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Pilotenbericht Jeffrey Schmidt:: Bridgestone-Cup Final Lonato (I) 18.10.2009
Ein stärkerer Motor, eine Vorderradbremse und Mitkonkurrenten im Alter zwischen 15 und 99 Jahren! Jeahh, ab sofort startete ich in der Kategorie KF 2!
Nach dem bisher eher verkorksten Jahr in der Kategorie KF3 mit viel Pech und Ausfällen, freute ich mich auf diese neue Herausforderung!

So reiste ich mit viel Motivation, Selbstver-trauen und einer grossen Portion Spannung am Mittwochabend nach Lonato. Denn das neue Kart hatte ich erst einmal getestet und mir mit der Vorderradbremse auch gleich Blasen an den Händen geholt. Ich musste eine neue Ideallinie finden, denn mit diesem Chassis bremst man später und gibt schneller wieder Gas. Für dieses Rennwochenende hatten sich 44 Piloten angemeldet. Ja super, viele davon waren Werksfahrer und in dieser Kategorie schon alte Hasen! Doch eigentlich konnte ich ja nichts verlieren, hatte ich als Frischling doch noch so was wie „Welpenschutz“, oder? Mit leicht erhöhtem Puls startete ich in das Training. Und –was-nein-doch-wirklich? Mir fehlten nur etwa 2 Zehntel auf die Weltbesten Fahrer in diesem gut besetztem Feld! Jeff, weiter so! Auch das Qualifying verlief super, von 44 Fahrern belegte ich den 11 Platz. In den beiden Vorläufen belegte ich, nach einem super Start und ein paar guten Überhollmanövern den 6-ten und den 12-ten (Startcrash!) Schlussrang. Mit Spannung erwartete ich das Près-Final.

Saperlott! Ich war nicht mehr so schnell wie in den Vorläufen, das Chassis lag nicht optimal, und so überquerte ich die Ziellinie nach 20 Runden als 11-ter. Ich wollte mehr! Der Start zum Finallauf lief aber nicht nach Plan, denn nach einem heftigen Stoss von hinten konnte ich das Kart gerade noch auffangen, ansonsten hätte ich einen einen Reifenstapel geküsst! Ich verlor ein paar Plätze und war nach der ersten Runde nur noch auf Platz 15. Ich wollte nach vorne, und nicht als 15-ter ins Ziel zu kommen! Mit dem Messer zwischen denn Zähnen überholte ich einen Konkurenten nach dem anderen. Noch fünf Runden! Wow, ich war auf dem 5-ten Platz. Heute stimmte einfach alles! Das Chassis, der Motor, die Einstellungen und natürlich nicht zuletzt meine Leistung und mein Willen: ich wollte unbedingt aufs Podest! Ich kämpfte um jeden Meter und überholte in den zwei letzten Runden noch zwei vor mir fahrende Piloten. Bis ins Ziel konnte ich mich sogar noch ein wenig von meinen Verfolgern lösen! Und dann endlich, nach 28(!) Runden sah ich die Zielflagge. Jeaaaahhhhh! Ich war Dritter!! Ein Podestplatz an meinem ersten KF2 Rennen. Es war perfekt!!! Ich konnte es gar nicht glauben, das Siegerpodest erwartete mich!!!! Ein super Einstand in die Kategorie KF2!

Erster wurde Nicolai Moller Madsen und zweiter Mans Grenhagen (beide Energy Werksfahrer).

Herzlichen Dank dem besten Mechaniker der Welt Loris Pezzatto, dem KSB Team, meinem Vater, meinem Mentaltrainer Herr Lauber und meinem grossen Vorbild Beat Kolb!