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Rennbericht Rotax Max Challenge 3 Mulhouse (F), 14. Juni 2009
Heisser Kart-Krimi in Mulhouse

(doidolino) Zum dritten Renntag der Rotax Max Meisterschaft gastierte der Renntross auf dem Gelände von Peugeot in Mulhouse. Bei drückend schwülheissem Sommerwetter ging’s auch auf der Rennstrecke heiss zu und her. Die Finalsiege gingen an Prinz Max (Mini), Isabelle von Lerber (Junior), Tobias Widmer (DD2), Patrick Wolf (Club), Alain Chatton (Master) sowie Joel Burgermeister (Challenge). In der Meisterschafts-Wertung verteidigen die aktuellen Leader ihre Spitzenposition.


Rotax Max Mini: Zirkus Maximus

Nach seiner bisherigen Einmann-Show erhält der unumstrittene Meisterschaftsleader Prinz Max Zur Schaumburg Lippe in Mulhouse ernsthafte Konkurrenz. Randy Berglas, aktueller Mitfavorit in der offiziellen Schweizer Kartmeisterschaft, entschliesst sich ebenfalls zum Start im Elsass. Prompt erobert der Rotax-Neuling auf Anhieb die Pole vor Prinz Max, dahinter lauern Lucas Ayrton Mauron und Boris Kaech auf ihre Chance.

Der erste Vorlauf beginnt mit einem Paukenschlag, denn Felix Hirsiger steht im Mittelfeld plötzlich quer, worauf sein Kart unkontrolliert am Rennleiter vorbei in die Wiese schiesst. Unbeeindruckt davon behauptet Berglas die Spitze vor dem ungestüm angreifenden Prinz Max. Die beiden setzen sich auch gleich vom Feld ab, einzig Mauron vermag die Pace der beiden Führenden mitzugehen. Prinz Max lässt nicht locker und fordert energisch die Führung, was ihm in Runde 3 am Ende der Start/Ziel-Geraden dann auch gelingt. Berglas versucht nochmals zu kontern, doch Prinz Max gibt sich keine Blösse. Berglas hingegen sieht sich plötzlich vom ebenfalls stark aufdrehenden Mauron bedrängt, vermag diesen aber bis ins Ziel in Schach zu halten.

Im Gegensatz zum ersten Vorlauf gelingt der Start im zweiten Rennen vorerst ohne grosse Aufregung, doch nach einer halben Runde ist es mit der Ruhe vorbei. Gleich acht Karts bilden im Infield einen wirren Haufen, wobei die Spitzengruppe vom Massencrash nicht betroffen ist. Prinz Max enteilt zusammen mit Mauron und Berglas dem Rest des Feldes. Im Spitzentrio geht es erneut eng zu und her, Rad an Rad kämpfen die drei um die Führung. Max behauptet die Spitze und vermag Mauron und Berglas auch bis zur zweiten Zielflagge hinter sich zu halten.

Nun geht’s ins grosse Finale. Die Poleposition gehört nach den beiden hart erkämpften Vorlaufsiegen erneut Prinz Max, neben ihm reiht sich dank der besseren Quali-Zeit Randy Berglas ein. Der mit Berglas punktgleiche Mauron startet aus P3. Nach dem Fallen der Startflagge setzt sich vorerst Berglas an die Spitze, gejagt von Max und Mauron. Bald schon hält aber Rennleiter Angelo De Simoi Randy die Penalty-Anzeige hin, da dieser leicht vor Max über die Startlinie gebraust ist und dafür 10 Sekunden Strafzeit aufgebrummt erhält. In der Zwischenzeit hat sich Prinz Max im Infield mit einem harten Überholmanöver jedoch bereits wieder vor Berglas gesetzt und damit die Entscheidung auf der Piste herbeigeführt. Berglas geht die Pace mit, doch Runde um Runde baut sein Chassis mehr ab, was Mauron seinerseits zum Vorstoss auf Platz zwei nutzt. Berglas erreicht das Ziel zwar auf P3 fahrend, wird durch die Zeitstrafe aber schliesslich auf Rang 6 gewertet. Da tröstet auch die schnellste Rennrunde nur wenig über den entgangenen Podestplatz hinweg, den sich Felix Hirsiger mit einer kämpferischen Leistung ergattert.

In der Meisterschafts-Zwischenwertung baut Prinz Max seine Führung weiter aus, neu stösst Lukas Ayrton Mauron dank seiner feinen Tagesleistung vom sechsten auf den zweiten Zwischenrang vor.


Rotax Max Junior: Premierensieg für Isabelle von Lerber

Ladies-Day und Premiere bei der Kategorie Rotax Junior in Mulhouse – die junge Swisshutless-Fahrerin Isabelle von Lerber erobert die erste Pole vor ihrem Markenkollegen Mike Zürcher. Pascal Carigiet und Alain Baeriswyl nehmen das Rennen aus Reihe zwei in Angriff. Grosser Abwesender beim dritten Renntag ist der Meisterschafts-Zweite Jerôme Schwab, der aufgrund eines bei Trainingsfahrten eingehandelten Pistenverbots die Peugeot-Strecke auch für dieses Meisterschaftsrennen nicht befahren darf.

Besagter Angriff fällt bei Alain Baeriswyl im ersten Vorlauf dann etwas gar ungestüm aus. Zusammen mit Mike Zürcher trudelt der Mach1-Fahrer ins Kiesbett. Zürcher vermag schnell wieder Fahrt aufzunehmen, doch für Baeriswyl ist das Rennen praktisch vorbei, die Spitze jagt bereits wieder über Start/Ziel, bis er sein Kart aus der Kiesgruppe evakuiert hat. Indessen vermag Isabelle von Lerber ihre Pole zur alleinigen Führung zu nutzen, dahinter duellieren sich Jonas Rodrigues und Pascal Carigiet. Carigiet lanciert Angriff um Angriff, findet aber nie eine Lücke, um auf P2 vorzustossen. Dafür stossen hinter dem Verfolgerduo nun auch Tabellenleader Melville McKee sowie Steeve Kiener und Cédric Freiburghaus heran, Carigiet muss sich also auch nach hinten absichern. Zu Rennmitte verabschiedet sich McKee aus dem Rennen, nachdem sich sein Vorderrad im Infield plötzlich alleine auf den Weg macht. Nach einem kurzen Dankesgruss an seinen Mechaniker setzt sich McKee enttäuscht auf die Reifenstapel am Streckenrand. Unterdessen geht das Rennen weiter – von Lerber umrundet den Kurs nach wie vor als alleinige Führende. Um P2 hingegen wird intensiv gefightet, nachdem sich hinter Rodrigues ein veritabler Stau gebildet hat. Dennoch erreicht Rodrigues das Ziel als Zweiter, knapp vor Carigiet, Kiener, Freiburghaus und Sätteli. Kiener wird nach Rennschluss mit einer abweichenden Benzinprobe dann aber aus der Wertung genommen, die nachfolgenden Fahrer rücken somit eine Position nach.

Zum zweiten Vorlauf gelingt Jonas Rodrigues der beste Start, er katapultiert sich als Führender vor Von Lerber aus der ersten Kurve. Dahinter hat sich Cédric Freiburghaus an Carigiet vorbei gekämpft und bildet mit diesem ein Verfolgerduo, mit leichtem Respektabstand zu den beiden Führenden. Von Lerber behagt indes die zweite Position nicht besonders, sie macht sich bald schon daran, Rodrigues die Führung abspenstig zu machen. In Runde sechs gelingt es schliesslich, Ende Gerade tankt sich die junge Dame in Front. Rodrigues kontert nochmals und geht tatsächlich nochmals kurz in Führung, doch Von Lerber rückt die Reihung nach wenigen Metern erneut ins Lot. In der Folge eilt sie ungefährdet ihrem zweiten Laufsieg entgegen, Rodriguez erreicht das Ziel als Zweiter vor Cédric Freiburghaus und dem wieder weit vorgestossenen Alain Baeriswyl. Pascal Carigiet indes ist am Ende nicht mehr in den vorderen Rängen zu finden, nachdem er bei einem missglückten Angriff auf Freiburghaus in Kurve 1 quersteht und von den nachfolgenden Sätteli und Zürcher torpediert wird.

Für’s Finale stellt sich Von Lerber neben Rodrigues in der ersten Startreihe auf, während Freiburghaus und Vincenzo Alvaro die zweite Reihe füllen. Der Start wirbelt erneut viel Staub auf, da Rodrigues auf der Aussenbahn neben die Strecke und ins Kies gerät. Als sich der Staub verzogen hat sieht man Freiburghaus in Führung liegend um den Kurs jagen, dicht gefolgt von Pole-Lady Isabelle. Freiburghaus darf sich aber nicht allzu lange an seinem Spitzenplatz freuen, denn in der zweiten Runde gerät er in Kurve 2 neben die Strecke und reiht sich auf P6 wieder ein, wo ihm Pascal Carigiet ins Heck kracht und Freiburghaus zusammen mit Alain Baeriswyl in die Reifenstapel schickt. Zerknirscht verfolgen die zwei das Rennen als Zuschauer und müssen tatenlos mit ansehen, wie Von Lerber zunehmend von Melville McKee unter Druck gesetzt wird. Was nun folgt ist Rennsport vom Feinsten. McKee und Von Lerber wechseln die Führung fast von Kurve zu Kurve, müssen bei dieser kämpferischen und zeitraubenden Fahrweise aber Pascal Carigiet und Mike Zürcher aufschliessen lassen. Nun kämpft gar ein Quartett Rad an Rad um den Finalsieg, welchen sich am Ende Isabelle von Lerber quasi als Sahnehäubchen auf ihre grandiose Tagesleistung drauflegt. McKee und Carigiet folgen ihr aufs Podest nach, während für Mike Zürcher der undankbare vierte Platz übrig bleibt. Was für ein phantastischer Abschluss nach einem hart umkämpften Renntag in der Junior-Kategorie!

In der Meisterschaft behauptet McKee die Führung vor Jonas Rodrigues, während Pascal Carigiet neu auf den dritten Zwischenrang vorstösst.




Rotax Max DD2: Wieder Punktemaximum für Widmer

Gemäss der überlegenen Führung im Meisterschafts-Zwischenklassement geht Tobias Widmer als klarer Favorit ins Zeitfahren. Rasch knallt der Birel-Pilot eine Zeit auf den Asphalt, die dann auch für die Pole reichen sollte. Markus Mühlemann komplettiert als Zweiter die Pole-Reihe. Die Startflagge zum ersten Lauf fällt und Widmer katapultiert sich gleich als Leader in die erste Kurve. Sein Haupt-Konkurrent Mühlemann fehlt hingegen an der Spitze, der CRG-Fahrer verliert Plätze um Platz und rollt nach einer Runde auch ins Fahrerlager, wo ein gerissenes Schaltkabel festgestellt wird. Widmer liegt damit schon mit deutlichem Vorsprung in Führung, Damian Frizzi übernimmt die erste Verfolgerposition, dahinter beharken sich Patrick Aebi und David Freiburghaus um P3. Aebi vermag sich vier Runden lang zu verteidigen, doch schliesslich presst sich Freiburghaus vor Start/Ziel an ihm vorbei. Mit schnellsten Rundenzeiten jagt Freiburghaus hinter den beiden Führenden her und schliesst die Lücke zu Frizzi in der letzten Runde, doch die Zielfahne beendet seine Aufholjagd schliesslich, bevor Freiburghaus zum Überholmanöver ansetzen kann.

Auch beim zweiten Rennen legt Widmer los wie die Feuerwehr und schüttelt seine Verfolger bald aus dem Windschatten, alles scheint wieder auf den programmierten Widmer-Sieg hinaus zu laufen. Doch dann sorgt der Dominator selbst nochmals für Spannung. Eine kleine Unaufmerksamkeit in Kurve 2, Widmers Kart gerät in der schnellen Rechtskurve aufs Gras und schon ist Damian Frizzi innen durch geschlüpft. Etwas besseres hätte diesem Rennen gar nicht passieren können, denn nun folgt ein begeisterndes Schauspiel. Widmer attackiert Frizzis Führung, doch dieser hält mit breitem Rücken hartnäckig dagegen. Hinter dem streitenden Duo reiht sich Fahrer um Fahrer ein, bald bildet sich ein Spitzenpulk mit sieben Karts, denn nebst David Freiburghaus, Lothar Winzen, Ramona Bodmer und Philip Hirschi schliesst nun auch der vom letzten Platz gestartete Markus Mühlemann auf. Ob das Ganze wohl bis zur Zielflagge gut geht….? Widmer scheint die Gefahr zu spüren und macht nun schliesslich ernst mit dem Angriff auf die Führung, im Infield kämpft er sich wieder an seinen gewohnten Platz 1. Dahinter geht das hitzige Gefecht weiter, schliesslich mit Folgen. Frizzi und Freiburghaus crashen im Fight um P2. Nun ist der Mist geführt, der Spitzenpulk löst sich auf, Widmer erreicht das Ziel solo vor Lothar Winzen, der seinerseits einen deutlichen Vorsprung auf den drittplatzierten Philip Hirschi herausfährt.

Bis zum Finale haben sich die Gemüter wieder beruhigt, der Start verläuft gesittet und ohne Probleme. Wieder setzt sich Widmer sogleich an die Spitze, wo er rasch einen Vorsprung herausfährt, den er bis ins Ziel klug verwaltet. Ohne gänzlich ans Limit zu gehen kontrolliert er das Rennen souverän. Mehr Spannung verspricht der Kampf um die verbleibenden Podestplätze. In der ersten Rennhälfte nistet sich Winzen solo fahrend auf P2 ein, doch zu Rennhälfte baut sein Kart sichtlich ab. Patrik Aebi, Philip Hirschi und Damian Frizzi sowie später auch Markus Mühlemann rücken näher und näher. Aebi verabschiedet sich im Zweikampf mit Hirschi kurz ins Gras und fällt zurück, Hirschi hingegen dreht mächtig auf und ringt Winzen schliesslich den zweiten Platz ab, auch Frizzi zieht an Winzen vorbei. Doch Hirschi’s Freude über den erkämpften zweiten Platz währt nicht lange, mit Motorproblemen rollt der junge Birel-Fahrer enttäuscht neben der Strecke aus. Frizzi liegt nun auf P2 und Winzen erneut auf einem Podestplatz. Doch noch ist das Rennen nicht zu Ende. Markus Mühlemann bläst zum Halali auf P3 und presst sich schliesslich tatsächlich an Winzen vorbei, doch nun sind auch Mühlemanns Reifen am Ende. Seine Pace verschlechtert sich frappant, insbesondere die ultraschnelle Zielkurve ist kaum mehr fahrbar. Winzen nutzt die Gelegenheit, zieht kurz vor Rennende ohne Mühe wieder an Mühlemann vorbei und steigt für die Siegerehrung doch noch zusammen mit Widmer und Frizzi aufs Podest.

Rotax Max Club / Master

Nach den bisherigen Leistungen in Wohlen und Mirécourt sind in den gemeinsam fahrenden Kategorien Club und Master zwei klare Favoriten auszumachen: Patrick Wolf im Feld der Club-Piloten sowie Alain Chatton bei den Masters-Fahrern. Wolf wird dieser Favoritenrolle denn auch schon im Zeitfahren gerecht und holt sich die Pole mit grossem Zeitvorsprung auf Roger Heiniger. Alain Chatton geht noch etwas verhalten ins Qualifying, er ist zwar nach wie vor der schnellste Master-Pilot, startet aber für einmal nur aus der dritten Reihe ins erste Rennen.

Die Geschichte der drei Rennen ist dann aber schnell erzählt, zu überlegen präsentieren sich sowohl Wolf wie auch Chatton. Wolf legt bei jedem Rennen gleich los wie die Feuerwehr, stets mit Chatton als erstem Verfolger. Die beiden sichern sich ihren Kategoriensieg in jedem Rennen, ohne ihr Material dabei überstrapazieren zu müssen. Hektischer geht es im Verfolgerfeld zu, wo zwischen Domenic Emr, Dominic Breu, Elio Hahn, Laurenz Reifferscheidt und Roger Heiniger oft mit harten Bandagen gekämpft wird. In beiden Vorläufen schwingt Emr dabei oben aus, er wird im Ziel jeweils als Dritter abgewunken, was P2 und 52 Vorlauf-Punkte in der Clubwertung bedeutet. Breu ergattert sich in der Summe den dritten Club-Platz und 50 Meisterschaftspunkte.

Auch das Finale verläuft eher ereignislos, zumindest auf den Spitzenplätzen. Zuerst schlägt aber noch die Defekthexe bei Domenic Emr zu. Der Zweitplatzierte der Club-Meisterschaft bleibt schon in der Einführungsrunde mit defekter Antriebskette liegen und muss das Rennen als Zuschauer verfolgen. Wolf und Chatton umrunden nach Startfreigabe den Kurs wie gewohnt allein fahrend weit vor dem Feld. Dahinter bilden sich zwei Verfolger-Gruppen. Dominic Breu und Elio Hahn duellieren sich um Position drei, gefolgt von einem Trio aus Master-Fahrer Andreas Peter sowie den beiden Club-Piloten Max Säuberli und Roger Heiniger. Doch auch in den beiden Verfolgergruppen bleiben grosse Attacken aus, Gefahr droht eher von den stets dunkler werdenden Regenwolken, die ein paar wenige Tropfen auf die Strecke nieder lassen. Doch auch der Regen bleibt aus, und das Rennen geht auf trockenem Asphalt zu Ende. Hinter Wolf und Chatton winkt die Zielflagge zuerst Elio Hahn und Dominic Breu ab, die Wolf aufs Siegerpodest der Club-Wertung folgen. Andreas Peter und Max Säuberli gesellen sich als Master-Fahrer zu Sieger Chatton aufs Treppchen.

An der Spitze der Meisterschafts-Zwischenwertung bleibt nach den Favoritensiegen alles beim Status quo. Wolf und Chatton bauen ihre bereits komfortable Führung weiter aus und sind dezidierte Anwärter auf den Meistertitel 2009.

Rotax Max Challenge: Joel Burgermeister auf Titelkurs?

Als Highlight des Tages stehen die Entscheide in der gut besuchten Rotax Max Challenge an. 26 Fahrer versprechen hart umkämpfte und spannende Rennen. Bereits im Qualifying deutet sich an, dass es im Kampf um den Sieg wohl keinen klaren Favoriten geben dürfte, denn Polesetter und Meisterschafts-Leader Joel Burgermeister vermag nur wenige Hundertstels-Sekunden auf die Gegner heraus zu fahren. Yannick Ackermann, Dario De Simoi, Martin Aregger, Robin Güdel und Dario Santoro stellen sich hinter Burgermeister zum ersten Rennen auf.

Das Feld startet hitzig in den ersten Lauf, was sich gleich mit einem veritablen Chaos in der ersten Kurve äussert. Gleich acht Piloten türmen sich zu einem wilden Haufen, wobei die Spitzenfahrer davon nicht betroffen sind. Für Ramona Jetzer, Gino Tengg und Mike Janser ist das Rennen zu Ende, Leo Chirichiello, Michael Jann, Raphael Keller und Rinaldo Grämiger können das Rennen immerhin fortsetzen, allerdings nunmehr ohne Ambitionen auf ein Top-Resultat. Indes formiert sich an der Spitze eine Kampfgruppe mit Burgermeister, De Simoi und Martin Aregger, die das Publikum mit intensivem Schlagabtausch bestens unterhalten. Burgermeister setzt sich im Rennverlauf leicht ab, nicht zuletzt aufgrund des heissen Duells zwischen De Simoi und Aregger, die sich gleich mehrfach überholen. Der Streit zwischen den beiden lässt auch Yannick Ackermann aufschliessen, der aber darauf verzichtet, weiteres Öl ins Feuer zwischen De Simoi und Aregger zu giessen. De Simoi erreicht das Ziel schliesslich auf P2 vor Aregger und Ackermann.

Auch das zweite Rennen fordert gleich nach dem Start erste Opfer durch eine Massenkarambolage, erneut sind Chirichiello, Jann und Grämiger unter den Leidtragenden, dazu gesellen sich Michael Häfliger, Lukas Martin und Mike Bürki. Bis der Spitzenpulk die Unfallstelle erreicht sind alle Hindernisse von der Strecke geräumt. Das Schauspiel aus dem ersten Lauf wiederholt sich, die Führung ist hart umkämpft. Burgermeister, Aregger, De Simoi, Robin Güdel und Ackermann jagen dicht gedrängt um den Kurs, wobei sich Burgermeister wie schon im ersten Lauf tadellos präsentiert und sich Zentimeter um Zentimeter abzusetzen vermag. Um P2 liegen sich erneut De Simoi und Aregger in den Haaren, auch diesmal ändert die Reihung mehrmals. Am Ende triumphiert aber schon wieder De Simoi mit hauchdünnem Vorsprung auf seinen Rivalen, Ackermann und Güdel fahren auf P4 und P5 ein. Erst auf Rang sieben folgt der zweifache Meister Dario Santoro, dessen Resultate bislang noch etwas hinter den Erwartungen liegen. Doch noch steht ja das Finale und damit eine weitere Chance zur Wiedergutmachung aus.

Nach den packenden Vorläufen ist die Erwartungshaltung für das grosse Finale sehr hoch. Zusätzliche Spannung verleiht der dunkler werdende Himmel und erste Regentropfen. Doch der grosse Regen bleibt weiterhin aus, der noch immer sehr heisse Asphalt bleibt trocken, keine Gefahr also von dieser Seite. Burgermeister behagt die Führungsposition so gut, dass er sie auch nach dem Finalstart nicht preisgibt. Dahinter reihen sich die bekannten Verdächtigen ein, sprich Aregger, De Simoi, Ackermann und Güdel. Aregger scheint nun absolut gewillt, die Spitze endlich zu übernehmen, er greift Burgermeister kompromisslos an. Im hinteren Bereich der Strecke presst sich Aregger schliesslich tatsächlich am Führenden vorbei, der aber noch lange nicht klein beigibt. Mit harten Bandagen wird Runde um Runde um die Spitze gekämpft, wobei die Konkurrenten bei aller Härte stets fair bleiben. Das Duell ist schlicht sehenswert. Zu Rennhälfte gelingt Burgermeister dann die Revanche, er kämpft sich vor der Zielgerade wieder an Aregger vorbei. Areggers Gegenwehr lässt nun nach, er muss sich auch von De Simoi passieren lassen, während Burgermeister einen kleinen Vorsprung herausfährt und sich schliesslich als verdienter Sieger feiern lässt. Um P2 wird derweil aber nochmals hart gekämpft, wobei sich der immer stärker aufdrehende Champion Dario Santoro ebenfalls noch einmischt. Nach Güdel und Aregger greift Santoro kurz vor Rennende auch De Simoi an und verweist diesen noch auf den dritten Rang.

Das grandiose Finalrennen bildet die Krönung nach bis dahin schon phantastischen Challenge-Rennen. Burgermeister beweist auch unter grossem Druck seine Klasse und führt die Meisterschafts-Wertung nun mit deutlichem Vorsprung an. Wenn Joel die aktuelle Superform beibehalten kann dürfte er nur schwer vom Titelgewinn abzuhalten sein.

So, das war’s aus Mulhouse. Die Rennen haben wieder mal richtig Freude gemacht, so macht es einfach Spass, darüber zu berichten. Schon in einer Woche stehen die nächsten Meisterschafts-Rennen an, und ich hoffe euch auch aus Mirécourt am 21. Juni (3. Renntag SKM) von tollen Rennen berichten zu können.

Bis dann, euer Doidolino

Ranglisten Mini - Junior - Challenge - DD2 - Club/Master/Team

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