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Bericht und Ranglisten Kart Schweizermeisterschaft 3 - 20./21. Juni 2009 Mirecourt
Saisonhalbzeit erreicht

(doidolino) Zum dritten Renntag der Schweizer Kartmeisterschaft reiste der Karttross nach Savoyen in Nordfrankreich. Als Ausweich-Location für die noch im Bau befindliche Rennstrecke in Lignières diente der Circuit International de Mirécourt Jouvaincourt. Bei kühlen, aber trockenen Bedingungen zeigten die Top-Fahrer erneut teils brilliante Leistungen. Die Tagessiege gingen an Ken Allemann (KZ2), Patrick Müller (KF2), Matheo Tuscher (KF3), Gregory Von Burg (Sport 125), Shaun Vogel (Supermini) und Gjergj Haxiu (Mini).


Kategorie Sport 125: Von Burg weiterhin auf Titelkurs

Die Zeitenliste des samstäglichen Qualifyings spuckt den auf Platz drei im Meisterschafts-Zwischenklassement liegenden Patrick Wolf als Schnellsten aus. Wolf, der sich derzeit in einem absoluten Formhoch befindet und auch in der Rotax Meisterschaft den Titel anvisiert, startet entsprechend zuversichtlich in die Vorläufe. Doch hinter Wolf lauern seine schärfsten Gegner, namentlich Kimmy Larsson sowie der aktuelle Leader Gregory von Burg. Der Adrenalinspiegel am Start ist entsprechend hoch und schon dreht sich Wolf in der ersten Kurve nach einem Schubser Von Burg’s von der Strecke. Der Tabellenleader übernimmt gleich auch die Führung im Rennen, gejagt von Leo Chirichiello, dem glänzend gestarteten Antonio Alvaro sowie Larsson. Wolf hetzt scheinbar aussichtslos und mit grossem Rückstand dem Feld hinterher. Von Burg schüttelt indessen seine Verfolger aus dem Windschatten und eilt dem Sieg entgegen. Chirichiello spürt nun Alvaro und Larsson im Nacken, gerät dabei in Kurve drei von der Ideallinie und scheidet wenig später gar aus dem Rennen aus. Alvaro erbt P2, Larsson für kurze Zeit Platz drei, bevor er in Schwierigkeiten gerät und nochmals einige Plätze verliert. Inzwischen hat Wolf vom Ende des Feldes eine grandiose Aufholjagd auf den Asphalt gelegt und rückt Platz um Platz nach vorne, die Zielflagge winkt ihn hinter Von Burg und Alvaro schliesslich als Drittplatzierten ab.

Engagiert geht es auch im zweiten Vorlauf zur Sache. Von Burg übernimmt vorerst wieder den Lead, doch in der ersten Runde presst sich Blitzstarter Chirichiello überraschend am Tony-Piloten vorbei. Chirichiello kann sich allerdings nur kurz über die Spitzenposition freuen, bevor ihn ein Bremsdefekt aus dem Rennen reisst. Doch nicht nur Chirichiello ist Leidtragender des Defekts, auch Larsson wird dadurch aus der Entscheidung um den Sieg gerissen, da er in das ausser Kontrolle geratene Kart Chirichiellos knallt. Von Burg’s Gegner sind somit bereits wieder arg dezimiert, einzig Wolf und Alvaro vermögen dem Leader Paroli zu bieten. Alvaro setzt sich kurz gar an die Spitze, bevor Von Burg kontert und die Hierarchie wieder herstellt. Nun gerät Von Burg von Wolf unter Druck. Der junge Birel-Fahrer reitet Angriff um Angriff, die aber Von Burg allesamt souverän zu parieren weiss. Die Flagge winkt denn auch Von Burg erneut als Sieger ab, Wolf und Alvaro bleiben die Ehrenplätze.

Nun steht die Entscheidung um den Tagessieg im Finale an. Von Burg startet neben Wolf aus der ersten Reihe, Alvaro und De Pari lauern dahinter auf einen Fehler der beiden Spitzenfahrer. Doch dieser bleibt aus, der Start verläuft zwar erneut kämpferisch, doch fair. Wolf reiht sich auf P2 hinter Von Burg ein. Erneut umrunden die beiden den Kurs auf engstem Raum, doch Von Burg lässt Wolf keinen Zentimeter Raum für eine Attacke und jubelt frenetisch über den dritten Sieg an diesem Tag. Neben Wolf steigt auch Antonio Alvaro zu Von Burg aufs Podest, während Kimmy Larsson nach viel Pech an diesem dritten Renntag immerhin noch den vierten Finalrang erreicht. In der Meisterschaft baut Gregory Von Burg mit dem heutigen Punktemaximum die Führung weiter aus und unterstreicht seine Ambitionen auf den Meistertitel 2009 nochmals auf eindrückliche Art und Weise.

Kategorie KF3 Junior: Tuscher mit Glanzleistung

Hochmotiviert gehen auch die KF3-Junioren die Herausforderung an, wobei sich der Sieger des Auftakt-Rennens in Ottobiano, Mathéo Tuscher, erneut in glänzender Form präsentiert. Tuscher setzt schon im Qualifying eine erste Duftmarke, die ihm die Pole vor der jungen französischen Gastfahrerein Lucile Cypriano, Flavio Mathys und Levin Amweg einbringt. Meisterschafts-Leader Alain Valente startet aus P6.

Tuscher nimmt die Pace aus dem Qualifying auch in die Rennläufe mit. Mit perfekten Starts und fehlerfreien Rennrunden zeigt er unmissverständlich auf, wer in Mirécourt der Herr im Junior-Haus ist. Zwei Start/Ziel-Siege buchen ihm weitere 20 Punkte auf sein Konto, damit übernimmt Tuscher bereits vor dem Finallauf wieder die Tabellenführung in der laufenden Meisterschaft. Platz zwei geht in beiden Rennen an den ebenfalls stark fahrenden Flavio Mathys, während Levin Amweg zweimal den dritten Platz einfährt. Pech hat hingegen Alain Valente. Während er den ersten Vorlauf nach kämpferischer Leistung noch auf Platz vier beendet schlägt das Schicksal dann im zweiten Lauf zu. Erneut auf P4 liegend wird Valente am Ende der Geraden von Lucile Cypriano attackiert, wobei Cypriano etwas gar optimistisch scheint. An dieser Stelle reicht es nicht, nur den Spoiler innen rein zu halten, da müsste schon auch der Rest des Karts mit vorne sein. Fazit: Valente fliegt über Cyprianos Vorderrad ins Kiesbett und beendet das Rennen als Letzter. Damit gehen Valente auch wertvolle Meisterschaftspunkte flöten, in der Addition der Vorläufe reicht es immerhin noch für Platz sieben.

Tuscher geht nach seinem erneuten Formbeweis als klarer Favorit in den Finallauf. Schon beim Start setzt er sich wieder in Führung, diesmal hängt ihm aber nicht Mathys, sondern Levin Amweg im Genick. Amweg zwängt Tuscher eine hohe Pace auf, die beiden umrunden den Kurs auf engstem Raum und schütteln die nächsten Verfolger bald deutlich ab, einzig Flavio Mathys vermag mit etwas Respektsabstand einigermassen zu folgen. Amweg wittert die Möglichkeit zum Finalsieg und setzt Tuscher mit schnellsten Rennrunden weiter unter Druck. Doch Tuscher verteidigt P1 im Stile eines Routiniers. Die karierte Flagge winkt Tuscher schliesslich als grossartigen Sieger und neuen Meisterschafts-Leader ab. Vom Podest strahlen schliesslich Tuscher, Levin Amweg und Flavio Mathys.


Kategorie KF2 Elite: Leaderwechsel im Tony-Team

Nach der grünweissen Dominanz in Ottobiano und auch Wohlen erhält das Feld in Mirécourt etwas Farbe. Zwar liegen im Qualifying mit Patrick Niederhauser und Patrick Müller erneut zwei Tony-Karts vorne, doch Yves Von Aesch, Pascal Eberle, Mirco Gervasoni und Matthias Meier sind gewillt, die Phalanx der Grünweissen aufzubrechen. Unterstützung erhalten sie dabei von Cyndie Allemann, die aus der Indy Lights Championship einen Abstecher in den Kart macht und diesen sichtlich geniesst.
Der erste Vorlauf wird gestartet, Niederhauser setzt sich aus Pole gleich in Front, während sich dahinter eine hochkarätige Verfolgergruppe mit Müller, Eberle, Von Aesch, Meier und Allemann bildet. Auch Freimann ist Anfangs mit dabei, doch dann verliert der Sieger des Wohlen-Finals die Airbox und scheidet aus dem Rennen aus. Niederhauser jagt indessen vorne weg, während sich Müller, Eberle und Allemann schliesslich als erste Verfolger organisieren und hinter Niederhauser auch in dieser Reihung das Ziel erreichen.

Das zweite Rennen beginnt mit viel Aufregung. Zuerst erscheint Eberle mit Verspätung aus der Einführungsrunde und muss den Lauf damit bereits abschreiben. Niederhauser nimmt das Heft erneut in die Hand und setzt sich wie schon im ersten Lauf wieder in Führung. Dahinter balgen sich die Verfolger und geraten sich dabei ins Gehege, so dass bei der ersten Zieldurchfahrt bereits ein riesiges Loch hinter Leader Niederhauser klafft. Einzig Matthias Meier vermag mit leidlichem Abstand zu folgen. Niederhauser fährt den Sieg denn auch souverän nach Hause und schaufelt damit weitere 20 Punkte auf sein bereits gut gefülltes Meisterschaftskonto. Hinter dem zweitplatzierten Meier setzt sich Cyndie Allemann in einem grossartigen Fight als Dritte gegen Patrick Müller, Yves Von Aesch und Mirco Gervasoni durch.

Mit Spannung wird nun das Finale über 17 Runden erwartet. Niederhauser erkämpft sich nach dem Start erneut die Führung, während sich im Mittelfeld Martin Brudermann mit seinem Kart spektakulär überschlägt und dabei glücklicherweise wohlauf bleibt. Indessen greift Müller den Leader in der ersten Runde an und setzt sich tatsächlich auch erstmals in Front. Doch damit ist es für Niederhauser noch nicht ausgestanden, nun hängt Matthias Meier hinter dem Meisterschafts-Führenden. Meier greift mit viel Härte an, ein Rammstoss in Kurve drei katapultiert Niederhauser in den Dreck. Meier erhält dafür nicht nur Platz zwei, sondern auch eine energische Verwarnung der Rennleitung, über die er sich wohl nicht beklagen dürfte, auch ein Penalty wäre wohl vertretbar gewesen. Müller eilt indessen dem Sieg entgegen, während sich Meier mit zunehmendem Rennverlauf von Cyndie Allemann und Yves Von Aesch bedrängt sieht. Meier lässt sich jedoch nicht mehr überholen und steigt zusammen mit Cyndie Allemann zu Sieger Müller aufs Podest.

In der Zwischenwertung der Meisterschaft übernimmt Patrick Müller nun die Halbzeit-Führung vor Patrick Niederhauser, der bis zu Meiers Rammstoss auf bestem Weg war, die Führung weiter auszubauen. Niederhauser hat heute aber aufgezeigt, dass er in blendender Form ist und in den verbleibenden drei Rennen das Ruder durchaus nochmals herumreissen kann.


Kategorie KZ2 Schaltkart: Allemann’s Sieg über sich selbst

Im Vorfeld des dritten Meisterschaftslaufs herrscht vorerst Ungewissheit, ob der aktuelle Leader und Rekordmeister Ken Allemann in Mirécourt mit dabei sein kann. Die Verletzungen, die sich Allemann beim fürchterlichen Crash in Wackersdorf beim Training zur KZ1-Europameisterschaft zugezogen hat, sind aber soweit verheilt, dass Allemann mit zusammengebissenen Zähnen in den Vogesen an den Start gehen kann.

Im Zeitfahren nutzt Heinz Fröhlich die Chance und setzt sich zusammen mit Fabian Stutz auf die Frontreihe. Das Birel-Duo Allemann und Lüdi lauert dahinter auf P3 und P4, ebenso der häufige Podestgast Tobias Borel sowie Damian Frizzi.

Der Start zum ersten Vorlauf gelingt Stutz am besten, er prescht an Fröhlich vorbei in Front. Auch Allemann und Lüdi passieren den CRG-Fahrer, der von der Pole auf P4 abrutscht. Die vier Fahrer bilden nun eine kompakte Spitzengruppe, in welcher die Positionen bis zum Zieleinlauf allerdings nicht mehr wechseln. Stutz gewinnt also vor Allemann, Lüdi und Fröhlich. Borel vermag bis zur Zielflagge zum Quartett aufzuschliessen, für einen Angriff reicht es indes nicht mehr.
Der zweite Start bestätigt die Kräfteverhältnisse aus dem ersten Rennen. Erneut haut sich Stutz mit prächtigem Start in Front, dahinter installieren sich Allemann, Fröhlich und Lüdi. Doch Allemann scheint nun seinen Rhythmus mehr und mehr zu finden. Im Infield setzt er sich mit einem trockenen Angriff vor Stutz, der Allemanns Pace jedoch ebenfalls mitzugehen vermag. Nach wie vor umrundet das Quartett den Kurs in geschlossener Formation, ohne sich jedoch das Leben allzu schwer zu machen. Dennoch sollten nicht alle das Ziel erreichen, denn Stutz rollt eine Runde vor Schluss mit Motorschaden aus. Schade, denn Stutz‘ zweiter Platz hätte zur Pole im Finallauf gereicht, diese fällt nun an Allemann.

Wie schon die bisherigen Starts gelingt auch jener zum Finallauf problemlos. Allemann behauptet die Führung, dahinter überrumpelt Fröhlich den aus P2 gestarteten Kevin Lüdi. Stutz prescht von P6 startend auf den vierten Platz vor, damit ist das fröhliche Quartett aus den ersten beiden Vorläufen wieder zusammen, wobei Stutz mit dem Austauschmotor offenbar doch ein paar Käfer fehlen und er den Anschluss nicht ganz halten kann. Allemann kontrolliert inzwischen die Pace an der Spitze, Fröhlich macht zwar Druck, hält sich angesichts einiger schwerer Regentropfen, die auf die Piste prasseln, aber eher zurück. Der grosse Regen bleibt jedoch noch aus und das Rennen geht regulär zu Ende. Allemann triumphiert trotz seiner Verletzungen auch in Mirécourt und holt sich dank einer Leistungssteigerung sowie dank Stutz‘ Pech gar die Maximalpunktzahl. Allemann dürfte somit im Titelrennen bereits auf der Zielgeraden sein, vielleicht genau die richtige Motivation für das kommende Wochenende und den grossen KZ1-Showdown in Wackersdorf gegen Thonon, Ardigo, Kozlinski, Mich, Cesetti, Foré und Co.

Ken, wir drücken dir jedenfalls jetzt schon die Daumen für die wichtigen Rennen des nächsten Wochenendes an der KZ1-Europameisterschaft!

Kategorie Mini: Haxhiu bietet Müller die Stirn

Wie schon in Ottobiano und Wohlen stellen sich nur gerade vier Mini-Karts zum Start der Rennläufe auf. Angesichts des geringen Interesses ist die Zukunft dieser Kategorie ungewiss.
Dass allerdings auch mit nur vier Piloten nicht unbedingt Langeweile auf der Strecke aufkommen muss beweisen Michi Müller, Loïc Vindice und Gjergj Haxhiu im ersten Lauf auf eindrückliche Art und Weise. Die drei umrunden den Kurs auf engstem Raum, wobei die Positionen immer mal wieder wechseln. Insbesondere Haxhiu und Müller zeigen ein spektakuläres Überholmanöver nach dem andern, bleiben dabei aber weitestgehend fair. Haxhius bevorzugtes Überholterrain ist die Gerade, während Müller in den Kurven die Oberhand behält. Am Ende erreicht Haxhiu das Ziel als Leader vor Müller und Vindice. Marc Stegmüller wird auf P4 abgewunken.

Im Gegensatz zum ersten Rennen lässt der zweite Lauf viel Spannung vermissen – zu überlegen zieht Haxhiu von Beginn weg davon. Dahinter hält sich Müller den aufsässigen Vindice vom Leib und fährt als Zweitplatzierter über die Ziellinie. Dass es am Ende für Müller doch der Sieg gewesen sein sollte erfährt man erst im Parc Fermé – Haxhiu’s Kart wird wegen geringem Untergewicht ans Ende des Klassements versetzt.

Im Finale sind wieder alle reglementskonform ausgerüstet und bereit für neue Fights. Haxhiu setzt sich aber erneut früh von den Gegnern ab und eilt ungefährdet zum Sieg. Müllers Kart hingegen scheint nicht mehr auf der Höhe seiner Leistung zu sein, er muss Vindice ziehen lassen. Am Ende muss sich Müller gar noch Marc Stegmüller beugen, der sein Kart um Zentimeter vor Müller über den Zielstrich prügelt und damit aufs Podest steigt.

In der Meisterschaft steigt nach Haxhius Finalsieg die Spannung. Müller behält zwar die Führung im Zwischenklassement, Haxhiu rückt dem Leader aber bis auf 5 Punkte nahe.

Kategorie Supermini: Tagessieg für Shaun Vogel

Die zweitkleinste Nachwuchsklasse ist gleichzeitig eine der umkämpftesten Kategorien der diesjährigen Meisterschaft. Neben Ottobiano-Sieger Randy Berglas und Wohlen-Dominator Brad Brunner zeigt auch Shaun Vogel immer wieder seine Klasse. Ob der junge Blondschopf wohl heute seinen grossen Tag hat?

Im Qualifying schwingt vorerst aber Randy Berglas obenauf, auch wenn sein Vorsprung auf Brunner und Vogel nur marginal klein ist. Die Rennen dürften angesichts der knappen Zeitabstände also einmal mehr richtig spannend werden. Schon Vorlauf 1 bestätigt diese Vermutung - Berglas, Vogel, Brunner und Fabienne Wohlwend beherrschen die Szenerie an der Spitze, wobei sich Berglas und Vogel um Zentimeter und Zentimeter von den beiden Mitstreitern abzusetzen vermögen. Der Sieg wird also zwischen Berglas und Vogel verhandelt. Vogel sieht seine Chance gekommen und zieht zu Rennhälfte auf der Gerade aus dem Windschatten an seinem Kontrahenten vorbei. Berglas kontert, doch Vogel hält dagegen. Die Entscheidung spitzt sich Runde um Runde mehr zu, schliesslich versucht Berglas in der letzten Schikanen-Durchfahrt einen allerletzten Angriff, schiebt sich auf der Geraden neben Vogel, doch die Flagge winkt Vogel um Zentimeter vor Berglas ab. Was für ein Showdown!

Das Spektakel aus dem ersten Lauf macht Lust auf eine Fortsetzung im zweiten Rennen. Die Piloten scheinen ebenfalls ihren Spass am Fight gefunden zu haben, denn erneut sammeln sich Vogel, Berglas, Brunner und Wohlwend in enger Formation auf der Strecke. Die Positionen wechseln mehrmals, wobei sich aber nur Vogel und Berglas an der Führungsarbeit beteiligen. Nach einem intensiven Rennen heisst der Sieger erneut Shaun Vogel, während sich Fabienne Wohlwend an Berglas und Brunner vorbei auf Platz zwei vorkämpft.

Das abschliessende Finale nimmt die Spannung aus den Vorläufen mit, erneut prägen Vogel, Berglas, Brunner und Wohlwend die Szenerie. Dazu kommen noch die dunklen Regenwolken, die ein paar Tropfen auf die Piste fallen lassen, die Strecke bleibt jedoch weiterhin trocken. Shaun Vogel gewinnt das Startduell gegen Randy Berglas, Wohlwend und Brunner reihen sich ihrerseits auf P3 und P4 ein. Aus dem Quartett werden bald zwei Duos, wobei Vogel und Berglas um den Sieg, Wohlwend und Brunner um den letzten Podestplatz kämpfen. Berglas folgt Vogel wie ein Schatten und greift vorerst nicht an. Doch in der zweitletzten Runde macht Berglas ernst und presst sich im Infield an Vogel vorbei in Front. Doch noch ist das Rennen nicht zu Ende, Vogel kontert im allerletzten Umlauf und überquert die Ziellinie mit sichtlicher Riesenfreude als grossartiger Sieger. Gleichzeitig fängt Brunner zu Rennende seine Gegnerin noch ab und steigt zusammen mit Vogel und Berglas aufs Siegerpodest.
In der Meisterschafts-Zwischenwertung steigt nach Vogels Tagessieg die Spannung noch weiter an.

Randy Berglas und Brad Brunner liegen Kopf an Kopf an der Tabellenspitze, Vogel liegt nach dem heutigen Punktemaximum knapp dahinter auf Platz drei. Die zweite Saisonhälfte bringt also nochmals Hochspannung im Kampf um den Meistertitel 2009. Freuen wir uns schon mal drauf!

Bis zum nächsten Rennen (12. Juli, Rotax Max Challenge in Levier, F.)

Euer Doidolino

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