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CIK/FIA Academy Trophy, Ortona - 10. Juli 2011
Bei den Tests in Jesolo gehörten wir mitunter bekanntlich zu den Schnellsten. Ob das auch so ist wenn le Clerc, Ocon und Konsorte anwesend sind? Einmal vorweg: ja wir waren schnell. Die Tatsache, dass mit Einheitsmaterial der Firma Parolin gefahren wird machte das Ganze jedoch nicht einfacher. Es zeigte sich, dass rund 10 - 15 Fahrer ganz vorne mitmischen können. 51 Fahrer aus über 40 Nationen.



Die Anreise erfolgte am Donnerstag, damit wir mal 2 1/2h bei 35 Grad für die sportlichen Unterlagen anstehen konnten. Generell musste überall an jedem Ort gewartet, angestanden oder bezahlt werden. Wir sind jetzt auch schon an einigen Veranstaltungen gewesen WSK, Winetrcup, Monaco, Rotax, Eurochallenge aber dieses Veranstaltung strapazierte unsere Nerven doch immens. Ich darf mir erlauben zu sagen dass die Rotax-Eurochallenge die am besten organisierte Veranstaltung ist.
Aber zurück zum Geschehen. Wie definiert man Erfolg? Da wir davon ausgingen, dass Ocon und le Clerc die stärksten Fashrer sind wollten wir einfach im Zeitfahren besser abschneiden. Dies gelang mit Rang 4 (Gesamt 11) gar nicht schlecht. Obwohl Randy in den 8 Minuten oder 7 Runden keine optimale Fahrt hatte.
Egal somit ging es aus der 2. resp. 3. Reihe in die Heats. Und auf einmal hatten wir Probleme: Im ersten Lauf lag Randy gerade an 2. Stelle als er sich kurz von der Strecke verabschiedete. Dennoch Rang 8.
Im 2. Lauf brach der Sitz heraus. Ja ihr habt richtig gehört. Der Sitz brach auf der gesamten Sitzfläche, also rund 30 cm2 heraus somit war nicht nur die gute Paltzierung am A..... trotzdem Rang 8 mit glühendem Hinterteil. Es blieben gerade mal 30 Minuten um diesem Problem Abhilfe zu verschaffen. Eine Rolle Scotch Bauklebeband machte den Sitz stabiler als er jeh zuvor war. Also los in den 3. Lauf aus der 2 Reihe. Der Start war gut auf Platz 4 fuhr Randy zum ersten mal über den Zielstrich... doch dann.... was war denn da? innerhalb von einer Runde verlor Randy über 10 Plätze? Offenbar hatte ein Mitstreiter im Startgetümmel seinen Frontspoiler ins linke Hinterrad verkeilt vorauf die Felgen-Schrauben geköft wurden. Die Konsequenz war ein Plattfuss. Dank durchfahren ( obschon 15 s langsamer als die Spitze) erreichten wir noch den 18. Rang.
Für die Quali in den A-Final reichte dies immer noch. von Platz 19 ging es ab auf den 10. Rang.
Dann der 2. Finallauf: nun war alles möglich. aus Position 10 mit gutem Start auf Platz 7.... und AUS ... was war denn jetzt? Der hinter ihm fahrende Pilot fuhr auf das Heck und den Motor auf ... die Zündkerze wurde dabei abgerissen. Schade... denn dieses Rennen liess alle Möglichkeiten zu. Der Sieger beispielsweise, lag zum Zeitpunkt des Ausfalls hinter Randy und auch der 2. platzierte war nur ein Platz vor ihm. Hätte und würde und ....wie definiert man Erfolg schon wieder? Eben. In gewisser Hinsicht war es ja Erfolg.
Abschliessend noch einige Worte zur Academy: die idee mit Einheitsmaterial zu fahren ist grundsätzlich gut. Mit Parolin Chassis und le Cont Reifen jedoch eine deftige Herausfoderung. Auch lässt das Reglement wenig Spielraum zu. Natürlich haben alle die selben Bedingungen. Aber man kann zu wenig auf die Eigenschaften des Piloten eigehen. So der so die Idee stimmt, obschon von Parolin zum Teil qualitativ schlechtes Material zur Verfügung gestellt wird (na ja wir haben in 6 jahren Kartsport noch nie erlebt, dass der Boden des Sitzes komplett herausbrechen kann) Zudem machte die übertriebene Regulierung der CIK/FIA einiges fragwürdig. Zum Schluss aber eine grosses PLUS: die Rennen waren extrem spannend und es wurde fair gefahren. Unfälle gab es praktisch keine und die neue Piste in Ortona ist schlicht sensationell.

Leibe Grüsse Randy