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WTCC Porto, 30.06.2013: Fredy Barth schnell aber glücklos
Handicapiert von seinem eingeschienten Handgelenk zeigte Fredy Barth in den FIA WTCC-Läufen in Portugal zwei starke Rennen. Trotz persönlicher Glücksfee Miss Yokohama blieben sie unbelohnt.
Mit dem in Rekordzeit reparierten BMW 320 TC und dem frisch operierten Handgelenk ging Fredy Barth bei den FIA WTCC-Läufen 13 und 14 in der portugiesischen Hafenstadt Porto mit der gebotenen Umsicht ans Werk. Trotz Schmerzen zeigte der Schweizer auf der ebenso schnellen wie engen, 4,8 Kilometer langen Stadt-Rennstrecke «Circuito da Boavista» schnell wieder gute Rundenzeiten.

Es wurde zwar bald klar, dass er wenig Chancen auf eine Top-Platzierung hatte. Fredy Barth wusste sich dennoch stets zu steigern und konnte mit seinem Team eine gute Abstimmung finden. Im Qualifying gelang ihm beinahe der Einzug ins Q2 der besten 12. Mit dem zweiten Reifensatz konnte er sich aber nicht mehr verbessern und musste sich mit Startplatz 16 zufrieden geben. Ein Highlight setzte Fredy Barth im morgendlichen Warm-up, in dem er als bester BMW-Pilot die achtbeste Zeit realisierte!

Beim fliegenden Start zum ersten Rennen hielt er sich mit dem angeschlagenen Handgelenk bewusst aus allen Zweikämpfen zurück. Irritiert durch die Kollision von Engstler mit einem Abschleppfahrzeug musste sich Barth jedoch gegen Rennende mit einer Vollbremsung in einen Dreher retten, was wichtige Punkte in der Privatfahrer-Wertung kostete.

Auch im zweiten der beiden Hitzerennen am Atlantik behauptete sich Barth im dicht gedrängten Verfolgerpulk, stets mit Anschluss an die Spitzengruppe. Der harte und faire Zweikampf mit Markenkollege O’Young blieb aber erneut unbelohnt. Ein harmloser Rutscher endete in einem Reifenstapel.
Fredy Barth: «Das waren zwei unglaublich harte Rennen. Leider konnte uns auch die extra eingeflogene Miss Yokohama, Debora Cordeiro, welche sich hervorragend als neue Mechanikerin machte, kein Glück bringen. Positiv waren die gute Abstimmung des BMW 320 TC, was wir mit P8 im Warm-up unterstreichen konnten. Auch in den Rennen war der Speed konstant schnell. Speziell im zweiten Lauf hätte ich deutlich schneller fahren können. Überholen ist auf der engen Strecke jedoch kaum möglich.»

Im ersten Rennen siegte Yvan Müller vor Tom Chilton und Michel Nykjaer (alle Chevrolet). Im zweiten Lauf gewann James Nash (Chevrolet) vor Rob Huff (Seat) und Michel Nykjaer. Der nächste Renneinsatz für Fredy Barth ist in drei Wochen beim 24h-Rennen in Spa. (Stefan Lüscher)