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Kart-Rennbericht Wohlen, 24.5.99

Der 2. Meisterschaftstag der Kategorien ICA, A-150, Junior
und Promotion bestach an diesem Tag organisatorisch wie
auch wettermässig durch idealste Bedingungen. Auffallend
waren die vielen Zelte, aber die gemeldeten 128 Piloten
mussten ja irgendwo mechen.
Der Ablauf gestaltete sich in gewohnter Weise: Registrierung,
Fahrerbesprechung, 8 Minuten freies Training und anschliessend
das Zeitfahren. Das erste Rennen startete um 11.15 Uhr
und vor der Mittagspause fanden zwei Vorläufe der
Kategorie ICA und der 1. Vorlauf der Kategorie A-150 über
jeweils 18 Runden statt.
Kategorie ICA
Einmal mehr mussten die Piloten zuerst in zwei Gruppen
um die 34 Startplätze im Pré-Final kämpfen,
denn es waren 48 Fahrer gemeldet.
Im 1. Vorlauf der Gruppe A setzte sich Ken Allemann,
der im Zeitfahren mit 38.980 Sekunden die schnellste Rundenzeit
an diesem Tag fuhr, einmal mehr mit einem Start-Ziel-Sieg
gegen die Konkurrenz durch. Dahinter sicherte sich Manuel
Benz ungefährdet den 2. Platz. Remo Lips konnte seine
3. Rang bis zur 14. Runden erfolgreich behaupten, dann
musste er Roger Graf ziehen lassen. Fünfter wurde
der von der elften Position startende André Lips,
der sich nach vorne kämpfte, vor Patrik Grütter,
der in der 12. Runde beim Angriff auf Remo Lips auf den
6. Platz zurückfiel.
Wie auch in Lévier beherrschte Raphael Rogenmoser
die Gruppe B und gewann ebenfalls souverän. Steve
Brodbeck kämpfte sich in der 7. Runde an Hans Remschnig
vorbei und sicherte sich den 2. Rang vor Hans Remschnig
und Mariza Trachsel. Erwähnenswert ist eine Szene
in der 11. Runde, als Patrick Corminboeuf beim Wegschieben
seines Karts aus der Piste Steve Brodbeck den Weg versperrte
und Hans Remschnig überholen konnte, Steve aber noch
vor der nächsten Kurve wieder mit Handzeichen vorbeiwinkte.
Dafür gebührt ihm der Fairness-Preis, wenn es
so einen gäbe. (Warum eigentlich nicht ?)
Der zweite Vorlauf der Gruppe B endete wie der erste
mit Ken Allemann vor Manuel Benz. Remo Lips liess sich
diesmal den 3. Platz trotz hartnäckigen Attacken
seitens Roger Graf nicht streitig machen. Auf den weiteren
Rängen folgten Stéphane Monnier vor André
Lips und Patrik Grütter, der zur Zeit die Rekrutenschule
absolviert und sich über mangelde Trainingsmöglichkeiten
beklagt.
Der 2. Vorlauf der Gruppe B begann mit einer Karambolage
in der 1. Runde, in den etwa die Hälfte der Piloten
verwickelt waren. Dieser Crash hatte aber auf die Spitze
keinen Einfluss. Raphael Rogenmoser distanzierte sich
deutlich von seinen Verfolgern Steve Brodbeck, Hans Remschnig
und Mariza Trachsel.
Prominentestes Opfer unter den 14 Piloten, die sich nicht
für den Pré-Final qualifizieren konnten, war
Christina Surer, die nach Problemen im Zeitfahren und
ihrem Ausscheiden im 1. Vorlauf trotz dem 12. Rang im
zweiten Vorlauf zum Zuschauen gezwungen wurde.
Im Pré-Final über 26 Runden ging es trotz
des grossen Feldes gesittet zu. An der Spitze setzte sich
Ken Allemann schon bald vom Rest ab. Dahinter sicherte
sich Raphael Rogenmoser unangefochten den 2. Rang. Roger
Graf kämpfte sich vom 7. Startplatz nach vorne und
verwies Manuel Benz, Hans Remschnig und Steve Brodbeck
auf die weiteren Plätze.
Der Final wurde einmal mehr von Ken Allemann beherrscht
... hätte nicht in der 23. Runde das Schicksal erbarmungslos
zugeschlagen: Kette gerissen. So konnte sich Manuel Benz,
der sich ein spannendes Duell mit Raphael Rogenmoser lieferte,
20 SM-Punkte für den Sieg gutschreiben lassen. Dahinter
plazierten sich Roger Graf vor Remo Lips und Steve Brodbeck.
Pech hatte auch André Lips, der in der 20. Runde
nach einer tollen kämpferischen Leistung auf dem
5. Rang liegend sein Hinterrad verlor.
Bei der Siegerehrung wurde der Dritte, Roger Graf, längere
Zeit vermisst; er hatte nicht realisiert, dass er sich
so weit vorne plazieren konnte.
Im Zwischenklassement führt Raphael Rogenmoser vor
Manuel Benz und Ken Allemann.
Kategorie A-150
Im 1. Vorlauf setzte sich Carlo Schütz souverän
an die Spitze. Dahinter behauptete Herbert Fankhauser
seine zweite Position gegen Philippe Waridel, kassierte
aber wegen Überholen in der Formation 4 Penalties
und wurde Sechster. Profitieren konnte Florian Stebler,
der so Dritter wurde vor Adriano Scardino und Philip Beyrer.
Reto Carigiet, Fünfter nach dem Zeitfahren und Schnellster
in diesem Lauf, fiel wegen eines Gerangels in der 5. Runde
auf den 10. Platz zurück.
Der zweite Vorlauf wurde wieder von Carlo Schütz
beherrscht. Dahinter verwies Florian Stebler Philippe
Waridel, der sich ein packendes Duell mit Herbert Fankhauser
lieferte, auf die weiteren Ränge. Fünfter wurde
Reto Carigiet.
Im Final erging es Carlo Schütz wie Ken Allemann:
in der 16. Runde riss ihm die Kette ... . Profiteur war
Philippe Waridel, der sich vom Feld absetzen konnte. Vom
14. Platz startend zeigte Patrick Oberer einmal mehr seine
kämpferischen Qualitäten und beendete das Rennen
als Zweiter. Dritter wurde sein Club-Kollege Florian Stebler
vor Stéphane Avanthey und Reto Cariegiet. Fredy
Barth, in den Vorläufen einmal mehr glücklos
kämpfend, beendete den Final als beachtlicher Zwölfter.
In der Schweizermeisterschaft führt trotz seines
Ausfalls Carlo Schütz vor den punktegleichen Adriano
Scardino und Patrick Oberer sowie Alexandre Girault und
Reto Carigiet.
Kategorie Junior
Im 1. Vorlauf setzte sich Leonardo Corti in der 6. Runde
gegen Cyndie Allemann durch und gewann anschliessend souverän.
Dahinter lieferten sich anfänglich Mathieu Guélat
und Simon Brügger ein heisses Duell, bis letzterer
in der 7. Runde ausschied. In der Folge wurde Mathieu
Guélat von Thomas Vogt attackiert und musste diesen
dann auch vorbeilassen.
Der 2. Vorlauf wurde deutlich von Cyndie Allemann gewonnen.
Dahinter konnte Leonardo Corti erst ab der 13. Runde,
nachdem er endlich Mathieu Guélat überholte,
die Verfolgung aufnehmen. Pascal Posch konnte sich dem
24. Startplatz und 18. Schlussrang im 1. Vorlauf weiter
bis auf den 13. Rang vorkämpfen.
Im Final kam es anfänglich zum Duell Cyndie Allemann
und Leonardo Corti, das Cyndie aber ab der 5. Runde zu
ihren Gunsten entschied und davonzog. Dahinter musste
Mathieu Guélat zuerst Adrian Boehlen vorbeilassen,
dann Thomas Vogt, der sich in der 18. Runde gegen Adrian
Boehlen durchsetzen konnte und das Rennen als Dritter
beendete. Pascal Posch, zwischenzeitlich auf der fünften
Position liegend, fiel in der 7. Runde nach einem Gerangel
auf den 9. Rang zurück und musste bis zum Schluss
noch zwei Ränge abgeben.
Im Zwischenklassement führt Cyndie Allemann vor
Mathieu Guélat, Adrian Boehlen und Leonardo Corti.
Kategorie Promotion
Der 1. Vorlauf wurde vom Schnellsten im Zeitfahren, Andreas
Brändli, durch einen Start-Ziel-Sieg gewonnen. Dahinter
setzte Christian Jäggi, nach dem Ausfall von Patrick
Sommer, gegen Adrian Landolt durch. Vierter wurde der
amtierende Schweizermeister Andy Siegrist vor Jörg
Schumacher. Philipp Hitz verbesserte sich vom 17. auf
den 11. Schlussrang.
Im 2. Vorlauf musste Andreas Brändli dem nach vorne
preschenden Christian Jäggi schon in der dritten
Runde Platz machen und konnte sich die Spitze trotz enormer
Anstrengungen nicht mehr zurückerobern. Dahinter
plazierten sich Jörg Schumacher und Andy Siegrist
vor Andreas Metzger. Philipp Hitz konnte zwei Ränge
gutmachen und beendete das Rennen als Neunter.
Im Final musste sich Christian Jäggi erst gegen
Andy Siegrist durchsetzen, bevor er in der 17. Runde Andreas
Brändli die Spitze streitig machen konnte. Diesen
ereilte in der 20. Runde das Schicksal und er fiel mit
Kolbenklemmer aus. In der 21. Runde musste Jörg Schumacher,
dem es an diesem Tag besser als in Lévier lief
(ob es wohl an Sabrinas Mechaniker lag ?), sich geschlagen
geben und Andreas Metzger vorbeilassen. Philipp Hitz konnte
nochmals drei Plätze wettmachen und plazierte sich
auf dem 6. Schlussrang.
In der Tabelle liegt Christian Jäggi mit 77 von
80 möglichen Punkten unangefochten an der Spitze
vor Andreas Brändli und den punktegleichen Philipp
Hitz, Adrian Landolt und Andreas Metzger.
Schlussbemerkung
Das nächste Rennen findet in einer Woche in Locarno
statt. Dann messen sich die Kleinen: Mini 90 und Mini
100. Wir sehen uns aber erst in Parma wieder. Bis dann
Euer
André Denzler, 26.5.99
André Denzler – © karting.ch / Kartszene,
26.5.99
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