nicht weniger als drei Gegner überholen konnte.

Einen noch grösseren Sprung nach vorne vermag Matthias Meier zu vollbringen. Nach dem Start noch auf Platz zwölf liegend legt er eine unwiderstehliche Startrunde auf den Asphalt, in der er sich bis hinter Riccardo Rosa auf Platz vier vorkämpfen kann. Dahinter reihen sich vorerst Danilo Schiavone und Pascal Eberle ein.

Nach der packenden Startrunde sind die Positionen auf den ersten Plätzen soweit bezogen. Suriano fährt einem ungefährdeten Start-Ziel Sieg mit grossem Vorsprung entgegen. Auch Nico Gavoldi auf P 2 wird nicht mehr bedrängt. Matthias Meier verteidigt den dritten Platz erfolgreich gegen Schiavone, der in der letzten Runde seinerseits auf der Zielgeraden noch von Pascal Eberle um einen Platz nach hinten verdrängt wird.

Auf Platz sechs fährt Roger Walser alleine fahrend ins Ziel, doch hinter ihm wird noch auf der letzten Rille um Platz sieben gekämpft. Michael Käser, Riccardo Rosa, Yann Zimmer und Alex Fontana biegen praktisch nebeneinander in die letzte Kurve ein, nach Berührungen und Remplern aller Beteiligten behält schliesslich Michael Käser das glückliche Ende für sich.

Vorlauf 2 Openmini:  Erneut Stefano Suriano 

Renn-Telegramm:

Kartbahn Wohlen

Schnellste Runde:

Pascal Eberle, 45.942 in Rd 7 (64.647 km/h)

10 Runden à 0.825 km = 8,250 km

Leader:

1 - 4

Stefano Suriano

Wetter:

Sonnig, 28 0

 

5

Matthias Meier

     

6 - 10

Stefano Suriano


Den besten Start zeigt erneut Stefano Suriano, der seinen Gegnern schon auf den ersten Metern nach dem stehenden Start keine Chance lässt. Bald hat Suriano 20 Meter Vorsprung auf Meier, Schiavone und Gavoldi erarbeitet und scheint erneut einem ungefährdeten Sieg entgegenzufahren. Doch nach drei Runden wird der Leader plötzlich etwas langsamer, was Matthias Meier und Nico Gavoldi erlaubt, wieder zum Führenden aufzuschliessen.

In Runde fünf muss Suriano gar Meier vorbeiziehen lassen, kann sich anschliessend aber wieder fangen und die Führung eine Runde später zurückerobern. Offensichtlich zeigt der Motor nicht immer die konstante Leistung, so dass dieses Zwischentief Surianos erklärbar ist.

In der Folge lässt Suriano seinen Gegnern keine Chance mehr und kontrolliert das Rennen erneut von der Spitze aus. Hinter Suriano erobert sich Nico Gavoldi Platz zwei von Matthias Meier, der vor Pascal Eberle und Danilo Schiavone den Zielstrich kreuzt. Der Zieleinlauf auf den ersten fünf Plätzen ist also identisch wie in Lauf 1, allerdings mit viel geringeren Abständen.

Final Openmini:   Erfolgreiche Schluss-Attacke von Pascal Eberle gegen Nico Gavoldi 

Renn-Telegramm:

Kartbahn Wohlen

Schnellste Runde:

Pascal Eberle, 45.543 in Rd 12 (65.213 km/h)

14 Runden à 0.825 km = 11.550 km

Leader:

1

Stefano Suriano

Wetter:

Sonnig, 28 0

 

2 - 13

Nico Gavoldi

     

14

Pascal Eberle

Wie in den beiden ersten Rennen zieht Suriano auch beim Start zum Final unwiderstehlich davon. Die erste Runde scheint nur einen möglichen Sieger zu kennen, derart schnell kann sich Suriano von den Gegnern absetzen. Doch weit gefehlt, offensichtlich hat Suriano inzwischen die Vergaserschraube etwas zu weit aufgedreht, denn nach einer Runde verliert der Motor deutlich an Leistung und entsendet kräftige Rauchfahnen aus seinem Auspuff. Die Gegner, allen voran Nico Gavoldi, sind schnell zur Stelle und profitieren vom Missgeschick des bisherigen Dominators.

Suriano vermag sich bis in Runde sechs immerhin die übrigen Kontrahenten vom Leibe zu halten, doch anschliessend schlüpft einer nach den anderen am Unglücklichen vorbei, vorerst Pascal Eberle, danach auch noch Matthias Meier, Danilo Schiavone, Roger Walser, Mike Steinmann und Andrina Gugger. Suriano erreicht schliesslich das Ziel enttäuscht auf Platz sieben.

An der Spitze entbrennt in der Zwischenzeit ein Duell zwischen Nico Gavoldi und Pascal Eberle. Eberle hängt dauernd dicht im Heck von Gavoldi und wartet nur auf den geringsten Fehler des Führenden. Da dieser jedoch nicht eintrifft nimmt Eberle in der letzten Kurve das Heft selbst in die Hand, sticht innen neben Gavoldi, zwingt diesen auf die Aussenbahn und passiert die Zielflagge wenige Zentimeter vor Gavoldi, der Ausgangs der Zielkurve nochmals zu kontern versucht hat. Ein packender Schluss-Spurt in einem dramatischen Rennen!

 

 

Kategorie Mini

Zeitfahren Mini

Auch für die kleinsten Piloten wird ein Rennen abgehalten. Zwar sind nur sechs Fahrer am Start, doch auch diese sind mit viel Einsatz bei der Sache. Das Zeitfahren kann Jeffrey Schmidt für sich entscheiden, mit einer Zeit von 49.529 ist er deutlich schneller als Nico Müller (49.899), Andre Maurer (50.109) und Claudio Thoma (50.018). Auf den nächsten Plätzen folgen Raffaele Marciello und Alain Bäriswyl.

Vorlauf 1 Mini:   Jeffrey Schmidt im Stile eines Champions

Renn-Telegramm

Kartbahn Wohlen

Schnellste Runde:

J. Schmidt, 50.228 in Runde 9 (59.130 km/h)

10 Runden à 0.825 km = 8,250 km

Leader:

1 - 10

Jeffrey Schmidt

Wetter:

Sonnig, 25 0

     

Jeffrey Schmidt, der Sieger des Zeitfahrens, geht gleich beim Start schon in Führung. Rasch legt er eine komfortable Distanz zwischen sich und seine nächsten Verfolger Nico Müller und Andre Maurer, die ihrerseits den Rest des Feldes abschütteln können. Zu keiner Zeit steht der Sieg Jeffreys in Gefahr und am Ende siegt er mit einem enormen Vorsprung von über 7 Sekunden auf seine Gegner.

Umkämpft ist einzig Platz vier in diesem Rennen. Vorerst vermag sich Alain Baeriswyl auf dieser Position zu halten, wird aber bald von Raffaele Marciello bedrängt. Marciello kann sich dann zu Rennmitte gegen Baeriswyl durchsetzen. Baeriswyl muss sich seinerseits nun gegen Claudio Thoma zur Wehr setzen, doch ein Ausrutscher Thoma’s in der letzten Runde entscheidet das Duell zugunsten von Baeriswyl.  

Vorlauf 2 Mini:   Erneut Jeffrey Schmidt hoch überlegen 

Renn-Telegramm:

Kartbahn Wohlen

Schnellste Runde:

J. Schmidt, 49.684 in Runde 5 (59.778 km/h)

10 Runden à 0.825 km = 8,250 km

Leader:

1 - 10

Jeffrey Schmidt

Wetter:

Sonnig, 28 0

     

Auch Lauf 2 sieht Jeffrey Schmidt von Beginn weg in Führung. Am Start vermag sich Andre Maurer vor Nico Müller hinter Schmidt am schnellsten einzureihen. Nico Müller muss bereits in der Startrunde das Rennen jedoch aufgeben, somit liegt Marciello auf der ersten Verfolgerposition. Hinter Marciello folgen Maurer und Baeriswyl, allerdings alleine fahrend und ohne direkte Zweikämpfe.

Diese Reihung bleibt bis ins Ziel bestehen. Jeffrey Schmidt zieht unwiderstehlich davon und erreicht das Ziel nach zehn Runden mit einem überwältigenden Vorsprung von 12 Sekunden.

Final Mini:   Jeffrey Schmidt mit makelloser Bilanz, dritter Start-Ziel Sieg

Renn-Telegramm:

Kartbahn Wohlen

Schnellste Runde:

J. Schmidt, 49.352 in Runde 10 (60.180 km/h)

14 Runden à 0.825 km = 11.550 km

Leader:

1 - 14

Jeffrey Schmidt

Wetter:

Sonnig, 28 0

     

Aus den beiden Vorläufen ergibt sich für die Final-Startaufstellung folgende Reihung: Jeffrey Schmidt startet aus Pole vor Marciello, Maurer, Müller, Thoma und Bäriswyl.

Nach der glänzenden Vorstellung in den Vorläufen zweifelt niemand daran, dass Schmidt auch das Finale überlegen gewinnen würde. Schon beim Start zeigt Schmidt gleich allen anderen wieder seinen Auspuff, doch auch diesen sehen die anderen nur kurze Zeit. Schmidt legt die 14 Final-Runden ganze 15 Sekunden schneller als der nächste Verfolger zurück, fährt im Schnitt also über eine Sekunde pro Runde schneller!



Hinter Schmidt ist nur noch Platz zwei zu vergeben. Zu Beginn hat Marciello die besseren Karten, muss in Runde drei jedoch gegen Nico Müller klein beigeben. Mit grossen Abständen erreichen hinter Schmidt also Müller, Marciello, Maurer, Baeriswyl und Thoma das Ziel, wobei Bäriswyl in der letzten Runde mit dem überrundeten Thoma kollidiert und noch einen Platz gegenüber Maurer einbüsst.

 

Schlussbemerkung

Auch in diesem Jahr durften wir trotz Abwesenheit einiger Spitzenpiloten an den Pfingstmontags-Rennen in Wohlen spannenden und unterhaltsamen Rennsport verfolgen. Trotz der hohen Temperaturen wurden hochstehende und weitgehend faire Rennen geboten. Schade ist nur, dass sich der Zuschaueraufmarsch an diesem herrlichen Sommertag in engen Grenzen hielt, das Dargebotene hätte durchaus volle Zuschauer-Tribünen verdient. Doch offensichtlich war die Konkurrenz des gleichentags stattfindenden Motocross-Anlasses in Muri sowie des Pfingstmarktes in Bremgarten deutlich spürbar.

Herzlichen Dank an den Veranstalter und die zahlreichen Helfer rund um den Grand Prix Wohlen, ausserdem an die Piloten für die gezeigte Fairness.

Bis zum nächsten Rennen

Euer Doidolino



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