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Bericht Rotax Max Weltfinal 2011 - Al Ain
(pb) Zwischen Luxus, Wüste, dem weltgrössten Kartevent und wahren Träumen.

Hand aufs Herz, wer träumt nicht davon: nach dem Sieg in der nationalen Meisterschaft nach den ganz grossen Sternen zu greifen und am Weltfinale zu reüssieren? ALLE träumen davon und das ist auch richtig. Ziele gehören gross formuliert auch wenn einen die Realität oft etwas unsanft eines Besseren belehrt.


Na ja wie soll das denn funktionieren, wenn 264 Piloten aus 60 Nationen in 4 Kategorien zum Worldfinal antreten? ALLE wollen gewinnen und tragen den Traum des Erfolges in sich. Dass es dabei auf der Piste sehr temperamentvoll, ehrgeizig, risikobereit zur Sache geht versteht sich. Und dies bereits im ersten Training.
Gerade einmal 4 Trainings oder gesamthaft eine Stunde stand zur Verfügung um sich an die Piste zu gewöhnen, den Kart abzustimmen und die richtige persönliche Einstellung zu finden. Letzteres beginnt ja nicht erst auf der Rennpiste schon weit voraus. Das Nationalteam bestehend aus Randy Berglas, Pascal Posch und Dario Santorro reiste mit grossen Erwartungen an den weltgrössten Kartevent in die Wüste der vereinigten Arabischen Emirate.
Es war die Handschrift der Organisatoren aus der Euro-Challenege welche die Professionalität zum Ausdruck brachten. Kompliment eine hervorragende Geschichte.
Dein Name wird aufgerufen, du ziehst eine Nummer und kannst den Kart mitsamt Werkzeug und Reifen in Anspruch nehmen. 264 Driver aus 60 Nationen eingeteilt in 4 Kategorien. Oder einfach genannt: Das ist Rotax Worldfinal der grösste Kartevent der Welt. Von den je 72 Teilnehmern in den Hauptkategorien fahren bis auf einige wenige alle in der selben Sekunde. Die Leistungsdichte ist enorm. Das Niveau erklärt sich auch beim Durchlesen der Teilnehmerliste: Ben Cooper oder Ukjo Sasahara dominierten schon die Eurochallenge und gaben auch in der Wüste den Ton an.
Die Ambitionen unserer Schweizer zeigten sich in den bereits erwähnten 4 Trainings. Dabei lief es nicht bei allen nach Wunsch. Bei Pascal Posch musste der Sitz gleich zweimal gewechselt werden, nachdem er sich auf der rutschigen Piste über die Curbs verabschiedete. Dario hatte so einige Probleme mit der Abstimmung. Einzig bei Randy waren die Zeiten anfänglich gut.
Danach kamen harte Zeiten auf. Das Chrono gelang wohl keinem so optimal. Und dies ist ja das eigentliche Problem. International wird ja bekanntlich in die Rennläufe immer aus der Chrono Position gestartet. Ist dies im Mittelfeld gibt es halt so einige Probleme. Schlussendlich interessiert nur die Platzierung. Ob du schnell warst oder nicht ist egal. Wir wissen ja alle wie schnell unsere Piloten fahren können oder könnten. Schnell waren dagegen die bekannten internationalen Fahrer aus der Eurochallenge. Auch hier zeigt sich die Erfahrung.

Die Schweiz braucht sich nicht zu verstecken. Es kommen laufend gute Piloten nach. Was die zukünftigen Schweizer Teilnehmer anbelangt, so sollten diese den Gedanken eines Nationalteams verstehen. Gemeinsames auftreten, eine gute Kommunikation, Offenheit und gegenseitiger Respekt sind unabdingbar. Auch wenn jeder ein Einzelkämpfer ist und schlussendlich auf sich alleine gestellt, muss untereinander zwingend die Erfahrung weitergegeben werden. Wie so etwas funktioniert? Ganz einfach: an der grossen Driverparty, dem Socialevent sah man die Piloten und auch deren Begleiter einheitlich auftreten. Wer nach einer zweiten Chance strebt muss arbeiten. Viel arbeiten! Und dann winkt vielleicht das grosse Ziel Ende 2012 in Portimao wenn sich die Rotax Family wieder zum grossen Event trifft. Hoffentlich wieder mit engagierten Piloten, hoffentlich mit Offenen Betreuern und hoffentlich mit etwas mehr Erfolg.