Kia-Cup 1999
1. Lauf vom 3. Juli 1999 in Wohlen
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Nichtlizenziert
140 kg

ZF - L1 - L2 - L3 - L4
Nichtlizenziert
155 kg

ZF - L1 - L2 - L3 - L4
Lizenziert 155 kg
ZF - L1 - L2 - L3 - L4
ICA
ZF - L1 - L2 - L3 - L4
Lizenziert 140 kg
ZF - L1 - L2 - L3 - L4
Promotion
ZF - L1 - L2 - L3 - L4
Junior
ZF - L1 - L2 - L3 - L4
Mini-90
ZF - L1 - L2 - L3 - L4
Mini-100
ZF - L1 - L2 - L3 - L4

Kart-Rennbericht Wohlen, KIA-Kart-Cup, 1. Renntag, 3.7.99

Am Samstag, 3. Juli 1999 fand in Wohlen der 1 Renntag zum diesjährigen KIA-Kart-Cup statt. Bei hoch-sommerlichen Temperaturen von über 30o Celsius litt nicht nur der Reporter und Fotograf (gute Fotos schiessen sich schlecht aus dem Schatten heraus), sondern auch die vielen Helfer am Pistenrand und selbstverständlich auch die Piloten, die ja körperliche Höchstleistungen bei dieser Hitze erbringen müssen.

Im Gegensatz zum letzten Jahr finden diese Saison total 4 Renntage statt, wovon drei in Wohlen und einer in Biesheim (F). Pro Renntag gibt es vier Läufe und von den insgesamt 16 Resultaten können vier gestrichen werden. Sieger einer Kategorie ist derjenige, der am wenigsten Punkte erreicht, denn im Gegensatz zur Schweizermeisterschaft erhält der Sieger eines Laufes 0 Punkte, der Zweite 2, der Dritte 3 usw.. Ebenfalls neu findet ein 15 minütiges Training mit Zeitfahren statt, das über die Startposition für den 1. Lauf entscheidet. Letztes Jahr entschied hier noch das Los. Neu ist auch, dass alle Kategorien 15 Runden pro Lauf absolvieren, letztes Jahr durften sich die ganz Kleinen noch mit 12 Runden begnügen.

Damit nicht 36 Läufe absolviert werden müssen (würde den Rahmen eines Tages sprengen), fahren jeweils zwei etwa gleich starke Kategorien in einem Feld. Die Paarungen in diesem Jahr sehen wie folgt aus: ICA / Promotion, Lizenziert / Nichtlizenziert 140 kg, Lizenziert / Nichtlizenziert 155 kg, Mini 90 / Mini 100 und die Junioren dürfen unter sich fahren. Die Kategorien Mini 90, Mini 100 und Junioren wurden wieder erst in der Mittagspause zu ihrem Zeitfahren aufgeboten.

Die jeweils ersten Drei des letzten Laufes wurden im brandneuen KIA-Cabrio ELAN auf eine Ehrenrunde mitgenommen. Das Cabrio verfügt über einen starken 1,8 Liter Motor mit beachtlichen 151 PS und begeistert durch seine schnittige Form.

 

Kategorie ICA / Promotion

In der Präsenzliste der Kategorie Promotion überraschten zwei Namen, Roger Graf und Christina Surer, die in der Schweizermeisterschaft eigentlich in der Kategorie ICA starten.

Roger Graf war diesem Tag eine Klasse für sich und entschied sowohl das Zeitfahren als auch die vier Läufe für sich. Dahinter etablierte sich eine Vierergruppe von ICA-Piloten, die von Hans Remschnig angeführt wurde und der dreimal die Nase vorne hatte. Einzig im 2. Lauf musste er sich nach schlechtem Start von Stefan Meier geschlagen geben. Roger Bättig und Patrik Grütter mischten auch noch an der Spitze mit und sorgten für etwas Abwechslung in den einzelnen Laufresultaten. Nicht so gut lief es dem in der Schweizermeisterschaft auf dem 2. Rang liegenden Raphael Rogenmoser und auch die Gebrüder Lips kamen nicht so recht auf Touren. In der Kategorie Promotion konnte sich Andreas Metzger den 2. Platz in der Zwischenwertung vor Sascha Brun und Christina Surer sichern. Christina fuhr aber sehr stark und vermochte nur im 4. Lauf nicht zu überzeugen. Aber dafür gibt es ja Streichresultate ....

 

Kategorie Lizenziert / Nichtlizenziert 140 kg

Die Geschichte der Lizenzierten ist schnell erzählt. Von den 2 Startenden Beat Wittwer und Roland Hürlimann dominierte Beat Wittwer, der als einziger 39er Zeiten fuhr, auf eindrücklichste Weise das Feld, hatte er doch vorallem in den ersten Läufen bis zu einer halben Runde Vorsprung. Roland Hürlimann hatte da mehr Mühe sich gegen die stärksten Nichtlizenzierten durchzusetzen und rangierte mehr in der hinteren Hälfte.

In der Kategorie der Nichtlizenzierten begeisterte Markus Huber (Zweiter im letzten Jahr), der alle vier Läufe für sich entscheiden konnte. Dahinter lieferten sich Maurizio Giovanelli und Sascha Lakits einen heissen Zweikampf, den Maurizio zweimal für sich entscheiden konnte. Sascha zeigte aber die konstantere Leistung mit ebenfalls zwei zweiten und zwei dritten Plätzen. Sascha bewies damit, dass er nicht nur etwas vom "Mechen" (Sabrina Hungerbühler, Formula A), sondern auch vom Fahren versteht. Martin Hoffmann, der letztes Jahr Dritter im Gesamtklassement war, ist sicher wieder ein Anwärter auf einen der vorderen Plätze. Im letzten Lauf wurde er um die Fahrt im KIA-Cabrio "betrogen", denn Maurizio Giovanelli wurde im Nachhinein mit 6 Penalties wegen Überholen in der Einführungsrunde bestraft.

 

Kategorie Lizenziert / Nichtlizenziert 155 kg

In diesen beiden Kategorien waren insgesamt 34 Piloten am Start und somit das grösste Feld am gestrigen Tag. Es war auch das Feld mit den meisten Crashes und Karambolagen. Schon im ersten Lauf kam es an der Spitze hinter Philipp Folghera zum Crash zwischen Philippe Waridel und Fredi Barth, dann zwei Runden später zwischen Giovanni Caruso und Nino Betschart. Profitieren konnte Reto Carigiet, der danach alle vier Läufe als Zweiter hinter Philipp Folghera beendete. Nino Betschart fiel hinter Josef Waller zurück, beendete aber seinerseits in Folge alle Läufe als Dritter der Lizenzierten. Dahinter konnte sich Graziano Neri als Zweiter der Nichtlizenzierten plazieren und in den letzten drei Läufen sicherte er sich jeweils die Spitze seiner Kategorie. Dank dieser tollen Ergebnisse und der Tatsache, dass sich keiner hinter ihm richtig durchsetzen konnte, führt er das Zwischenklassement deutlich an.

 

Kategorie Mini 90 / Mini 100

Im Zeitfahren deutete Sébastien Buemi seine Schnelligkeit bereits auf eindrückliche Weise an, nahm er doch der Zweitplazierten Rahel Frey über eine halbe Sekunde ab. Ähnlich gestalteten sich dann auch die ersten drei Läufe, die Sébastien überlegen für sich entscheiden konnte. Einzig im vierten Lauf stoppte ihn ein technisches Versagen seines Karts und ermöglichte Rahel Frey nach drei zweiten Plätzen doch noch einen Sieg und die Führung im Zwischenklassement der Kategorie Mini 90. Bei den Mini 100 liegen Natacha Gachnang und Marco Blaser punktgleich an der Spitze. Natacha mit einem Sieg und drei zweiten Plätzen und Marco Blaser mit je zwei ersten und dritten Positionen. Mitmischen konnte noch Adrian Gugger, der alle Plazierungen von 1 bis 4 erreichte.

 

Kategorie Junior

In dem kleinen Feld der Junioren mit nur zehn Piloten konnte sich das Kart-Shop-Team-Duo Pascal Posch und Leonardi Corti im Zeitfahren durchsetzen und sie sollten auch in den Rennläufen die Hauptrolle spielen. Pascal Posch gewann die ersten zwei Läufe vor seinem Team-Kollegen, im dritten und vierten Lauf übernahm dieser das Zepter. Im 3. Lauf, der zweimal gestartet werden musste, kam Pascal nicht so gut weg, konnte sich gegen Iris Thurnherr, die ebenfalls eine tolle Leistung zeigte, noch durchsetzen, den Zweitplazierten Patrick Keller konnte er aber nicht mehr gefährden. Im letzten Lauf am gestrigen Tag startete Pascal wieder nicht optimal, kämpfte sich aber vom fünften Platz an Iris Thurnherr, David Canonica und schliesslich an Patrick Keller vorbei auf den zweiten Schlussrang. Bravo Pascal und Leonardo !!

 

Schlussbemerkung

Es war einmal mehr nichts an der Organisation der Kartrenngemeinschaft Zürich auszusetzen und wir dürfen uns jetzt schon auf den nächsten Renntag in Biesheim (F) am 22. August 1999 freuen. Das nächste Rennen der Schweizermeisterschaft findet in zwei Wochen in Chiavenna (I) statt.

Ich möchte mich an dieser Stelle bei unseren treuen Lesern entschuldigen, dass der Rennbericht so lange auf sich warten liess, aber ich war die letzte Woche dermassen unter Druck in der Firma, dass ich es einfach nicht früher geschafft habe. Bis dann Euer

André Denzler, 11.7.99

André Denzler – © karting.ch / Kartszene, 11.7.99

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